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Die Arme hoch: Eintrachtler Bastian Steppin versucht den gegnerischen Angriffsschlag zu blocken.

Volleyball

Eintracht-Männer kassieren ein blamables 1:3 beim bisherigen Schlusslicht

Sechs Punkte aus sieben Spielen, der drittletzte Platz in der Regionalliga – so hatte man sich bei Eintracht Frankfurt den Saisonverlauf nicht vorgestellt.

Vor dem Rundenstart wurden sie neben der SSG Langen und der SG Rodheim als heißer Aspirant auf den Aufstieg in die Dritte Liga gehandelt. Nach sieben Spieltagen trennt die Regionalliga-Volleyballer von Eintracht Frankfurt aber nur ein Punkt vom letzten Tabellenplatz. „Das ist eine Hinrunde zum Vergessen. Das Thema Aufstieg ist Quatsch, darüber brauchen wir nicht mehr zu reden. Es gilt nun, in den restlichen zwei Spielen bis Weihnachten zu punkten“, gibt sich Trainer Andreas Petrocchi keinen Illusionen hin. In der vergangenen Saison gab es drei Absteiger, derzeit fehlen der Eintracht zum Viertletzten Vellmar vier Punkte.

Nach der 1:3 (19:25, 25:18, 17:25, 16:25)-Pleite beim bisherigen Schlusslicht VC Lahnstein wirkte der Frankfurter Trainer ganz schön angefressen. „Von zehn Vergleichen mit einem Aufsteiger müssen wir neun Mal 3:0 gewinnen. Aber wenn man so schlecht wie wir diesmal spielt, fährt man eben mit leeren Händen heim“, schimpfte Petrocchi. Es habe so gut wie nichts funktioniert, doch insbesondere die Angriffsleistung sei extrem schwach gewesen.

Auch wenn er es nicht als Ausrede geltend machen wollte, wies der Coach auf die vielen Ausfälle hin. Der zuletzt beste Außenangreifer Steffen Bekirsch verletzte sich im Training an den Bändern, Diagonalspieler Nicolai Erbs war ebenso wie Zuspieler James de la Fuente beruflich verhindert, Mittelblocker Stefan Comis plagte eine Schleimbeutelreizung, der zweite Mittelblocker Dominic Winter konnte wochenlang nicht trainieren, ebenso wie der zunächst als Diagonalspieler eingesetzte Bastian Steppin.

Bei ihm lief nicht viel zusammen, nach dem ersten Satz ließ ihn Petrocchi draußen und beorderte Mittelblocker Mario Schaus auf die Diagonalposition. Im Verlauf des Spiels verletzte sich Außenangreifer Oliver Wirth am Finger, hielt mangels Alternative aber bis zum Schluss durch. Das konnte der andere Außenangreifer Robert Breitbach nicht: Er erlitt während des Spiels einen Bänderriss.

Als Zuspieler agierte der reaktivierte Mark Miehm, der über ein Jahr ausgesetzt hatte und erst vor einem Monat wieder mit dem Training begonnen hat. Geplant war sein Einsatz eigentlich erst für die Rückrunde, doch nun musste er ran, obwohl er mit der Mannschaft noch nicht so eingespielt ist.

Immerhin: Was gut funktionierte war die Annahme, in der vor allem Libero Kilian Jordan sehr sicher wirkte. Hoffen auf die Rückrunde

Nun haben die Adlerträger einige Tage Zeit, sich auf das Heimspiel am Sonntag, dem 9. Dezember (16 Uhr, Wolfgang-Steubing-Halle), gegen das Schlusslicht VSG Kassel-Wehlheiden vorzubereiten. „Ich hoffe, dass bis dahin die verhinderten Spieler wieder da sind, so dass ich auf jeder Position erstmals Alternativen hätte“, sagt Petrocchi, der auf eine bessere Rückrunde baut. Dann soll der großgewachsene Sven Panz wieder dabei sein. Der 30 Jahre alte starke Diagonalspieler arbeitete zuletzt in England und hat dort auch gespielt, so dass es noch einige Schwierigkeiten mit dem Spielerpass gibt.

(löf )

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