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Masaya Omotezako (links) und seine Eisbachtaler taten sich gegen die Morbacher um Jonas Tarik Ercen (rechts) zwar schwer, doch die Gastgeber entschieden das Spitzenspiel mit ihrer eiskalten Chancenverwertung für sich.

Fußball-Rheinlandliga

Eisbachtal auf dem Weg in die Oberliga?

Die Eisbachtaler Sportfreunde haben es geschafft: Die Mannschaft von Trainer Marco Reifenscheidt gewann das Spitzenspiel der Fußball-Rheinlandliga gegen den zuvor punktgleichen SV Morbach mit 4:0 (2:0) und grüßt mit drei Punkten Vorsprung von der Tabellenspitze.

„Heute hat die cleverere Mannschaft gewonnen und nicht vielleicht das Team, das aus meiner Sicht in den meisten Punkten besser war“, fasste es der enttäuschte Morbacher Trainer Thorsten Haubst zusammen. In der Tat: Der SVM, unterstützt vom dutzendfach mitgereisten Anhang, war von Beginn an wacher, störte früh, womit die Westerwälder so ihre liebe Müh’ und Not hatten. „Morbach war gerade in der Offensive stark“, zollte Marco Reifenscheidt dem Gegner Respekt. „Sie haben nur ihre Chancen einfach nicht genutzt.“ So ließen die Morbacher durch Max Heckler per Kopf (3.) und Marius Botiseriu (4.) gleich zwei „Hundertprozentige“ liegen. Die Eisbachtaler machten es bei der ersten sich bietenden Gelegenheit prompt besser: Lukas Reitz, später verletzt ausgewechselt, schnappte sich im Mittelfeld den Ball, schaute kurz hoch und schlenzte den Ball aus 25 Metern über den etwas zu weit vor dem Tor stehenden Keeper Yannick Görgen (6.). Und auch die zweite ernsthafte Chance landete im SV-Kasten. Eine „Eisbären“-Ecke segelte an Mann und Maus vorbei zum langen Pfosten, wo Robin Stahlhofen das Ding in die Maschen knallte (24.). Die Hunsrücker kamen ihrerseits zwar immer wieder gefährlich vors Eisbachtaler Gehäuse, doch entweder bekamen die Hausherren im letzten Moment noch ein Bein dazwischen oder der entscheidende letzte Pass erreichte die SVM-Offensivleute nicht.

In Halbzeit zwei stabilisierten sich die personell angeschlagenen Sportfreunde, bei denen Paul Lauer nach langer Leidenszeit sein Kurzdebüt feierte, zusehends und schlugen wieder zu, als SFE-Torjäger Steffen Meuer Yannick Görgen zum vorentscheidenden 3:0 tunnelte (49.). Morbach hätte noch einmal rankommen können, doch es fehlte das nötige Glück, das die Eisbachtaler gepachtet zu haben schienen. So fand beim vierten SFE-Treffer ein Gewaltschuss von Maximilian Hannappel aus 25 Metern den Weg erst über den Pfosten ins Tor (69.).

Marco Reifenscheidt war die Art und Weise, wie der Sieg am Ende zustande kam, egal: „Es ist jetzt auch mal an der Zeit, dass wir Punkte einfahren und uns nicht über schönen Fußball freuen, der keine Punkte bringt.“ Auch der SVM-Coach Thorsten Haubst wollte den Eisbachtaler Sieg nicht als Vorentscheidung im Titelkampf bezeichnen: „Für beide ist noch alles drin. Es wird bis zum Ende spannend bleiben.“ Einziger Wermutstropfen für die „Eisbären“ in den entscheidenden Spielen: Verteidiger Marvin Kleinmann wird wohl mindestens ein Spiel fehlen. In der Nachspielzeit sprang dem Oberradener der Ball unglücklich an die Hand. Schiedsrichter Michel Lehmann wertete dies als Verhinderung einer klaren Torchance und zückte Rot.  sfe

Eisbachtal: Erbse – Omotezako, Olbrich (80. Lauer), Kleinmann, Ju. Hannappel – Nakai, Ernet – Reitz (37. Leber), Meuer, Stahlhofen (73. Parisi), M. Hannappel – Morbach: Görgen – J. Weber (87. Zurgeihsel), Haubst, Hoffmann, Kaut (59. Schultheis) – Kerzan – Schell, Weber – Botiseriu (77. Servatius), Heckler, Ercan – SR: Lehmann (Hahnstätten) – Zuschauer: 400 –Tore: 1:0 Lukas Reitz (6.), 2:0 Robin Stahlhofen (24.), 3:0 Steffen Meuer (49.), 4:0 Maximilian Hannappel (69.) – Rot: Marvin Kleinmann (E./90./Handspiel zur Verhinderung eine Torchance).

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