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Eiskalte Hadamarer verpassen den Fernwaldern Frostbeulen

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Foul oder nicht Foul? Die Fahne des Assistenten ist unten. Der Fernwalder Kevin Göbel (links) gerät im Duell mit Jann Bangert (Hadamar, rechts) ins Straucheln.
Foul oder nicht Foul? Die Fahne des Assistenten ist unten. Der Fernwalder Kevin Göbel (links) gerät im Duell mit Jann Bangert (Hadamar, rechts) ins Straucheln. © Patrick Jahn

Am 1. Spieltag der Fußball-Hessenliga-Aufstiegsrunde hat der SV Rot-Weiß Hadamar trotz durchwachsener erster Halbzeit mit 4:0 gegen den FSV Fernwald gewonnen und einen Einstand nach Maß gefeiert.

SV Rot-Weiß Hadamar – FSV Fernwald 4:0 (1:0). Ein großer Unterschied zu den letzten Spielen in 2021 war von der ersten Sekunde an zu erkennen: Hadamar wirkte mannschaftlich geschlossen, willensstark und funktionierte auch kommunikativ als Team. Entsprechend dominant verliefen die Anfangsminuten, in denen einige Flanken durch den FSV-Strafraum flogen und auch gute Chancen heraussprangen. Bei einem Rückpass von der Grundlinie Jason Schäfers fand sich noch kein Abnehmer (5.), dann setzte Jann Bangert seinen Heber nach tollem Pass von Luca Teller am Tor vorbei (9.).
Fernwald wirkte zu Beginn nervös, befreite sich aber allmählich und wusste auch spielerisch zu gefallen. Prompt wurde es gefährlich: Nach Flanke von Lucas Burger verfiel das Rot-Weiß-Kollektiv in kurzzeitigen Tiefschlaf, und Erdinc Solak versemmelte völlig freistehend über den Torwinkel (15.). Zwar hatten auch die Hadamarer immer wieder gute Aktionen, der FSV wirkte aber im ersten Durchgang gefährlicher. So auch in Minute 20, als Tim Richter nach einer Hofmann-Hereingabe zum Kopfball kam, Christopher Strauch mit den Fingerspitzen aber noch zur Ecke klärte.
Die offensive Ausrichtung der Fürstenstädter hatte zur Folge, dass immer mal wieder Probleme im Umschaltverhalten auftraten. Und doch war es die Kühne-Elf, die jubeln durfte: Der umtriebige Marco Koch luchste Mica Hendrich die Kugel ab, marschierte ins Eins-gegen-Eins mit Keeper Mithat Sahin und behielt die Nerven – 1:0 (29.). Die Gießener zeigten sich nicht geschockt und arbeiteten am Ausgleich, der spätestens zur Pause auch verdient gewesen wäre. Zunächst parierte Christopher Strauch gegen Tim Richter stark (43.), dann klatschte ein 25-Meter-Schuss von Johannes Hofmann an den Innenpfosten.
Viel besser und psychologisch wertvoller als es dem SVH gelang, konnte man nicht in den zweiten Akkord starten: Marco Kochs Ecke köpfte Marian Dillmann unbedrängt zum 2:0 ein (49.) – für den FSV zum Haareraufen. Rot-Weiß stellte auf 4-2-3-1 um und ließ die Kontrahenten nicht mehr zur Entfaltung kommen. Für Fernwald war es ein gebrauchter Tag, vor allem in puncto Spielglück. Nach einem vermeintlichen Foul von Iddris Sedy an Lucas Burger reklamierten die Gäste vergebens Strafstoß (53.), und auch danach hatte die vielbeinige Defensive des SVH immer wieder das letzte Wort.
Auch die letzten offensiven Versuche der Truppe von Coach Daniyel Bulut verpufften, so dass Hadamar die letzten Sequenzen gehörten. Marco Kochs Alleingang bedeutete das 3:0 (86.), und nur Sekunden später nickte der eingewechselte Niklas Kern eine maßgenaue Flanke von Jason Schäfer zum 4:0-Endstand ein (87.). Eine derartige Abreibung hatte der FSV Fernwald zweifelsohne nicht verdient, aber auch das dürfte den rundum zufriedenen Fürstenstädtern letztlich egal gewesen sein.
Stefan Kühne resümierte: „In der ersten Halbzeit kamen wir mit der Mittelfeld-Raute des Gegners nicht klar und hätten durchaus auch 1:3 hinten liegen können. Mit den Umstellungen im zweiten Durchgang waren wir aber besser im Spiel und hatten mehr Zugriff. Natürlich hat uns das frühe 2:0 in die Karten gespielt. Ich habe den Jungs eingeimpft, dass wir als Team auftreten müssen. Und genau das haben sie auch gezeigt.“ PATRICK JAHN
Hadamar: Strauch, Paul, Dimter, Teller (73. Kern), Sedy, Schäfer, Monteiro-Carvalho (60. Burggraf, 85. Kittel), Dillmann, Bangert, Neugebauer, Koch – Fernwald: Sahin, Burger (69. Freese), Goncalves, Solak, Richter (62. Strack), Sesay, Mukasa (78. Dervishi), Hendrich, Hofmann, Grönke, Göbel – SR: Hager (Ginsheim) – Tore: 1:0 Marco Koch (29.), 2:0 Marian Dillmann (49.), 3:0 Marco Koch (86.), 4:0 Niklas Kern (87.) – Zuschauer: 180.

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