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Ausgelassen bejubelt das Team der TuS Hornau die Meisterschaft in der Kreisoberliga.

Fußball

Endlich wieder Gruppenligist

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Nach einem vergeblichen Anlauf im Vorjahr hat die Mannschaft der TuS Hornau dieses Mal in der Fußball-Kreisoberliga die Meisterschaft erringen können.

Das Team von Trainer Andreas Schreier sicherte sich bereits vier Spieltage vor dem Saisonende den Titel und steigt damit in die Gruppenliga auf. Dies war für den Verein zuvor im Jahr 2000 schon einmal der Fall gewesen. Nach nur einem Jahr der Zugehörigkeit ging es jedoch schon wieder nach unten, was eine etwas schwierige Zeit für die Hornauer Fußballer nach sich zog.

Doch in den letzten Jahren ging es wieder stetig aufwärts. Eine gute Jugendarbeit unter der Leitung von Christa Klöckner führte dazu, dass die B-Junioren als Gemeinschaft mit der SG Kelkheim seit einigen Jahren in der Hessenliga spielten und die A-Junioren einen Spitzenplatz in der Verbandsliga einnehmen.

Der inzwischen 27-jährige Sascha Kiefer ist schon seit frühester Jugend dabei. „Wir kennen uns fast alle schon über Jahre hinweg und hatten stets einen starken Zusammenhalt. Unser großer Wille führte vor allem dazu, dass wir in dieser Saison etliche knappe Spiele in der Endphase noch gewinnen konnten“, äußert sich der Abwehrspieler, der auch immer mal Treffer zum Erfolg beiträgt. „Mein wichtigstes Tor war wohl das gegen Bad Soden, wodurch die Meisterschaft perfekt wurde. Insgesamt war das sehr verdient für uns, wir sind mit dem Druck bestens zurecht gekommen“, führt Kiefer weiter aus.

Andreas Schreier war erst vor der Runde nach Hornau gekommen. Aus familiären Gründen macht er aber nicht weiter, er übernimmt das Training bei den B-Junioren von Germania Schwanheim, wo sein Sohn spielt. „Mein Team hat spielerisch fast immer überzeugen können. Zudem war die Fitness bestens, daher hatten wir oft den längeren Atem. Hinzu kommt, dass sich die Spieler stets ihre eigenen Gedanken über ihre Spielweise machten, das hat auch geholfen“, sagt der Trainer, der bei allen gut ankam und daher mit einem leicht weinenden Auge scheidet. Vielleicht hat seine Aufforderung

„Gallama“

auch ihren Teil dazu beigetragen. Dieses Wort bedeutet weitläufig übersetzt „mehr Tempo“. „Das hat er uns oftmals zum Ende seiner Halbzeitansprache zugerufen, es hat offensichtlich gewirkt“, erklärt Sascha Kiefer. Die Mannschaft dankte es Andreas Schreier mit

„Gallama“

auf den Meisterschafts-T-Shirts.

Über die gesamte Saison hinweg kassierte die TuS Hornau nur vier Niederlagen. In der Winterpause waren Devante Burnett und Jens Krämer aus Eddersheim sowie Marco Colojevic von Tempo Frankfurt hinzugekommen, die sich als absolute Verstärkungen erwiesen. Ohne größere Verletzungen kam Trainer Schreier mit 18 Stammspielern aus. Kapitän Frank Brinnel (24), Gerrit Niederschlag (23) und der junge Louis Schloo (17) erzielten die meisten Treffer. Noah Thalheimer machte mit dem hundertsten Treffer am letzten Spieltag die Punktlandung perfekt.

Der Sportliche Leiter Thomas Gresser und Markus Becker vom Vorstand haben für Schreier mit Michael Drogi einen neuen Trainer gewinnen können, der über großes Fachwissen und durch seine Tätigkeit beim VfB Unterliederbach über etliche Jahre Erfahrung in der Gruppenliga verfügt. Der Kern der Mannschaft bleibt erhalten, aus der Jugend kommen wieder einige Talente hinzu, mit einigen Neuzugängen laufen die Gespräche. „Auch wenn es bei wieder fünf oder gar sechs Absteigern dort für uns schwer werden wird, bin ich doch zuversichtlich, dass wir uns dieses Mal in der Gruppenliga etablieren können. Ich traue den jungen Spielern durchaus eine weitere Steigerung zu. Es ist eine eingeschworene Truppe, daher könnte das dann am Ende reichen“, gibt sich der langjährige Spielausschuss-Vorsitzende Klaus Jack recht optimistisch.

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