TG Groß-Karbens Volleyballdamen

Elsner sieht enorme Fortschritte

Souverän entscheiden die „Schmetterlinge“ von Trainer André Elsner das erste Spiel des Jahres für sich. Als es im vierten Satz noch einmal kritisch wird, nimmt vor allem eine Spielerin das Heft in die Hand.

Die weite Anreise in den eiskalten hohen hessischen Norden (182 Kilometer) hat sich für die Volleyballdamen der TG Groß-Karben gelohnt. In Fuldabrück setzten sich die Schützlinge von Trainer André Elsner in der Regionalliga Südwest bei Tabellenschlusslicht FSV Bergshausen in etwas mehr als 90 Minuten mit 3:1 (25:13, 25:18, 21:25, 25:19) durch – und entführten damit drei wichtige Punkte. Mit nunmehr 14 Zählern halten die TG-Damen Anschluss ans Tabellenmittelfeld und haben sich zugleich von den beiden Schlusslichtern TG Bad Soden II sowie FSV Bergshausen abgesetzt.

Erst direkt vor Spielbeginn entschied sich, wer auf Karbener Seite überhaupt spielen konnte. Johanna Angerstein meldete sich kurzfristig doch fit, Maren Dümeland konnte indes nur punktuell eingesetzt werden. Bergshausen hingegen stellte einen kompletten Zwölferkader und hatte noch drei weitere Spielerinnen auf der Tribüne.

Trotzdem fanden die Karbenerinnen nach frühem 0:3-Rückstand ins Spiel. Nun schlug Kathrin Christ auf – schon bald stand es 6:3. Die Mannschaft schien die Vorgabe ihres Trainers, der sich einen klaren Sieg gewünscht hatte, offenbar verinnerlicht zu haben. Einmal in Führung kam die TG richtig in Schwung. Elsner: „Eine gute Annahme ermöglichte das Einsetzen alle Angriffsoptionen, und ein gutes Aufschlagsspiel machte die Arbeit für Block und Abwehr einfacher als im Hinspiel.“ Die Gäste erarbeiteten sich einen komfortablen Vorsprung und ließen ihn sich auch nicht mehr nehmen: Nach nur 17 Minuten hatten die TG-Mädels den Satz mit 25:13 eingetütet.

Ähnlicher Ablauf im zweiten Satz (25:18). Nach zähem Beginn brachten gute Aufschläge und viele gute Aktionen von Veronika Mikulová die Karbenerinnen auf Touren. Zum Satzende stabilisierte Maren Dümeland Annahme und Abwehr, wodurch den guten Aufschlägen des FSV der Wind aus den Segeln genommen wurde.

Im dritten Durchgang sah es jedoch anders aus. Nun vermisste André Elsner „in jedem Spielelement die klare Lösung, die konsequent und mutig umgesetzt wurde. Das Aufschlagsspiel wurde ungefährlicher. Besonders im Angriff fehlte jetzt der nötige Druck, um gegen den abwehrstarken Gegner zu punkten.“ Bergshausen kämpfte sich ins Spiel zurück, ging früh in Führung und entschied den Satz mit 25:21 für sich. Nur noch 1:2.

Der kleine Rückschlag war allerdings schnell wieder verdaut. Anja Päsel startete mit sehr guten Aufschlägen in den vierten Satz, und Bergshausen konnte kaum noch druckvoll angreifen. Flugs stand es 8:0 für die TG. Das beflügelte natürlich. Elsner: „Zur Satzmitte konnte der Gegner durch gute Aufschläge und starken Block auf vier Punkte verkürzen. Maren Dümeland kam aber genau dann wieder mit ihren Stärken ins Spiel, und so ging der Satz am Ende noch deutlich an uns.“ 25:19, damit 3:1 und drei Punkte zum Rückrundenstart.

Der TG-Trainer analysierte: „Nachdem einige meine Spielerinnen fast drei Wochen nicht trainiert haben und erneut kurzfristige Ausfälle dazukamen, kam dieses sehr wichtige Spiel eigentlich zur falschen Zeit. Die Leistung der Mädels war angesichts dieser Ausgangssituation sehr gut.“ Besonders die Eigenfehlerquote im Angriff und das wenig druckvolle Aufschlagsspiel waren im Hinspiel die größten Problemzonen. Hier konnte man enorme Fortschritte sehen.

Mit der Leistung von Fuldabrück im Rücken kann die Turngemeinde dem nächsten Spiel optimistisch entgegensehen, auch wenn der Gegner am Sonntag, 15. Januar, in der heimischen Großsporthalle der Kurt-Schumacher-Schule TSV Stadecken-Elsheim heißt. Die Mannschaft aus Rheinland-Pfalz galt vor der Saison für viele Trainer als Titelfavorit, konnte diese Erwartung aber bislang kaum erfüllen.

TG Groß-Karben: Julia Hinterthür, Veronika Mikulová, Stephanie Ley, Johanna Angerstein, Kathrin Christ, Esra Bodenstaff, Maren Dümeland, Anja Päsel, Alina Schack, Heike Müller. gg

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