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Nachdenkliche und niedergeschlagene Blicke bei den Eisbachtalern (von links) Gabriel Jost, Robin Stahlhofen und Marvin Kleinmann nach der verdienten 0:4-Heimniederlage gegen Völklingen.

Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

Eisbachtal am Tiefpunkt

Die Eisbachtaler Sportfreunde sind in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar endgültig im Abstiegskampf angekommen: Nach der bisher schlechtesten Saisonleistung beim 0:4 (0:1) gegen den SV Röchling Völklingen rutschen die Westerwälder auf den drittletzten Platz ab. Es war die vierte Niederlage in Serie.

Zu wenig Laufbereitschaft, dutzende Fehlpässe und fehlender Wille, die Partie noch einmal rumzureißen – die deutliche Heimniederlage der „Eisbären“ in der Fußball-Oberliga gegen Völklingen hatte verschiedene Gründe. In den ersten zehn Minuten hatten die Sportfreunde das Sagen, während die Saarländer tief standen. „Wir waren für meine Begriffe zehn Minuten gut im Spiel. In der Phase, in der wir den Ball gut haben laufenlassen und ein paar Lücken gefunden haben, können wir trotzdem nicht den letzten Pass vorne ins Zentrum bringen“, erklärte ein enttäuschter SFE-Trainer Marco Reifenscheidt nach dem Spiel. 

Wie es besser geht, bewies dann Röchling. Mit schnörkellosen Kombinationen sowie sicherem Passspiel kam Völklingen immer wieder gefährlich vors Tor. Einen Fernschuss von Marius Schley (6.) und einen gefährlichen Freistoß von Nico Zimmermann (13.) entschärfte Torwart Niklas Kremer allerdings sicher. Nach rund einer halben Stunde war aber auch der Eisbachtaler Zerberus machtlos: Nach einem Ballverlust von Tommy Brühl schaltete Völklingen blitzschnell um, so dass Kevin Saks plötzlich komplett frei vor Kremer auftauchte und unter Mithilfe des Pfostens zur nicht unverdienten Führung traf (31.). Die „Eisbären“ mühten sich zwar, doch vor dem SVR-Tor blieben die Aktionen einfach zu harmlos. Völklingens Torwart Benjamin Sorg musste nur selten eingreifen. So etwas wie Gefahr vor seinem Kasten entstand (33.), als Robin Stahlhofen vom Strafraum eine Kopfballablage von Steffen Meuer wenige Meter über die Querlatte setzte. 

Nach der Halbzeit wollten sich die Eisbachtaler nochmals aufbäumen und gegen die drohende Niederlage stemmen, doch bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff war dieses Vorhaben Makulatur: Nach einem Völklinger Angriff über die rechte Seite segelte die Flanke an Freund und Feind vorbei an den langen Pfosten, wo Fabian Scheffer gegen den Lauf von Niklas Kremer nur einzunetzen brauchte (47.). Bei den Westerwäldern gingen nach dem erneuten Rückschlag die Köpfe endgültig runter, und nur wenige Spieler versuchten, mit Einsatzwille doch noch zum Torerfolg zu kommen. Das gelang allerdings im Verlauf der kompletten 90 Minuten nicht, denn Eisbachtal blieb ohne eine klare Torchance. Bei Völklingen sorgte unterdessen Außenverteidiger Julian Kern mit einem Doppelpack (63., 65.) für strahlende Gesichter.

„Es war schon wichtig, dass wir uns unsere Rückreise angenehm gestalten. Besser kann man es sich bei diesem Ergebnis natürlich nicht vorstellen“, freute sich Röchling-Coach Justin-Maurice Erhardt. „Vier Tore tun natürlich weh“, befand unterdessen ein frustrierter Eisbachtal-Trainer Marco Reifenscheidt. „Was ich heute bei meiner Mannschaft vermisst habe, dass ist die Überwindung des Schweinehunds. Wir hatten in der ersten Halbzeit nur ein Tempo.“  sfe

Eisbachtal: Kremer – Leber, Hundhammer, Kleinmann, Jost – Brühl, Tautz, Nakai (59. Manchev), Meuer – Reitz (56. Jonas Hannappel), Stahlhofen (69. Quandel) – Völklingen: Sorg – Erhardt, Baizidi, Birster, Kern – Scheffer (72. Mourchid), Dimitrijevic (83. Kempf), Schley, Steiner – Zimmermann (78. Wollbold), Saks – Zuschauer: 300 – SR: Kaufmann (Nierstein) – Tore: 0:1 Kevin Saks (31.), 0:2 Fabian Scheffer (47.), 0:3 (63.), 0:4 (65.) beide Julian Kern.

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