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Tor gegen Deggendorf: Was für Dustin Sylvester (rechts) da noch klappte, gelang gestern in Bietigheim nicht.

Eishockey

Rote Teufel Bad Nauheim gehen nach langer Zeit erstmals wieder ganz leer aus

Kein Punkt, kein Tor – für die Fans der badestädtischen Cracks ging gestern eine beeindruckende Erfolgsserie zu Ende.

Eine Niederlage. Ein inzwischen schon ungewohntes Gefühl. Der EC Bad Nauheim unterlag am gestrigen Sonntag bei den Bietigheim Steelers mit 0:3 (0:1, 0:0, 0:2) und ist nach einer Serie von neun Siegen und einer Niederlage nach Penaltyschießen aus den letzten zehn Begegnungen erstmals wieder gänzlich leer ausgegangen. Zum zweiten Mal erst überhaupt in der laufenden Saison in der Deutschen Eishockey-Liga 2 sind die Hessen, die vor 2495 Zuschauern in der EgeTrans-Arena beim Meister eine sehr ordentliche, aber offensiv eben glücklose Vorstellung boten, sogar gänzlich ohne Torerfolg geblieben.

„Wir hatten unsere Möglichkeiten, waren diesmal aber nicht so ganz zwingend, wie wir das hätten sein müssen. Die Leistung war gut, aber für eine Mannschaft von der Qualität Bietigheims eben nicht gut genug“, sagt Christof Kreutzer, der Trainer der Roten Teufel, nach einem ausgeglichenen, von der Abwehrarbeit bestimmten Spiel mit nur 16 Torschüssen beim Sieger und 24 Schüssen bei den Gästen. Hugo Boisvert, der Steelers-Coach, resümierte: „Unsere Defensive hat sehr gut gearbeitet. Das Zweikampfverhalten hat gestimmt. Im zweiten Abschnitt hatten wir kurz das Momentum verloren. Wichtig zu erkennen war, dass wir auch ohne ein funktionierendes Powerplay unsere Tore erzielen konnten.“

Ein Tor war einfach unglücklich

Bad Nauheim konnte – gerade angesichts der Erfahrungen und des Selbstvertrauens aus den letzten Wochen – im Grunde genommen bis zuletzt auf einen Treffer, einen Punktgewinn hoffen. Die Gäste standen gut in der eigenen Zone und konnten gegen die so offensivstarken Steelers deren klare Möglichkeiten auf ein Mindestmaß reduzieren und hatten bis zur ersten Pause vielleicht sogar die besseren Chancen. Schließlich aber hatten die Hausherren bei ihrem Führungstreffer eben jenes Quäntchen Glück, das den Roten Teufeln diesmal fehlte. Ein Schuss von Norman Hauner prallte von Torwart Felix Bick gegen das Schienbein von Verteidiger Denis Shevyrin und von dort ins Tor (29.). Das war einfach unglücklich.

Rote Teufel haben mehrere Unterzahl-Situationen gemeistert

Die folgenden zehn Minuten gehörten dann den Hessen, die zu diesem Zeitpunkt schon drei Unterzahl-Situationen gegen das zweiteffektivste Powerplay-Team der Liga ganz souverän überstanden hatte. Max Brandl, Dennis Reimer, Stefan Reiter und Dustin Sylvester vergaben allesamt in dieser Phase die wirklich guten Chancen, scheiterten am sehr starken Ilja Sharipov, der sich lange Zeit quasi ein Fernduell mit Bick lieferte.

Zwölf Minuten vor dem Ende sanken die Aktien der Wetterauer noch einmal. Matt McKnight, der DEL2-Topscorer, nutzte ein Break über die rechte Seite und erhöhte auf 2:0 für die Steelers, die sich in den folgenden Minuten einzig darauf konzentrierten, diesen Vorsprung zu verwalten, in der eigenen Zone kompakt zu stehen. Rund drei Minuten vor dem Ende nahm Bad Nauheim den Torwart vom Eis, schnupperte zwar am Anschluss, kassierte letztlich aber den Treffer zum Endstand. Torschütze war erneut Hauner.

EC Bad Nauheim: Bick – Dalhuisen, Stiefenhofer, Ketter, Shevyrin, Slaton, Geitner – Krestan, Dustin Sylvester, Bires, Cody Sylvester, Hamill, Kahle, Brandl, Hadraschek, Reimer, Ratmann, Reiter. – Tore: 1:0 (25.) Hauner (Goc, Cabana), 2:0 (49.) McKnight (Preibisch, Sommerfeld), 3:0 (60.) Hauner (Weller, Cabana – Empty Net)- Schiedsrichter: Nausrt/Nöller. – Strafminuten: Bietigheim 4, Bad Nauheim 6 plus zehn Minuten (Bires) – Zuschauer: 2495.

Am Freitag hatten die Roten Teufel in einer einseitigen Partie Schlusslicht Deggendorfer SC mit 5:1 (2:0, 2:0, 1:1) besiegt. Vor 2253 Zuschauern trafen Dennis Reimer (3.), Zach Hamill (16.), Max Hadraschek (22.), Dustin Sylvester (40.) und Stefan Reiter (60.) für die Badestädter. Deggendorfs 4:1 (47.) hatte Brittain besorgt.

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