Ihnen steht die Niedergeschlagenheit nach dem 0:3 ins Gesicht geschrieben (v. l.): Melanie Auz, Marta Dambrowska und Anke Limmer (HTG).
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Ihnen steht die Niedergeschlagenheit nach dem 0:3 ins Gesicht geschrieben (v. l.): Melanie Auz, Marta Dambrowska und Anke Limmer (HTG).

Volleyball-Regionalliga Südwest, Damen

Enttäuschung ist riesengroß

Drei Sätze entschieden das gestrige Relegationsmatch in Bad Homburg. Im Lager des Siegers fällt die Freude allerdings nur gedämpft aus.

Von Konstantin Piotrowski

Am Ende war die Enttäuschung den Spielerinnen und Trainer Roger Tschenett deutlich anzumerken. Die Volleyballdamen der HTG Bad Homburg (Dritter der Oberliga Hessen) haben ihre Aufstiegschance vertan. Im vorsorglichen Relegationsspiel zur Regionalliga Südwest gab es im heimischen Feri-Sportpark gegen den SV Steinwenden, Vize der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, in nur 60 Minuten ein 0:3 (20:25, 18:25, 21:25).

Dabei hatte die HTG den besseren Start, dominierte sogar den größten Teil des ersten Satzes und trieb den Gegner vor sich her. Zwischenzeitlich lag Bad Homburg mit 15:7 vorne, aber beim Stand von 19:16 Satz kippte das Spiel. „Wir waren dran, im ersten Satz müssen wir das Ding zumachen“, bilanziert Trainer Tschenett. Nach einem harmlosen Rettungsschlag Steinwendens segelte der Ball in die Mitte der HTG-Hälfte – und schlug unberührt auf. Wenig später war der Satz perdu (20:25). Das hinterließ Spuren: Im zweiten Satz wirkten die Gastgeberinnen anfangs total von der Rolle. In kürzester Zeit hieß es 1:10. Wo war der Weckruf?

Als Initialzündung, die den Satz zumindest nicht als Debakel enden ließ, diente der Kampf um den Punkt zum 10:22. Sechs Mal schmetterten beide Seiten den Ball hin und her – am Ende geht der Punkt an die Heimmannschaft. Daraufhin gelang Marta Dabrowska per Netzroller sogar noch ein Ass, doch der Satz ging am Ende mit 18:25 zum 0:2 ebenfalls verloren.

„Wir haben bei weitem nicht das gebracht, was wir eigentlich können“, war sich Roger Tschenett bewusst. Im dritten und letzten Satz der Partie war seine HTG wieder da. Bis zum 17:18 verlief der Durchgang als

Kopf-an-Kopf-Rennen

. „In den entscheidenden Phasen haben aber immer wir dumme Fehler gemacht“, so Tschenett.

Steinwenden drehte auf, die HTG ließ nach, und so standen die Gäste um 17.13 Uhr nach zwei abgewehrten Matchbällen nach Angabefehler von Christine Doll als Sieger fest und dürfen weiter auf den Aufstieg hoffen. Hoffen, weil immer noch nicht klar ist, ob und welches höherklassige Team eventuell zurückzieht und dadurch Platz für einen weiteren Aufsteiger macht. Für Bad Homburg ist die Saison dagegen gelaufen. „Im Moment ist die Enttäuschung natürlich riesengroß“, so Roger Tschenett.

HTG: Auz, Bernius, Beyrich, Dabrowska, Doll, Köppe, Limmer, Moosbrugger, Scholl.

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