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Mit zwei direkt verwandelten Freistößen hatten Eito Nakai (links) und Lukas Reitz (rechts) – hier auf dem Weg zu Trainer Marco Reifenscheidt – großen Anteil am 7:1-Kantersieg ihrer Eisbachtaler.

Fußball-Rheinlandliga

"Eisbären" erklimmen die Spitze

In wahrer Torlaune präsentierte sich Fußball-Rheinlandligist Sportfreunde Eisbachtal gegen den abstiegsbedrohten TuS Oberwinter: Die Reifenscheidt-Elf schickte die Rheinländer mit 7:1 (5:0) nach Hause und übernahm aufgrund des deutlich besseren Torverhältnisses die Tabellenführung vom SV Morbach, der nur zu einem 1:1 bei Schlusslicht SG Hochwald-Zerf kam.

Garant für diesen Sieg gegen Oberwinter waren auf Eisbären-Seite vor allen Dingen starke Standards. Gleich viermal schlugen die Westerwälder nach ruhenden Bällen zu und ließen Oberwinters stärkstem Mann, Torwart Thomas Jungbluth, keine Abwehrchance. Den Torreigen eröffnete Andreas Hundhammer, der eine von Steffen Meuer getretene Ecke mutterseelenallein im Fünfer einköpfen durfte (10.). Zuvor hatten die Sportfreunde jedoch Glück gehabt, denn Thomas Enke, der im Rücken der Heimabwehr plötzlich freistehend aufgetaucht war, fand seinen Meister im Eins-gegen-Eins in Daniel Erbse (5.). Nach rund einer halben Stunde zogen die „Eisbären“ dem TuS den Zahn: Robin Stahlhofen verwertete einen Pass von Max Hannappel eiskalt (27.), ehe sich Steffen Meuer ebenfalls in die Torjägerliste eintrug (28.). Mit einem aus 25 Meter perfekt in den Winkel getretenen Freistoß legte Lukas Reitz nach (33.), ehe Sekunden vor der Halbzeit Robin Stahlhofen eine an den langen Pfosten verlängerte Meuer-Ecke zum 5:0 einnickte. 

„Wenn man in der Halbzeit 5:0 führt, dann hat man ziemlich viel richtig gemacht. Der Gegner wollte Fußballspielen. Wir haben es bestraft, indem wir aggressiv vorne draufgegangen sind und die Fehler ausgenutzt haben“, sagte Eisbachtals Trainer Marco Reifenscheidt. Nach der Pause leisteten sich die Eisbachtaler dann allerdings eine kurze Schwächephase, die Oberwinter prompt in Person des durchgetankten Defensivmanns Rene Ebersbach zum Ehrentreffer nutzte (48.), was Reifenscheidt sichtlich missfiel: „Das war zu fahrlässig von uns.“ 

Hiernach berappelten sich die Sportfreunde allerdings wieder und stellte mit einem Freistoßtor der Marke „Schlitzohr“ des stark aufspielenden Neuzugangs Eito Nakai den alten Abstand wieder her (53.). Den Schlusspunkt zum 7:1 setzte Steffen Meuer, der das Runde aus drei Metern in die Maschen donnerte, während Oberwinters Zerberus Thomas Jungbluth augenscheinlich mit einem Querpass gerechnet hatte (70.).

 „Im Großen und Ganzen haben wir fußballerisch gut dagegengehalten“, befand TuS-Trainer Deniz Öztürk nach dem Schlusspfiff. 

Eisbachtal: Erbse – Omotezako, Hundhammer (61. Heibel), Kleinmann, J. Hannappel (76. Dietz) – M. Hannappel, Ernet, Nakai, Meuer – Reitz, Stahlhofen (70. Hasegawa) – Oberwinter: Jungbluth – Münch, Ebersbach, Nuhn, Koll – Groß, Jaber (83. Beya-Kafunda), Müller (57. Palm), Halfen (69. Manneh) – Klein, Enke – SR: Mustafa (Wiesbaden) – Zuschauer: 180 – Tore: 1:0 Andreas Hundhammer (10.), 2:0 Robin Stahlhofen (27.), 3:0 Steffen Meuer (28.), 4:0 Lukas Reitz (33.), 5:0 Robin Stahlhofen (45.), 5:1 Rene Ebersbach (48.), 6:1 Eito Nakai (53.), 7:1 Steffen Meuer (69.).

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