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SGE-Trainer Manfred Klug (hinten( umarmt Siegtorschütze Joschua Kessler (Nummer 5).

Fußball, Spiel der Woche im Hochtaunus

SG Eintracht Feldberg tanzt den Siegeswalzer

Beim 3:2 der SGE gegen die SG Oberhöchstadt im Topspiel der Kreisliga A überzeugen beide Mannschaften. Der Siegtreffer ist gleichzeitig ein Traumtor.

So viel Zeit muss sein: Vor dem Topspiel der Kreisliga A zwischen der SG Eintracht Feldberg und der SG Oberhöchstadt nahmen sich die Gäste noch mal fünf Minuten, um den Fokus zu schärfen, während die Hausherren schon zum Einlaufen bereit standen. „Wir sind noch mal die Taktik durchgegangen“, verriet Trainer Joachim Hans. Ein Kniff, der gut aufging, denn sein Team präsentierte sich in den darauffolgenden 90 Minuten taktisch sehr diszipliniert. Gleiches lässt sich aber auch über die Eintracht sagen, und so bekamen die rund 80 Zuschauer ein wirklich gutes Fußballspiel zu sehen, bei dem die Gastgeber mit 3:2 das bessere Ende für sich hatten.

In der Anfangsphase wirkte die SGE einen Tick gedankenschneller und auch spritziger. Daraus resultierte schon in der 7. Minute das verdiente 1:0 durch Allen Gashi, der nach einer Flanke von Uli Spaniol per Kopf traf. Im unmittelbaren Gegenzug musste Keeper Christian Bös gegen Oberhöchstadts Kapitän Kai Politycki retten. Nach einer Freistoßflanke kam Politycki am langen Pfosten frei zum Kopfball (8.), doch Bös, der auch Sportlicher Leiter der SGE ist, war mit einem guten Reflex zur Stelle. Beim nächsten Aufeinandertreffen der beiden in der 16. Minute war der Schlussmann dann jedoch chancenlos. Nach einem Eckstoß kam Politycki erneut zum Kopfball, und diesmal wuchtete er den Ball zum 1:1 in die Maschen.

Unbeeindruckt vom Ausgleich legte die Eintracht schon eine Minute später wieder vor. Nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld kam David Egenolf relativ unbedrängt im Strafraum zum Abschluss. Mit einem gezielten Schuss ins lange Eck stellte der Kapitän auf 2:1 (17.).

Nach rund einer halben Stunde hätte Spaniol erhöhen können, scheiterte aber aus rund 18 Metern an der Unterkante der Latte. Zudem vergab Gabriel Girbita zehn Minuten vor der Pause einen Strafstoß. Statt den Gang in die Kabine anzutreten, versammelte Joachim Hans seine Mannschaft an der Trainerbank und schärfte den Fokus seiner Spieler erneut. Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten.

In der 51. Minute kam Denis Winter nahe des gegnerischen Strafraums an den Ball und zog aus einer Halbdrehung mit dem Vollspann ab. Damit erwischte er Torwart Bös auf dem falschen Fuß und es stand 2:2. Ein wirklich ansehnliches Tor, das allerdings kurz darauf noch getoppt wurde. Aus rund 40 Metern fasste sich Joschua Kessler ein Herz und wurde mit einem Treffer der Marke „Tor des Monats“ sowie der erneuten Führung für die Feldberg-Elf belohnt (57.). Danach zogen sich die Gastgeber ein gutes Stück zurück und überließen Oberhöchstadt die Feldüberlegenheit. Zweimal scheiterten die Gäste ganz knapp am erneuten Ausgleich (58., 59.): Sowohl bei Darius Neumanns Schuss aus 18 Metern (59.) als auch nach Christian Freißmuths Kopfball aus kurzer Distanz (60.) konnte ein Verteidiger der Eintracht auf der Linie klären.

Das Fazit der Trainer

„Selbst wenn Oberhöchstadt noch zu Toren gekommen wäre und wir nicht gewonnen hätten, wäre ich in die Kabine gegangen, um den Jungs ein Lob auszusprechen“, sagte SGE-Coach Manfred Klug. Ihm hatte viel daran gelegen, dass sich sein Team nach dem schwachen Auftritt in Pfaffenwiesbach (1:4) wieder gut präsentierte. Dass auch Oberhöchstadt ein ordentliches Spiel lieferte, konnte Joachim Hans dagegen nicht über die Niederlage hinwegtrösten. „Eine gute Leistung ist immer nett, aber das Ergebnis muss stimmen“, erklärte er.

In jedem Fall haben beide Mannschaften deutlich gemacht, dass sie nicht durch Zufall zum Spitzenquartett der Kreisliga A gehören. Die SGE bewies zudem tänzerische Qualitäten, als Spieler und Verantwortliche in einem großen Kreis den Siegeswalzer aufführten.

ROBIN KUNZE

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