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Feuert in seiner bereits achten Saison bei Eintracht Oberursel nun eine stark verjüngte Mannschaft an: Trainer Mehmet Cetin.

Fußball, Hochtaunus

Eintracht Oberursel geht gestärkt in den "Derby-Doppelpack"

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Vier Spiele in der Fußball-Kreisoberliga ohne Niederlage, zuletzt zwei Siege und nun die Derbys in Weißkirchen und Oberstedten vor der Brust: Bei der Oberurseler Eintracht ist der Tatendrang derzeit groß.

Es wäre gewiss ein Versuch wert, darauf zu wetten. Dass nämlich Henri Bohdal wieder zweimal eiskalt zuschlägt in der Anfangsphase. So ist es jedenfalls geschehen in den Partien gegen die SG Eschbach/Wernborn und den EFC Kronberg – und jedes Mal ging sein Team, Fußball-Kreisoberligist Eintracht Oberursel, mit 2:1 als Sieger vom Feld. „Wünschenswert wäre es natürlich“, schmunzelt Mehmet Cetin, der Trainer des jungen treffsicheren Mannes, der sogar noch bei den A-Junioren mitwirken könnte.

Fünfmal traf Bohdal insgesamt, damit ist er bester Schütze der „Grünen“, die sich – zuletzt mit acht Punkten aus vier Spielen – ins Mittelfeld vorgearbeitet haben. Keine Frage, am Sonntag (14.30 Uhr) beim Tabellenletzten FC Weißkirchen (4 Punkte) soll die Serie ausgebaut werden. Doch Cetin mahnt: „Wenn wir nicht die richtige Einstellung an den Tag legen, holen wir keine Punkte, da bin ich mir tausendprozentig sicher. Weißkirchen hat auch eine extrem junge Mannschaft, die jetzt im Rhythmus und absolut konkurrenzfähig ist.“

Leichter wird sich das Team womöglich zwei Tage später tun, im Dienstagsabendkick (20 Uhr) beim FC Oberstedten. Da muss erst einmal abgewartet werden, wie der Tabellenzweite das Spitzenspiel am Sonntag beim Ligaprimus FV Stierstadt absolviert. „Wir stehen jedenfalls vor großen Aufgaben“, sagt Eintracht-Trainer Cetin zu dem „Derby-Doppelpack“.

Cetins Aufgabe: Tatendrang kanalisieren

Ob das junge Team diesen binnen 32 Stunden erfolgreich bewältigt, ist fraglich. „Wir betreiben einen großen Aufwand, das ist schon kräftezehrend. Wir müssen auch mal Ruhe ins Spiel bringen“, sagt Cetin. Bis auf Torwart Marc Burg und Gaszmend Grajcevci stehen dem 42-jährigen Trainer durchweg junge Spieler zur Verfügung – da den Tatendrang zu kanalisieren, ist nicht gerade einfach. Deswegen wäre es auch wichtig, dass Gerome Löw wieder zurückkehrt. Der Kapitän fehlte zuletzt wegen Leistenproblemen. Dass er in den Derbys zum Einsatz kommt, ist sehr fraglich. Kein Thema mehr in diesem Jahr ist Leon Bohdal (Bänderriss).

Die grundsätzliche Richtung stimmt jedenfalls beim Tabellenzehnten. „Es macht Spaß, mit der Mannschaft zu trainieren. Wir entwickeln uns, haben starke Phasen, bauen aber auch immer mal wieder ab“, sagt Cetin. Doch wenn es so liefe wie in den vorigen beiden Heimspielen, könnte er sich gewiss damit anfreunden. Henri Bohdal sowieso.

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