Leichtathletik

Die „Eis-Sabine“ holt Gold

Zweimal Gold und einmal Bronze – so die Ausbeute der drei Seniorensportler aus dem Leichtathletikkreis Limburg-Weilburg bei den Deutschen Seniorenmeisterschaft in Erfurt.

Sabine Rumpf von der LSG Goldener Grund und Annika Schliffer vom TuS Weilmünster sowie Martin Frömmel von den Leichtathletikfreunden Villmar bildeten das „Häuflein der drei Aufrechten“, die sich für die Deutschen Leichtathletik-Seniorenmeisterschaften in der Halle qualifiziert und die Anreise in die thüringische Landeshauptstadt Erfurt auf sich genommen hatten.

Für Sabine Rumpf waren es die allerersten Seniorenmeisterschaften. Sie wurde von ihrer Trainingskameradin Julia Bremser begleitet, die zwar ebenfalls in der W35 gemeldet war, aber aufgrund der anhaltenden Probleme mit dem Rücken nicht an den Start gehen konnten. Die beiden waren erst am Mittwoch aus einem Kurz-Trainingslager auf Teneriffa zurückgekehrt und wurden – wie alle anderen – von den Temperaturen und dem Schneefall im Steigerwaldstadion überrascht. Am Samstag früh um 9 Uhr begann der Wettkampf – nicht unbedingt förderlich für das Diskuswerfen – und dann auch noch bei minus sieben Grad im Freien. Sabine Rumpf erzielte im ersten Versuch 49,10 m und stand damit schon als klare und überlegene Siegerin fest. Die Zweite kam auf 34,76 m. Die LSG-Athletin vermochte sich in den weiteren Versuchen nicht zu steigern und war dennoch zufrieden, denn am Ende fühlte es sich in den dünnen Werferschuhen eher so an, als würden die Zehen absterben. Mit der Goldmedaille ausgestattet, trat sie direkt danach die Heimreise im warmen Auto mit Sitzheizung an.

Annika Schliffer gewann im Kugelstoßen in der warmen Leichtathletikhalle die Bronzemedaille mit guten 10,39 m. Dann musste auch sie raus ins kalte Stadion und warf dort den Speer in der Altersklasse W40. Ihre ersten Würfe landeten allesamt um die 28 Meter. Gleich im ersten Versuch erzielte Melanie Bremer aus Salzgitter 30,93 m und sah damit bis kurz vor Schluss wie die sichere Siegerin aus. Dann packte Annika Schliffer im letzten Durchgang noch einmal „einen aus“ und schleuderte den Speer auf 31,13 m – Gold für die Weilmünsterin.

Martin Frömmel war mit seinem Abschneiden recht zufrieden: Endkampf erreicht, Rang acht; auch wenn seine Weite von 36,51 m nach eigener Aussage „nicht das Gelbe vom Ei“ war. Mit gut zwei Metern mehr wäre er Vierter geworden. Seit den Kreismeisterschaften im August hatte er keinen Speer mehr in der Hand und über viele Monate erhebliche Hüftprobleme gehabt. Von daher war das Ergebnis gut und er hatte sogar ein wenig Glück und konnte mit seinen elf Konkurrenten in der Sonne werfen.

Am Samstag geht es für die Leichtathleten dann um die Hallenkreismeisterschaften in Frickhofen. Am Freitag darauf steht das Kugelstoßen in der Halle in Weilmünster an und am Sonntag, 18. März, folgt der erste Durchgang des KiLa-Cups in Hadamar.

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