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Mächtig auf Trab hielt TuS-Stürmer Almir Porca (rechts) die Eisbachtaler Abwehr um Lars Hendrik Jung. 

Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und Kreisoberliga Limburg-Weilburg

Eisbachtal: Wie Phönix aus der Asche

Die Eisbachtaler Sportfreunde sind am Mittwochabend wie Phönix der Asche entstiegen und schlugen einen der Top-Favoriten der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Nord, die TuS Koblenz, mit 2:0. Hoch her ging es auch in der Kreisoberliga Limburg-Weilburg, wo der TuS Dietkirchen 2 einen hohen Auswärtssieg bei der SG Merenberg landete.

VON ANDREAS EGENOLF

Sportfreunde Eisbachtal – TuS Koblenz 2:0 (0:0). Viele Fans beäugten das prestigeträchtige Match als Zaungäste, weil die Kasse corona-bedingt nach 350 dicht machen musste. Beinahe hätten sie verpasst, dass SFE-Keeper Niklas Kremer mit einer Fußabwehr stark gegen den durchgebrochenen Christian Meinert klärte (8.). Die „Eisbären“ waren im Gegensatz zum letzten Samstag in Trier nicht wiederzuerkennen: Sie griffen früh und aggressiv an und wirkten hellwach. Als Thommy Brühl in Schussposition kam und aus 20 Metern einfach mal draufhielt, bekam ein Koblenzer im letzten Moment noch den Kopf dazwischen. Die Antwort folgte auf der Gegenseite: Nach einer Kopfballablage des Diezers Michael Stahl segelte Linus Schulte-Wissermann am langen Pfosten um Haaresbreite am Ball vorbei. Das hätte die Führung sein können (30.). Die „Schängel“ bauten sich allmählich mit breiter Brust auf, und Almir Porca köpfte das Runde an die Latte (34.). Leon Waldminghanus verpasste im Fünfer um Millimeter das Sportfreunde-Gehäuse (37.). Wieder war es Porca, der artistisch zum Abschluss kam, aber auf einen klasse parierenden Niklas Kremer traf (45.).

Kaum war Halbzeit zwei angepfiffen, führten die „Eisbären“ plötzlich! Robin Stahlhofen hatte Torwart Paucken umkurvt, und der Ball trudelte ins lange Eck (47.). 40 Sekunden zuvor hatte Stahlhofen schon einmal getroffen, allerdings aus Abseitsposition. Jetzt waren die Eisbachtaler am Drücker. Marc Tautz (52.) und Lukas Reitz mit einer Doppelchance – zunächst mit dem Kopf (62.), dann im Abseits (63.) – stellten die Eisbachtaler Fans auf eine harte Probe. Danach war für Reitz Schluss, für ihn kam Alen Muharemi. Diese Einwechslung sollte sich noch als Glücksgriff erweisen...

Die Koblenzer wirkten jetzt leicht konsterniert und wurden erstmals wieder nach 73 Minuten gefährlich: Bei einer Flanke von links stand plötzlich Jeon Jion am Fünfer frei, doch seine Direktabnahme ging weit über die Querlatte. Es sollte aber noch schlimmer für die TuS kommen. Das Ganze ging ganz flott: Ballverlust am eigenen 16er, langer Ball auf Alen Muharemi, der im Eiltempo aufs Tor zulief und über Paucken einlupfte. 2:0 (84.). Die letzten Minuten waren ein einziges Warten auf den Schlusspfiff. Als dieser endlich ertönte, ging ein lautes „Jaaaa“ durchs Stadionrund. Es war ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk für Trainer Marco Reifenscheidt, der heute 39 wird. Glückwunsch!

Eisbachtal: Kremer, Jost, Kleinmann, Brühl, Reitz (63. Muharemi), Tautz, Duchscherer (79. Hesse), Tuchscherer, Jung, Stahlhofen (69. Quandel), Jonas Hannappel – Koblenz: Paucken, Meinert (77. Schupp), von der Bracke, Schulte-Wissermann, Richter, Stahl, Porca, Hadzic, Jion, Waldminghaus (57. Knop), Szymczak – SR: Schneider (Bad Neuenahr-Ahrweiler) –Tore: 1:0 Robin Stahlhofen (47.), 2:0 Alen Muharemi (84.) – Zuschauer: 350 (ausverkauft).

Kreisoberliga Limburg-Weilburg

In der Fußball-Kreisoberliga Limburg-Weilburg hat der TuS Dietkirchen am Mittwochabend bei der SG Merenberg für einen Paukenschlag und ein halbes Dutzend Tore gesorgt.

SG Merenberg – TuS Dietkirchen 2 0:6 (0:3). Welch ein Auftritt der TuS-Hessenliga-Reserve. Die Mannschaft von Patrick Schmitt spielte die SGM förmlich schwindlig. Die konsternierten Oberlahner kamen in keiner Phase des Spiels zum Luftholen und fingen sich einen Gegentreffer nach dem anderen ein.  mor

Merenberg: Limburger, Dübel, Elenschläger, Orendi, Dannewitz, Simon, Schlotgauer, Schmidt, Pinocy, Eigenbrodt, Hoffmann (Buchmann, Gras, Schmidt, Müller) – Dietkirchen: Gotthardt, Schröder, Lengwenus, Nennstiel, Voss, Schäfer, da Fonseca da Silva, Mink, P. Schmitt, Groß, Cakir (Scherer, L. Zuckrigl, Thaler, L. Schmitt) – Tore: Julius Groß (3), Nico Voss, Noel Scherer, Manuel Thaler.


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