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Der zur Halbzeit eingewechselte Taiyo Ushiyama bereitete per Flanke den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich seiner "Eisbären" in Pfeddersheim vor.

Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

Eisbachtal-Serie geht in Pfeddersheim in die Binsen

Es hat die Eisbachtaler Sportfreunde in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar wieder erwischt: Nach zuletzt vier Siegen in Liga und Pokal in Serie unterlag die Reifenscheidt-Elf bei der TSG Pfeddersheim mit 2:4 (1:1).

Die „Eisbären“ waren vom Anpfiff an zunächst das präsentere Team und gingen mit der ersten Torchance prompt in Front: Nach einem Konter spielte Steffen Meuer den Ball in die Schnittstelle der Pfeddersheimer Hintermannschaft, wo Lukas Reitz im richtigen Moment startete und zum 1:0 einschob (5.). „Wir haben am Anfang genau das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wollten sie unter Druck setzten, weil wir wussten, dass Pfeddersheim viel hinten rumspielt“, sagte Eisbachtals Trainer Marco Reifenscheidt nach dem Schlusspfiff. 

Allerdings hätte die Eisbachtaler Führung beinahe nur wenige Minuten Bestand gehabt, doch SFE-Keeper Niklas Kremer riskierte gegen den heranstürmenden Shuntaro Kawabe Kopf und Kragen, um dem Japaner den Ball abzuluchsen (7.). Nach 28 Minuten ist der Schlussmann der Westerwälder dann allerdings machtlos: Nachdem ein abgefälschter Fernschuss von Shuntaro Kawabe noch wenige Zentimeter neben dem Eisbären-Tor einschlug, köpfte TSG-Defensivmann Christopher Ludwig den anschließenden Eckball zum 1:1-Ausgleich ein. 

Die „Eisbären“ ließen sich hiernach immer mehr von den Gastgebern den Schneid abkaufen und hatten nach 33 Minuten Glück, dass Niklas Kremer im direkten Duell gegen den nimmermüden Kawabe gleich zweimal stark parierte. Dann beinahe doch die erneute Sportfreunde-Führung: Ein abgefälschter Schuss von Lukas Reitz landet im Fünfer vor den Füßen von Steffen Meuer, der allerdings zu stark bedrängt wird, um den Ball aufs Tor zu bringen (37.). Ein letzter Freistoß der Gastgeber, aus 35 Metern der knapp am Toreck vorbeisegelte (41.), beschloss die erste Halbzeit. 

Der Rückschlag folgte dann für die Eisbachtaler aber prompt nach der Halbzeit: Pfeddersheims Nils Anhölcher brachte seine Elf nach einer Minute in Führung. Die „Eisbären“ ließen hiernach allerdings nicht die Köpfe hängen und kamen zum Ausgleich, als Steffen Meuer eine maßgenaue Flanke des eingewechselten Taiyo Ushiyama einköpfte (49.). Die Partie wurde hiernach munterer, wobei Pfeddersheim mehr von der Begegnung hatte und immer wieder gefährlich vor das Sportfreunde-Tor kam. So musste Niklas Kremer nach einem von Marcell Öhler getretenen Freistoß einen TSG-Kopfball aus dem Gewühl heraus parieren (53.). 

Die endgültige Wende zugunsten der Gastgeber brachte dann TSG-Trainer Daniel Wilde mit der Einwechslung von Sebastian Kaster. Nach 68 Minuten agierte zunächst SFE-Defensivmann Marvin Kleinmann im Strafraum gegen den eingewechselten Pfeddersheimer zu zaghaft, dessen Querpass am langen Pfosten Shuntaro Kawabe ins Netz zur erneuten TSG-Führung knallte. Als dann die Eisbachtaler in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne warfen, profitierte Kaster nach einem langen Ball von einem Ausrutscher Niklas Kremers beim Klärungsversuch, so dass der Pfeddersheimer Stürmer nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte (90.+1). 

Den Eisbachtalern hatte es zuvor an wirklich zwingenden Aktionen und Zug zum Tor der Gastgeber gefehlt. Bei der besten Gelegenheit zum möglichen 3:3 (88.) hatten die Westerwälder Pech, dass nach einer scharf geschossenen Ecke von rechts gleich mehrere „Eisbären“-Spieler im Strafraum das Tor um Zentimeter verpassten. „Wenn wir da das 3:3 machen, muss sich der Gegner nicht beschweren. Auf der anderen Seite hat Niklas in der zweiten Halbzeit auch noch ein paar gute Bälle rausgeholt“, erklärte Marco Reifenscheidt nach dem Schlusspfiff, um gleich in die Fehleranalyse einzusteigen: „Der Gegner war gut, aber wir haben auch einfach zu viel zugelassen. Wir müssen uns da ganz klar steigern.“  sfe

Eisbachtal: Kremer, Jost, Kleinmann, Hundhammer, Julian Hannappel (46. Ushiyama), Tautz (70. Brühl), Nakai, Jonas Hannappel, Reitz (78. Leber), Stahlhofen, Meuer – SR: Marx (Merchweiler) – Zuschauer: 150 – Tore: 0:1 Lukas Reitz (5.), 1:1 Christopher Ludwig (28.), 2:1 Nils Anhölcher (46.), 2:2 Steffen Meuer (49.), 3:2 Shuntaro Kawabe (68.), 4:2 Sebastian Kaster (90.+1).

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