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Der aktuelle Oberliga-Kader der Eisbachtaler Sportfreunde. Hinten, von links: Julius Duchscherer, Max Olbrich, Marvin Kleinmann, Lukas Tuchscherer, Masaya Omotezako-Wieland, Gabriel Jost, Lukas Reitz, Jonas Hannappel, Christian Gehdt; Mitte, von links: Manfred Heinsch (Betreuer), Marco Kettner (Betreuer), Christopher Schmidt (Stadionsprecher), Sascha Schneider (Teammanager), Altin Vrella, Lars Hendrik Jung, David Quandel, Andreas Hundhammer, Marco Reifenscheidt (Trainer), Paul Lauer (Co-Trainer), Tino Rauch (Torwarttrainer), Clara Hannappel (Physiotherapeutin), Aileen Petri (Physiotherapeutin); vorne, von links: Gabriel Leber, Julian Hannappel, Robin Stahlhofen, Niklas Kremer, Leon Schmitt, Marc Tautz, Moritz Hannappel und Tommy Brühl.

Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar-Nord

Eisbachtal: Man kennt sich gut

Für die Eisbachtaler Sportfreunde beginnt die neue Saison mit der alten: Am Samstag, 15. August, tritt das Team von Marco Reifenscheidt zum Fußball-Rheinlandpokal-Halbfinale beim FV Engers an. Wir stellen das neue Team vor.

VON ANDREAS EGENOLFTabellenplatz 18, 14 Punkte und dann kam Corona: Für die Eisbachtaler Sportfreunde in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar hatte die weltweite Pandemie zumindest etwas Gutes gebracht, denn die „Eisbären“ dürfen sich für ein weiteres Jahr in der fünfthöchsten deutschen Liga beweisen. Der Kader hat sich im Vergleich zur nicht wirklich gelungen Vorsaison nur wenig verändert.
„Ich habe überhaupt keine Bedenken, mit der Mannschaft in die Saison zu gehen“, stellt sich Trainer Marco Reifenscheidt hinter sein Team, dem es vor allen Dingen an erfahrenen Oberliga-Spielern mangelt: „Wir müssen einfach über die komplette Mannschaft kommen und Erfolgserlebnisse sammeln.“ Reifenscheidt begreift die geringe Personalfluktuation auch als Chance: „Die Spieler kennen sich alle untereinander, und ich denke, die Neuen wurden sehr gut aufgenommen.“
Es sei eine Vorbereitung mit Licht und Schatten gewesen, so der Trainer, „aber wir wissen, woran wir noch arbeiten müssen.“ Eisbachtals Trainer ist trotz der Corona-Einschränkungen in der Vorbereitung, die in Rheinland-Pfalz beispielsweise nur insgesamt 15 Mann auf dem Spielberichtsbogen erlauben, insgesamt zufrieden.
Drei Neuzugänge haben die Sportfreunde verpflichtet. „Christian ist ein sehr guter, talentierter Spieler, der körperlich alle Dinge mitbringt, die man als Fußballer braucht“, lobt Reifenscheidt beispielsweise Christian Gehdt, der aus der A-Jugend zum Oberliga-Team gestoßen ist. Der junge Offensivmann fehlt allerdings den „Eisbären“ auf unbestimmte Zeit. Ein Außenmeniskusriss im linken Knie in der Vorbereitung zwingt ihn zunächst zum Zuschauen. Alles andere als eine Zuschauerrolle könnte Lars Hendrik Jung nach der Eingewöhnung zukommen. Der groß gewachsene Defensivmann, der von Bezirksligist SG Hoher Westerwald zu seinem Jugendverein zurückgekehrt ist, war ein Wunschkandidat von Marco Reifenscheidt. „Er hat eine absolute Innenverteidigerstatur. Die wünscht man sich als Trainer“, schwärmt der A-Schein-Inhaber. Sein robustes Zweikampfverhalten sieht der Coach als zusätzlichen Pluspunkt. Doch Lars Hendrik Jung muss nach einer langen Kreuzbandriss-Verletzungspause noch zu alter Form zurückfinden und sich unter anderem an das höhere Tempo gewöhnen.
Im Tor soll Leon Schmitt den Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten anheizen und Stammkeeper Niklas Kremer fordern. Auf einen rollierenden Torwartwechsel, wie es ihn zu Beginn der Vorsaison gegeben hatte, will Reifenscheidt diesmal verzichten. „Leon ist ein sehr fleißiger und unaufgeregter Junge, der sich nicht viel gefallen lässt. Er macht von Woche zu Woche Fortschritte“, lobt der „Eisbären“-Trainer den Neuzugang vom SV Hundsangen.
Moritz Hannappel, der bereits in der Winterpause nach Nentershausen zurückgekehrt ist, aber erst in der Sommervorbereitung so richtig ins Mannschaftstraining hatte einsteigen können, sieht Marco Reifenscheidt daher auch als Neuzugang, der eine echte Verstärkung sein kann – wenn er sein altes Fitnesslevel wieder erreicht und seine Erfahrung einbringt. „Dann ist er eine absolute Waffe für uns.“ Generell wird Hannappel wie auch den weiteren Offensivkräften um David Quandel, Lukas Reitz, Robin Stahlhofen & Co. eine besondere Rolle zukommen, denn sie müssen den schmerzlichen Abgang von Torjäger Steffen Meuer zur Reserve von Fortuna Düsseldorf kompensieren. „Wir werden Steffen nicht eins zu eins ersetzen können, aber wir haben genügend Potenzial, um diesen Abgang gemeinsam abfangen zu können“, sagt der Trainer.
Generell wünscht sich der Eisbachtal-Coach, dass in der zweigeteilten Oberliga sein Team möglichst viele Punkte holt, um am Ende der ersten Staffel vielleicht sogar Platz fünf oder sechs der aus zwölf Teams bestehenden Nord-Staffel zu erreichen, um in die Aufstiegsrunde einzuziehen und mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben.

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