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Die Schieflage ist beendet, Steffen Bekiersch (links) schöpft mit Eintracht Frankfurt nach dem glatten Erfolg wieder Hoffnung.

Volleyball

Mit einer Zwei-Meter-Mauer zum Sieg

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Die „Adler“ beendeten ihren Tiefflug und wendeten somit den Sturz auf den letzten Platz ab. Nun steht eine anspruchsvolle Aufgabe auf dem Programm.

„Das war ganz wichtig. Nicht nur, weil wir gewonnen haben. Sondern vor allem wegen der Art und Weise, wie wir gespielt hatten“, zeigte sich Andreas Petrocchi, Trainer der Regionalliga-Volleyballer von Eintracht Frankfurt, nach langer Zeit wieder einmal so richtig zufrieden. Mit dem 3:0 (28:26, 25:19, 25:12) gegen die VSG Kassel-Wehlheiden kassierten die Adlerträger nach zwei Nullnummern die volle Punktzahl ein.

Hätte die Eintracht gegen den Tabellenletzten verloren, hätte sie ihrerseits die rote Laterne übernommen. „Gegen ein Schlusslicht hatten wir schon ein Spiel zuvor verloren. Damals war es noch der VC Lahnstein“, erinnerte sich Petrocchi noch allzu genau an das Negativerlebnis.

Auch wenn sich das Eintracht-Lazarett noch nicht ganz aufgelöst hat, so gab es doch eine wichtige Verstärkung. Sven Panz ist von seinem Auslandsaufenthalt aus Brasilien zurückgekehrt. Der 2,05 Meter große Diagonalspieler bildete mit Zuspieler Mark Miehm eine wichtige Achse, die wesentlich zum Sieg beitrug. Der 26-jährige Steller verstand sich mit dem um vier Jahre älteren Panz blendend, bediente ihn immer wieder mit guten Pässen. Panz entlastete auch Mario Schaus (2,01 Meter) in der Mitte, auf den sich die Gegner nicht so konzentrieren konnten. War diese „Zwei-Meter-Mauer“ vorne, kamen die Nordhessen über den Block nur selten durch.

Petrocchi fand es gut, dass der erste Satz so hart umkämpft war. „Dadurch blieben alle konzentriert und hielten sich an die vorgegebene taktische Marschroute.“ Diese sah vor, immer wieder über die zwei „Kleinen“ anzugreifen. Das tat Mark Miehm vorzüglich. Je länger das Match dauerte, desto stärker und überlegener spielte die Eintracht, weshalb der Coach seinen einzigen Auswechselspieler, den universal einsetzbaren Belgier Luca Gewehr, gar nicht ins Spiel brachte, sondern mit Miehm, Panz sowie Schaus und Dominik Winter in der Mitte, Kilian Jordan auf der Libero-Position und den Außenangreifern Steffen Bekiersch und Nicolai Erbs durchspielen ließ.

„Das Spiel erinnerte mich an die vergangene Rückrunde. Da schwebten wir auch in Abstiegsgefahr, fuhren nach Mainz-Gonsenheim und gewannen dort souverän 3:0. Aber die Jungs müssen sich im Klaren sein, dass wir nach wie vor in der Abstiegszone liegen“, warnt Petrocchi vor der schweren Aufgabe am kommenden Samstag in Nieder-Olm bei der auf dem zweiten Rang liegenden SG Rheinhessen.

(löf )

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