Fußball, Kreisoberliga Hochtaunus

Die Eintracht gewinnt das Orscheler Derby

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Nach dem 1:3 im Verfolgerduell gegen Köppern wird es Kronberg in der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus schwer haben, nochmals an den Titelfavoriten Sportfreunde Friedrichsdorf heranzukommen. Auf die Abstiegsrelegation kann sich Weißkirchen langsam einstellen, das im Derby bei Eintracht Oberursel nach großem Kampf unterlag.

Eintracht Oberursel – FC Weißkirchen 4:2 (1:0): Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten im Oberurseler Stadtteilduell. Zwar führten die Gastgeber zur Pause, doch die gefährlichere Mannschaft stellte der FCW. So traf Masiullah Mahbubi nach Vorarbeit von Umut Kaya nur den Pfosten (17.). Und sechs Minuten später war es Kaya, der das Tor ganz knapp verfehlte. Kurz darauf erhielt der bis dato auffälligste Akteur auf dem Platz, Kaya, wegen eines Wortgefechts nach Foulspiel die Rote Karte.

Mit der ersten eigenen zwingenden Aktion ging die Eintracht nach Pass von Alexej Trupp durch Leon Bohdal in Führung (41.). Die Freude währte aber nicht allzu lange, denn Philipp Göbel stand nach einem Eckstoß goldrichtig und köpfte ein (48.). Kurz darauf markierte George Ciobanu mit einem sehenswerten 18-Meter-Schuss das 2:1, doch Weißkirchen konnte nochmals ausgleichen: Yahya Alemdar foulte im Strafraum Mahbubi, der den Elfer auch verwandelte (53.).

Mit einer Kopfballverlängerung ins lange Eck brachte Tim Rothgerber zehn Minuten später die Oberurseler auf die Siegerstraße. Die Entscheidung fiel in der Endphase, als Ciobanu Bohdal in Szene setzte. Der Stürmer umkurvte FCW-Torwart Dominic Grossmann und schob ein. „Der Sieg war insgesamt hochverdient“, sagte Eintracht-Pressewart Thomas Pfettscher.

Tore: 1:0 Bohdal (41.), 1:1 Göbel (48.), 2:1 Ciobanu (51.), 2:2 Mahbubi (53./FE), 3:2 Rothgerber (63.), 4:2 Bohdal (86.).

EFC Kronberg – Teutonia Köppern 1:3 (0:2): Michael Janson war nach der Niederlage im Verfolgerduell desillusioniert. „Das war unser schlechtestes Saisonspiel. Wir haben nicht unsere Qualitäten auf dem Platz gezeigt“, stellte der Kronberger Coach fest. Köpperns Sieg sei verdient gewesen, denn die Gäste hätten sich gut auf sein Team eingestellt. Nach einer Viertelstunde lag der EFC bereits 0:2 zurück: Christian Franz behauptete sich im Strafraum und schloss erfolgreich ab, Luka Milic vollendete einen Gegenstoß. Konstantin Peuser gelang zwar das Anschlusstor (54.), doch Kevin Hillner sorgte in der von Schiedsrichter Dirk Eisenmann (Eppstein) sicher geleiteten Partie für klare Verhältnisse.

Tore: 0:1 Franz (14.), 0:2 Milic (15.), 1:2 Peuser (54.), 1:3 Hillner (73.).

FV Stierstadt – FC Oberstedten II 2:2 (0:0): „Ich habe gewiss schon schönere Sonntage erlebt. Es war eine Katastrophe“, übte Stierstadts Spielausschussvorsitzender Marco Hentsch harsche Kritik und bemängelte vor allem das sehr bescheidene fußballerische Niveau. Der Unterschied zwischen Kreisoberliga und Gruppenliga, in der Stierstadt in der vergangenen Saison noch spielte, sei groß. Auch der Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit hatte Hentsch nicht besänftigen können. Immerhin traf Robert Scheithauer per Hacke. Cosmin Meier hatte für den Außenseiter zum 0:1 getroffen. Den Ausgleich erzielte Nick Flohr nach einer Ballstaffette. Dann war wieder der FCO an der Reihe: Alexander Barz schloss einen Konter zum 1:2 ab.

Tore: 0:1 Meier (65.), 1:1 Flohr (70.), 1:2 Barz (76.), 2:2 Scheithauer (90.+4).

SF Friedrichsdorf – SGK Bad Homburg 5:0 (4:0): Früh stellte der Spitzenreiter die Weichen zum 15. Sieg im 20. Spiel. „Es hätte auch zweistellig werden können“, sagte der Sportliche Leiter Martin Schmidt. Zum einen vergaben die Sportfreunde einige Chancen, zum anderen bewährte sich SGK-Keeper Claudio Kroll mehrmals. Gegen die kompakt agierenden Friedrichsdorfer hatten die Bad Homburger nicht eine klare Gelegenheit, um zumindest den „Ehrentreffer“ zu markieren.

Tore: 1:0 Wenk (10.), 2:0 Kister (15.), 3:0 Pekgüzelyigit (31.), 4:0 Kister (36.), 5:0 Pekgüzelyigit (61.).

SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach – SG Ober-Erlenbach 5:2 (1:0): Ein spannendes wie turbulentes Spiel bekamen die Zuschauer präsentiert. „Beide hätten gewinnen können“, betonte SGWP-Trainer Gregory Strohmann und fügte hinzu: „Wir hatten mehr Chancen und waren konsequenter, deshalb war unser Sieg verdient.“ Nach 55 Minuten lagen die Gastgeber sogar in Rückstand, nachdem Eric Kemen per Strafstoß erfolgreich war und Michael Pottmeyer in den Winkel getroffen hatte. Strohmann: „Meine Mannschaft zeigte dann eine entsprechende Reaktion.“ 20 Minuten später lag die gastgebende SG wieder vorne, und nach Krawczyks Ausgleichstor zum 2:2 stellten Caglayan Karagöz mit einem feinen Freistoß aus 22 Metern sowie Johannes Kütt mit zwei Treffern das zu deutliche Endresultat her.

Tore: 1:0 Krawczyk (38.), 1:1 Kemen (51./FE), 1:2 Pottmeyer (55.), 2:2 Krawczyk (60.), 3:2 Kütt (75./FE), 4:2 Karagöz (86.), 5:2 Kütt (90.).

FC Neu-Anspach II – SpVgg Bomber Bad Homburg 2:4 (1:1): Für FCNA-Trainer Raffaele Parisi war es eine vermeidbare Niederlage. „Wir sind selbst schuld. Eigentlich hatten wir die klareren Chancen“, betonte er und beklagte, dass drei, vier hundertprozentige nicht genutzt worden seien. Allerdings, dies stufte Parisi als entscheidenden Unterschied ein, Bad Homburg habe vor dem Tor Klasse gezeigt, daher ging das Resultat in Ordnung.

r ging das Resultat in Ordnung. Zwar ging Neu-Anspach nach schöner Vorarbeit durch Mohib Qaiumi früh in Führung. Doch noch vor der Pause egalisierte El Mard Zouhir. Keine gute Figur machte FCNA-Torwart Alexander Schmidt bei Hassan Taadous 25-Meter-Schuss zum 1:2. Nach Kombinationsspiel erhöhte Zouhir, ehe Bryan Steinheimer noch mal für Spannung sorgte – 2:3. Nach einem Konter machte Victor Radu jedoch alles klar. Regelwidrig laut Parisi und einigen Anspacher Akteuren. Eric Becker beschwerte sich beim Unparteiischen zu heftig und sah deshalb die Gelb-Rote Karte.

Tore: 1:0 Qaiumi (2.), 1:1 Zouhir (37.), 1:2 Taadou (66.), 1:3 Zouhir (72.), 2:3 Steinheimer (86.), 2:4 Radu (89.).

SG Blau-Weiß Schneidhain – SV Seulberg 2:8 (1:2): Das hatten sich die Gäste zunächst anders vorgestellt. Bei der klaren Ausgangslage fehlten irgendwie die entscheidenden Prozente, um die eigene Favoritenrolle auch zu bestätigen. „Das war eine schwache Leistung“, sagte SVS-Vorstand Michael Horn zu den ersten 45 Minuten. Nach dem Seitenwechsel registrierte er dann eine spürbare Steigerung des Gäste-Teams, das mit deutlich mehr Elan zur Sache ging. Trotzdem kamen die Schneidhainer noch mal auf 2:4 heran, obwohl zuvor ein eigener Akteur die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. In der Schlussphase sorgte der SVS mit vier Treffern binnen 13 Minuten noch für den erwartet deutlichen Erfolg.

Tore: 0:1 Boutahar (12.), 1:1 Rentel (30.), 1:2 Nahrath (40./Eigentor), 1:3 Pflüger (53.), 1:4 Aiello (55.), 2:4 Rentel (68.), 2:5 Schmidt (76.), 2:6 Horn (85.), 2:7 Schmidt (87.), 2:8 Aiello (89.).

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