+
Eisbachtals Julian Hannappel (links) und Hadamars Dennis Winter (rechts) lieferten sich im Viertelfinale des Hachenburger Pils-Cups zwar intensive Zweikämpfe.

Hachenburger Pils-Cup

"Eisbären" auf Rang drei

Nachdem sich seit 2016 mit Hessenligist SV Rot-Weiß Hadamar (2016, 2018) und Rheinlandligist Sportfreunde Eisbachtal (2017) jeweils ein Team aus dem NNP-Land den Titel beim traditionsreichen Hachenburger Pils-Cup gesichert hatte, brach die Serie bei der jüngsten Auflage.

Dabei wäre es in der frisch sanierten Rundsporthalle in Hachenburg beinahe wieder passiert: Die „Eisbären“ scheiterten äußerst knapp erst im Halbfinale und sicherten sich mit 4:1 noch Platz drei im Neunmeterschießen gegen den überraschend stark aufspielenden A-Ligisten SG Grenzbachtal. 

Zuvor hatten die vier Vertreter aus dem NNP-Land, der SV Rot-Weiß Hadamar, die Sportfreunde Eisbachtal, der TuS Dietkirchen und die SG Hundsangen/Obererbach ihre jeweiligen Vorrundengruppen größtenteils mit Bravour gemeistert. Lediglich die Kombinierten vom Hundsänger „Buch“ quittierten gegen den späteren Turnierzweiten, Rheinlandligist SG Malberg, eine 1:3-Niederlage. Doch sechs Punkte reichten noch zum Einzug in die Zwischenrunde. 

Die übrigen drei Teams aus dem Nassauer Land schafften jeweils mit sieben Zählern den Sprung in die nächsten Runde, wo dann allerdings für den TuS Dietkirchen und die SG Hundsangen bereits Endstation war. Für den von Thorsten Wörsdörfer trainierten Verbandsligisten reichte es in einer Gruppe mit der SG Ellingen, der SG Malberg und dem SC Union Berod-Wahlrod nur zu einem knappen 4:3-Sieg gegen Berod-Wahlrod.

In der entscheidenden Partie gegen Ellingen ging Dietkirchen gezwungenermaßen volles Risiko, um vielleicht doch noch für ein Weiterkommen zu sorgen, doch der Bezirksligist nutzte kleine TuS-Fehler gnadenlos aus und gewann mit 4:2. 

Die SG Hundsangen/Obererbach machte es besser: In der abschließenden Zwischenrunden-Begegnung gegen die SG Müschenbach/Hachenburg gewann die Elf von Trainer Thomas Arzbach mit 4:1, was nach dem 3:2-Erfolg zuvor gegen die SG Hoher Westerwald Niederroßbach sechs Punkte bedeutete. Das Problem: Die Hundsänger hatten ihre Auftaktbegegnung gegen den stark aufspielenden A-Ligisten SG Alsdorf unerwartet hoch 1:5 verloren, wodurch es aufgrund des Torverhältnisses nicht für eine Viertelfinalteilnahme als einer der drei besten Gruppenzweiten reichte. 

Von dieser Regelung musste überraschenderweise Hessenligist SV Rot-Weiß Hadamar Gebrauch machen. Die Fürstenstädter verloren nach Siegen gegen Bezirksligist VfB Wissen (1:0) – unter der Regie von Ex-Hadamar-Trainer Walter Reitz – und C-Ligist SG Atzelgift/Nister (6:0), die letzte Vorrundenbegegnung überraschend deutlich gegen Bezirksligist TuS Montabaur mit 0:3 und landeten damit nur auf Platz zwei. 

Deutlich besser machten es die Sportfreunde Eisbachtal, die ihre drei Zwischenrunden-Partien gegen die A-Ligisten SG Grenzbachtal (3:2), SG Gebhardshainer Land (1:0) und SG Kirburg/Hof (4:2) gewannen, so dass es bereits im Viertelfinale zum Duell der beiden letzten Vertreter aus dem NNP-Land kam. Die Eisbachtaler gingen hier gegen Hadamar zunächst durch Marc Tautz in Führung, doch ausgerechnet Rot-Weiß-Keeper Leon Hasselbach sorgte mit einem platzierten Gewaltschuss für den nicht unverdienten Ausgleich. 

Der Hessenligist hatte, wie die Eisbachtaler, weitere gute Tormöglichkeiten, doch Robin Rohr im „Eisbären“-Kasten hielt mit vielen sehenswerten Paraden seine Sportfreunde im Spiel. Eine davon sollte Hadamar besonders wehtun: Da in der regulären Spielzeit kein Sieger ermittelt werden konnte, musste das Neunmeterschießen für die Entscheidung herhalten. Während alle Eisbachtaler Schützen trafen, scheiterte Oliver Pandov an Robin Rohr, und der Rheinlandligist zog mit 6:4 nach Neunmeterschießen ins Halbfinale gegen Ligakonkurrent SG Neitersen/Altenkirchen ein. 

Hier musste das Team von Trainer Marco Reifenscheidt prompt wieder vom Punkt antreten, denn nach zwölf Minuten stand es 2:2. Maximilian Hannappel als fliegender Torwart und Robin Stahlhofen hatten jeweils Führungstreffer von Neitersen egalisiert. Während gegen Hadamar die Eisbachtaler Schützen noch sicher verwandelt hatten, zeigten dieses Mal Marc Tautz und Yuuki Hasegawa vom Punkt Nerven und scheiterten am stark reagierenden SG-Keeper Constantin Redel. Die Kombinierten aus Neitersen und Altenkirchen verschossen unterdessen nur einmal, so dass sie mit 6:5 gewannen, ins Finale einzogen und sich dort im Derby gegen die SG Malberg mit 7:6 – erneut vom Neunmeterpunkt – den Titel sicherten.

 Für die Eisbachtaler blieb unterdessen neben dem 3. Platz auch noch der Titel des besten Spielers des Turniers: Kapitän Max Olbrich wurde dieser Preis von einer Trainerjury verliehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare