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So jubeln Fußballmeister: Mike Ziehr (links) „duscht“ Kapitän Frank Schütz.

Fußball, Kreisliga C Hochtaunus

SG Eintracht Feldberg II: Meister ohne Niederlage

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Für seine beeindruckende Erfolgsserie spielte C-Liga-Meister SG Eintracht Feldberg II auch nach dem „Norweger Modell“. Am Wochenende kann die „Erste“ der SG aus Schmitten und Oberems nachziehen und ebenfalls aufsteigen.

Die Meisterschaft ist in trockenen Tüchern, der Gewinn der C-Liga-Pokalrunde auch, aber zwei Dinge haben die Fußballer der SG Eintracht Feldberg II noch am Sonntag zu klären. Bleiben Sie über eine komplette Spielzeit ungeschlagen? Und was wird aus „Meistermacher“ Michael Müller?

Der Erfolgstrainer selbst geht von einer Fortführung seines Engagements bei der Spielgemeinschaft aus, in der sich die Fußballer der Spvgg. Hattstein, des SV Oberems und des FSV Reifenberg zusammengetan haben. Er habe jedenfalls nichts dagegen. „Ich kann mich aber schlecht selbst fragen“, sagt Müller augenzwinkernd zur seltenen Konstellation, dass er nicht nur Trainer der Eintracht-Reserve ist, sondern auch als Oberemser Vorstandsmitglied in die sportlichen Geschicke der SG involviert ist.

Mission erfüllt

Die Mission „Meisterschaft und Aufstieg“ hat Müller, der zuvor schon beim SV Oberems und der Spvgg. Hattstein coachte, mit seinem Team souverän erfüllt. In den 17 bisherigen Meisterschaftsspielen und der freiwilligen Einfach-Runde im C-Liga-Pokal war die Mannschaft um Kapitän Frank „Bleua“ Schütz (54) aus der Feldberg-Region eine Klasse für sich. Zum Saisonfinale am Sonntag um 15 Uhr auf dem Rasenplatz in Arnoldshain möchte die SGE II unbedingt ihre weiße Weste bewahren. Gegner ist die SG Mönstadt/Grävenwiesbach II, nach dem Rückzug der SG BW Schneidhain II das Team mit den wenigsten Punkten in der untersten Spielklasse.

Man habe unbedingt die C-Liga verlassen wollen, um den vielen Spielern im Kader der 1. und 2. Mannschaft bessere Voraussetzungen zu bieten. Weil er immer wieder von der Qualität des A-Liga-Kaders profitierte, indem Trainerkollege Manfred Klug Spieler abstellte, sei die Saison so erfolgreich verlaufen, gibt Michael Müller unumwunden zu. In erster Linie seien aber der Zusammenhalt und die Kameradschaft innerhalb der 2. Mannschaft als Erfolgsgaranten zu nennen. Als Trainer habe er von seinen Spielern manchmal zu hören bekommen, warum er denn immer noch etwas zu meckern habe, schmunzelt Müller, „ich bin aber eben der Meinung, dass wir manchen Gegner noch klarer hätten beherrschen können“.

Ärgster Verfolger für die Eintracht-Reserve war der FC Mammolshain II, der am Sonntag (15 Uhr) bei der SG Westerfeld den Relegationsplatz verteidigen möchte. Von der Konkurrenz aus dem Königsteiner Stadtteil trennte sich der Meister in der Punktrunde zweimal unentschieden, „im Pokal haben wir sie dann 5:2 geschlagen“, erzählt Müller. Dieser Sieg wird ihm wahrscheinlich in besonderer Erinnerung bleiben, weil er im sogenannten „Norweger Modell“ zustande kam, also im Spiel neun gegen neun.

Neun gegen neun

Der Kreisfußballausschuss hatte für diese Saison den C-Ligisten angeboten, auch in kleineren Einheiten spielen zu können, um Spielabsagen vorzubeugen. „Das war schon eine Umstellung“, berichtet Müller, „ich wusste erstmal gar nicht, welche Taktik ich spielen lassen sollte.“ Er habe sich für das 4:3:1-System entschieden. In der zweiten Halbzeit habe die bessere Kondition dann den Ausschlag gegeben. Es sei viel mehr Platz auf dem Spielfeld gewesen, auch wenn die Partie nur zweimal 35 Minuten gedauert habe. Die abgespeckte Spielvariante hält der Übungsleiter für dieses Leistungsniveau auch in Zukunft für eine Alternative, für höhere Ligen sei das aber nichts.

Apropos höhere Liga: Die SGE-Meister drücken am Sonntag ihrer 1. Mannschaft im Aufstiegsrennen der A-Liga die Daumen, mit der sie wöchentlich gemeinsam trainieren. Dabei wird zwischen drei Sportplätzen, wie auch bei den Heimspielen, gewechselt. Dem Zuspruch auf den Rängen täte dies keinen Abbruch, sagt Müller, die Stimmung sei gut im Umfeld der erst vor zwei Jahren gegründeten SG. Für ein emotionales Hoch würde der Direktaufstieg der „Ersten“ sorgen, die um 13.15 Uhr auf die SGK Bad Homburg II trifft, allerdings auf einen Ausrutscher des Tabellenzweiten SG Oberhöchstadt gegen Teutonia Köppern II hoffen muss. Andernfalls geht’s am 31. Mai in die Relegation gegen Kreisoberligist FC Weißkirchen.

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