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Nicht unterkriegen lassen will sich Andrej Bires (re.) mit den Roten Teufeln weder heute gegen Deggendorf noch am Sonntag in Bietigheim.

Eishockey

Bad Nauheims Trainer Christof Kreutzer warnt vor dem Tabellenletzten Deggendorf

Ein Kontrastprogramm wartet an diesem Wochenende auf die Roten Teufel: Heute kommt das Schlusslicht, am Sonntag geht's zum Meister.

Ein trainings- und spielfreier Dienstag. Das ist selten während der Saison. Christof Kreutzer hat den Profis des EC Bad Nauheim in dieser Woche einen zusätzlichen freien Tag gegönnt. „Das ist kein Zeichen von Stillstand oder Zufriedenheit, sondern einfach nötig, um nach dem Programm der letzten Tage den Kopf frei zu haben und die mentale Frische zurückzugewinnen“, sagt der Coach des Eishockey-Zweitligisten. Heute Abend (19.30 Uhr) geht’s für die Roten Teufel weiter – gegen Schlusslicht Deggendorfer SC. Am Sonntag (17.00) sind die Roten Teufel bei Meister Bietigheim Steelers zu Gast.

Der Status quo: Nicolas Geitner steht heute wieder im Aufgebot. Somit stehen den Roten Teufeln sechs Verteidiger zur Verfügung. Zudem hat Stürmer Stefan Reiter von Kooperationspartner Düsseldorf am Donnerstag mit den Hessen trainiert. Fünf Spiele hat er bislang für Bad Nauheim bestritten. 20 Hauptrunden-Einsätze sind für eine Playoff-/Playdown-Spielberechtigung nötig. Bei nur noch 17 ausstehenden Spielen wird’s eng.

Der Livingston-Abschied: Mittwochmorgen hat sich James Livingston verabschiedet. In der Geschäftsstelle. In der Kabine. Emotional war’s gewesen. Die Fans bedauern seinen Abschied. Er war mit seiner offenen Art ein Sympathieträger. Über die sozialen Netzwerke verabschiedete er sich von den Anhängern. „Ich möchte allen danken, die Bad Nauheim für meine Familie und mich zu einem besonderen Ort gemacht haben. Ich wünsche allen viel Erfolg und Freude. Jetzt ist’s aber auch Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen“, postete er.

Deggendorf – fehlende Konstanz: Der Aufsteiger hat in Bietigheim gewonnen und in Ravensburg gepunktet. Das hatte man in Niederbayern gar nicht auf der Rechnung. Auf der anderen Seite gab’s Niederlagen wie gegen Crimmitschau (nach mehrfacher Führung) oder eben das 1:6 in Freiburg letzten Freitag. Im Anschluss wurde Trainer John Sicinski von seinen Aufgaben entbunden. Otto Keresztes und Neville Rauert feierten gegen schwache Bayreuth Tigers einen erfolgreichen Einstand an der Bande. Der Rückstand auf einen Pre-Playoff-Rang beträgt neun Punkte. Zumindest das Heimrecht in den Playdowns (vier Zähler Rückstand) sollte das Ziel sein. Fehlen werden heute Andrew Schembri (zweitbester Torschütze), Andreas Gawlik und Christoph Kiefersauer. Mit den zuletzt fehlenden Jason Bacashihua, Andy Roach und Christoph Gawlik (alle DEL-erfahren) ist wieder zu rechnen. Auffällig: die Schwäche in Über- und Unterzahl. In beiden Kategorien steht Deggendorf am Tabellenende. Die bisherigen beiden Spiele hat Bad Nauheim mit 5:2 gewonnen.

Bietigheim – Meister mit Fehlstart ins neue Jahr: Ein Punkt gegen Crimmitschau, ein Punkt in Heilbronn, dazu die Spielabsage gegen Bad Tölz. Der Meister wartet noch auf das erste Erfolgserlebnis 2019. Auffällig: Keine andere Top-sechs-Mannschaft hat mehr Gegentore kassiert. „Wir sind in der eigenen Zone zu passiv, lassen zu viel Raum“, sagt Trainer Hugo Boisvert. Der Saisonvergleich mit Bad Nauheim ist bislang ausgeglichen.

Trainer Christof Kreutzer: „Man darf sich von unserer Serie und der Tabellenposition von Deggendorf nicht irritieren lassen. Das ist kein Selbstläufer. Die Jungs müssen weiter hungrig sein, um sich das Erarbeitete nicht leichtfertig selbst zu zerstören. Und wenn ich unser Auftreten in den letzten Spielen sehe, habe ich keinen Zweifel, dass die Einstellung stimmt.“

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