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Emotional an der Seitenlinie: SGE-Feldberg-Trainer Manfred Klug.

Fußball, Kreisoberliga Hochtaunus

5:4 – SG Eintracht Feldberg ringt im Aufsteiger-Duell die SG Oberhöchstadt nieder

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Neben dem Spitzenspiel zwischen der SG Ober-Erlenbach und dem FV Stierstadt (3:4, siehe „Spiel der Woche“) sorgen in der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus das Aufsteigerduell und das Homburger Derby für Aufsehen.

SG Eintracht Feldberg – SG Oberhöchstadt 5:4 (4:2): Die Rechnung der SGE, wie schon vor sechs Monaten zu gemeinsamen A-Liga-Zeiten auf dem Kunstrasenplatz in Oberems zu spielen (und zu gewinnen), ging auf. Die Gastgeber hatten die Partie lange unter Kontrolle, ehe Gabriel Girbita nach einem Zweikampf die Gelb-Rote Karte sah (66.). „Unberechtigt“, meinte Feldbergs Trainer Manfred Klug. Der Schiedsrichter habe den Zweikampf anders beurteilt. Jedenfalls kam die SGO nun auf und verkürzte umgehend auf 5:3 – das Anschlusstor fiel allerdings erst tief in der Nachspielzeit. In Hochstimmung war vor allem Paul Albert, der SGE-Youngster erzielte in seinem siebten Einsatz seinen ersten KOL-Treffer – mit einem Schuss aus 26 Metern in den Winkel. „Wichtig ist, dass wir uns als Mannschaft präsentieren“, sieht Klug sein Team weiter im Lernprozess. Tore: 1:0 Tomic (5.), 2:0 Albert (24.), 2:1 Muth (29.), 3:1 Tomic (34.), 4:1 Tomic (38.), 4:2 Klenk (45.+1/FE), 5:2 Egenolf (57.), 5:3 Dupuy De la Grand Rive (68.), 5:4 Fuchs (90.+4).

FC Neu-Anspach II – SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach 3:1 (2:1): „Einige Latten- oder Pfostentreffer“ zählte Anspachs Trainer Raffaele Parisi, dazu noch mehrere Chancen. Doch wenn es schlecht gelaufen wäre für seine Mannschaft, dann hätte sie womöglich nur einen Punkt erzielt – es hätte sich gegen die stark ersatzgeschwächten Gäste wie eine Niederlage angefühlt. Was war passiert? Zehn Minuten vor dem Ende kreuzten sich die Wege von SGWP-Stürmer Patrick Hildebrandt und FC-Torwart Patrick Mohr. „Manch anderer Schiedsrichter hätte Elfmeter gegeben. Nach dem Spiel haben ich beide gefragt, ob es einer war – sie waren sich nicht zu 100 Prozent sicher“, sagte Parisi. Kurz vor Schluss machte Sabit Zejnullahu alles klar. Parisi: „Das Ergebnis täuscht, es war Einbahnstraßenfußball.“ Ein 6:1 oder 7:1 wäre möglich gewesen. Tore: 0:1 P. Hildebrandt (17.), 1:1 Nagel (27.), 2:1 Müller (45.), 3:1 Zejnullahu (87.).

EFC Kronberg – FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach 2:0 (1:0): Wohl dem, der ein stabiles Innenverteidigerduo hat. Der EFC konnte sich jedenfalls auf die Abwehrdienste von Kai Hoffmann und Marcel Würges verlassen. „Es gab keine hundertprozentige Chance für die FSG“, betonte Kronbergs Trainer Tobias Fleck. Allerdings gab es zu Beginn der zweiten Halbzeit eine Phase, in der die Gäste mehr Spielanteile hatten, die Bemühungen versandeten jedoch beim Versuch, den Ausgleich zu erzielen in dem mitunter „giftigen Spiel“, so Fleck. Mit einem feinen Schlenzer aus 25 Metern ins Eck brachte Antonio Castellino den EFC auf die Siegerstraße. Kurz darauf vergab Krzystof Kopylowicz leichtfertig das 2:0. Auf Vorlage von Antonio Marino sorgte Calogero Torsiello erst eine Viertelstunde vor dem Ende für das für Kronberg erlösende zweite Tor. Fleck: „Der Sieg ist völlig verdient, weil wir die clevere Mannschaft waren.“ Tore: 1:0 Castellino (32.), 2:0 Torsiello (75.).

SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg – SGK Bad Homburg 1:1 (1:1):  Ralf Haub konnte es nicht fassen, dass die Kirdorfer einen Punkt von der Sandelmühle entführten. „Wir waren zwar über eine Halbzeit in Unterzahl. Trotzdem hätten wir gewinnen müssen, zur Pause hätten wir 4:1 führen müssen“, wies der Trainer der „Nullfünfer“ auf das Problem Chancenverwertung hin. Zunächst lief es nach dem Geschmack des ehemaligen Bundesliga-Spielers von Eintracht Frankfurt: Victor Radu traf aus 17 Metern den Pfosten, Eric Kemen verwertete den Abpraller. Doch dann die wegweisende Szene: Jan Hellwig rempelte im Strafraum Ikemba Bakunye, sah dafür die Gelb-Rote Karte – und Emre Yilmaz verwandelte aus elf Metern. Während Radu und El Mard Zouhir einige Chancen im Bad Homburger Derby ausließen, traf auf der Gegenseite Julian Schmidt mit einem Kopfball die Latte. Pech für die Gastgeber: Nach einer „falschen“ Bewegung musste Ahmet Kaya wegen Bandscheibenproblemen ins Krankenhaus gebracht werden. Tore: 1:0 Kemen (14.), 1:1 Yilmaz (39./ FE).

SV Seulberg – SG Eschbach/Wernborn 1:1 (1:0): Dreitägiges Oktoberfest, da kamen am Sonntagnachmittag die Zuschauer gewiss nicht nur wegen des Fußballs in die Landwehrstraße. Da fiel es den Seulbergern vielleicht auch leichter, sich nach der Führung mit einem Unentschieden zufrieden zu geben. Nach einem Foul an Marco Schmidt im Strafraum schritt Jannis Bornschein zum „Tatort“ – und er platzierte in gewohnt souveräner Manier den Ball im Netz. Doch der Aufsteiger lieferte sich mit dem SVS ein recht offenes Match und kam noch zum Ausgleich, als Murat Kaya nach einem langen Pass aus zehn Metern traf. „Das Unentschieden geht total in Ordnung“, sagte Seulbergs Vorstand Michael Horn und stellte grundsätzlich fest, dass man nach acht Spieltagen mit 13 Punkten zufrieden ist. Tore: 1:0 Bornschein (32., Foulelfmeter), 1:1 Kaya (64.).

Teutonia Köppern – FC Weißkirchen 5:2 (4:0): Zwei unterschiedliche Halbzeiten präsentierten die Gelb-Schwarzen ihren Zuschauern – aber bei klarem Pausenstand überraschte dies nicht unbedingt. „In der ersten Halbzeit waren wir stark, in der zweiten haben wir es nur runtergespielt“, fasste Teutonias Trainer Alexander Fievet die Geschehnisse zusammen. Zwar traf er nicht ins Netz, doch Tim Junghahn bereitete die Tore eins und zwei vor bei diesem „Pflichtsieg“, erzählte Fievet, dem eine andere Szene besonders in Erinnerung bleiben dürfte. Der Schiedsrichter habe nach einem Zweikampf nahe der Eckfahne drei Zuschauer des Sportplatzes verwiesen, die nach Ansicht des Unparteiischen zu intensiv die Szene kommentiert hätten. Tore: 1:0 Bannert (17.), 2:0 Santos (28.), 3:0 Kadel (33.), 4:0 Bannert (44.), 5:0 Hofmann (68.), 5:1 (70.), 5:2 (88.).

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