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Eisbachtal: In einer Woche geht‘s zurück in die Zukunft

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Keineswegs Trübsal herrscht bei den Eisbachtaler Sportfreunden nach 23 Punkten in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Nord. Maximilian Hannappel, Moritz Hannappel und Marvin Kleinmann (von links) sorgen immer wieder für Glücksmomente. 
Keineswegs Trübsal herrscht bei den Eisbachtaler Sportfreunden nach 23 Punkten in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Nord. Maximilian Hannappel, Moritz Hannappel und Marvin Kleinmann (von links) sorgen immer wieder für Glücksmomente.  © Andreas Egenolf

Noch eine Woche haben die Sportfreunde Eisbachtal Zeit, um sich auf den Re-Start in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar vorzubereiten. Dann steht das erste der beiden Nachholspiele in der Nordstaffel am nächsten Samstag, 26. Februar, um 16 Uhr zu Hause gegen den TSV Emmelshausen an.

Insgesamt lief die Vorbereitung der Westerwälder bisher sehr durchwachsen: Verletzungen und Corona-Infektionen sorgten dafür, dass das Trainerteam Marco Reifenscheidt und Paul Lauer kaum einmal aus dem Vollen zu schöpfen vermochte. Nahezu keiner der zahlreichen Langzeitverletzten fand den Weg auf den Platz zurück. Lediglich Torwart Niklas Kremer und Kapitän Max Olbrich standen in der Vorbereitung nach zum Teil mehrmonatiger fußballerischer Abstinenz zuletzt wieder auf dem Spielfeld.

Nur vier von acht geplanten Testspielen

Zur eher bescheidenen Saisonvorbereitung der „Eisbären“ kommt die mangelnde Wettkampfpraxis: Eigentlich sollten es insgesamt acht Testspiele sein, in denen sich die Westerwälder ihre Spielpraxis für die beiden Nachholspiele gegen den TSV Emmelshausen und Alemannia Waldalgesheim holen wollten. Inklusive der Partie gegen Karbach wurden es schließlich nur vier. Von einer optimalen Vorbereitung auf die „Mission Klassenerhalt“ können die „Eisbären“ also nicht sprechen, doch es besteht die Restchance, dass sie mit zwei Siegen noch den Sprung in die Mitte März beginnende Aufstiegsrunde der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar schaffen können - wenn direkte Konkurrenten wie Koblenz, Mülheim-Kärlich oder die Reserve des 1. FC Kaiserslautern zeitgleich Federn lassen.

Dass es die Sportfreunde Eisbachtal in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar letztlich nicht mehr in eigener Hand haben, ob sie in den Play-offs oder den Play-downs landen, haben sie sich teilweise selbst zuzuschreiben. Bevor coronabedingt Ende 2021 die beiden letzten Partien ausgefallen waren, hatten sie binnen einer Woche ihre hervorragende Ausgangsposition verspielt.

Unter den Strich gerutscht

Mit drei teilweise mehr als unglücklichen Niederlagen gegen die TuS Koblenz (1:2), den FV Engers (1:2) und die SG 2000 Mülheim-Kärlich (1:3) sind die Sportfreunde vom selbst erkämpften Aufstiegsrundenplatz unter den Strich gerutscht. Auf der anderen Seite sind die bisher 23 Punkte keineswegs eine Ausbeute, für die sich die Westerwälder verstecken müssen. Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren, in denen die Sportfreunde bis zum jeweils coronabedingten Saisonabbruch sang- und klanglos fast schon abgeschlagen am unteren Tabellenende lagen, haben die Eisbachtaler in der laufenden Runde eine bemerkenswerte Wende hingelegt. Mit dafür gesorgt haben einige Verstärkungen, die merklich zur Verbesserung des Kaders beigetragen haben: Die Rückkehr von Pascal Heene von der SG Rennerod/Irmtraut/Seck zu seiner „alten Liebe“ nach Nentershausen, bescherte den Eisbachtalern einen wichtigen, lautstarken und torgefährlichen Routinier. Ebenfalls profitierten die Sportfreunde von der Rückkehr von Maximilian Hannappel, der mit bisher acht Treffern prompt zum besten Torschützen der Westerwälder avancierte. Nach mehr als zwei Jahren Verletzungspause kehrte außerdem Kapitän Max Olbrich zurück, der im Mittelfeld für wichtige Impulse sorgte.

Eingeschlagen haben darüber hinaus auch fünf der sechs aus der eigenen U19 aufgerückten Talente. Luka Tom Schumacher, Luis Hesse, Jonah Arnolds, Tom Trabusch und Johannes Moog entwickelten sich sogar zu Leistungsträgern. Zudem blieben wichtige, aber auch ansonsten immer wieder verletzungsanfällige Spieler wie Julius Duchscherer und Moritz Hannappel lange Zeit von Blessuren verschont und konnten so aktiv mithelfen, das Eisbachtaler Punktekonto zu füllen.

Dass es letztlich nicht sogar mehr als die bis dato 23 Punkte waren, war unter anderem der Verletztenmisere der Eisbachtaler geschuldet. Eigentliche Stammspieler wie Lars Hendrik Jung, Andreas Hundhammer, Johannes Moog oder zuletzt Tom Trabusch fallen oder fielen mit langwierigen Verletzungen monatelang aus.

Nicht zuletzt deswegen hat der Westerwälder Oberligist in der Winterpause noch einmal nachgelegt und sich nach dem Abgang des ebenfalls langzeitverletzten Luca Krugel zum FC Dorndorf mit dem Japaner Takuya Kakui und dem Nordmazedonier Shuip Hismani verstärkt. ANDREAS EGENOLF

Oberliga RLP/Saar Nord

1. SV Eintr. Trier 20 14 4 2 53:17 46

2. FC Karbach 20 11 3 6 44:28 36

3. Waldalgesheim 20 11 3 6 36:28 36

4. FV Engers 07 20 10 4 6 31:25 34

5. SV Gonsenheim 19 8 5 6 32:23 29

6. TuS Koblenz 20 7 5 8 29:29 26

7. Mülheim-Kärlich 20 7 5 8 27:31 26

8. 1. FC Kaisersl. 2 20 7 5 8 30:37 26

9. SF Eisbachtal 20 5 8 7 38:38 23

10. FSV Salmrohr 20 6 1 13 28:55 19

11. Hassia Bingen 19 4 4 11 21:32 16

12. Emmelshausen 20 4 3 13 15:41 15

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