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Jan Immel würde gerne auch wieder einmal in der Fremde jubeln.

Handball-Landesliga

TSG Eppstein und HSG Goldstein/Schwanheim wollen auswärts siegen

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Nach ihren beiden Heimspielen gehen die Handball-Landesligisten aus dem hiesigen Kreis zum Abschluss der Hinrunde in der Staffel Mitte wieder auf Reisen.

„Es wäre tatsächlich angebracht, dass wir jetzt auch mal auswärts etwas mitnehmen und nachlegen“, meint Jan Immel mit Blick auf das Samstagabend-Spiel seines Herren-Teams bei der HSG Wettenberg II.

Die TSG Eppstein besiegte zuletzt Lang-Göns mit 31:30 und steht auf einem starken, fünften Platz. Nur einen von sieben Saisonsiegen (32:29-Saisonstart in Oberursel) fuhren Immels Schützlinge aber in der Fremde ein. „In der heimischen Halle fühlt man sich eben wohler. Die Abläufe sind bekannter und das liegt den Jungs eben besser“, versucht der Erfolgscoach die Auswärtsschwäche zu erklären. Bei Schlusslicht Wettenberg II möchte er aber alle Hebel in Bewegung setzen, damit sich seine Mannschaft auch in der Halle der Grundschule-Launsbach wohl fühlt. Mit einem Sieg in der Fremde könnte Eppstein nicht nur die eigene, komfortable Lage noch komfortabler machen.

Es geht indirekt auch um Schützenhilfe für den zweiten Main-Taunus-Verein. Die HSG Goldstein/Schwanheim schwebt nach dem bitteren 26:28 zu Hause gegen den direkten Konkurrenten Griedel mehr denn je in Abstiegsgefahr. „Wir waren dem Druck das Heimspiel gewinnen zu müssen, nicht gewachsen“, stellt Abdel Bel Hassani klar. Der Trainer des Drittletzten hofft nun im Auswärtsspiel beim Tabellenneunten, TG Kastel auf einen gegenteiligen Effekt. „Vielleicht tut es uns jetzt gut, dass wir am Samstag (18.30 Uhr) nicht unbedingt siegen müssen beziehungsweise das niemand von uns erwartet.“ Diese These klingt mit Blick auf die Tabellensituation und die bisherige Auswärts-Bilanz des Aufsteigers gewagt. Griedel und Heuchelheim haben auf den ersten Nicht-Abstiegsplätzen zwei Pluspunkte mehr auf der Habenseite und drohen noch vor der Winterpause davonzuziehen. In den letzten beiden Partien des Jahres, jetzt in Kastel und kommende Woche bei TSF Heuchelheim, sind die Goldstein/Schwanheimer also sehr wohl gefordert. Und das obwohl sie in den bisherigen fünf Auswärtsspielen in Lollar, Eppstein, Petterweil, Breckenheim und Linden keinen einzigen Punkt holten. „Wir müssen vor allem unsere Chancen im Angriff konsequenter nutzen“, meint Bel Hassani mit Blick auf Kastel. Nur so haben die Gäste realistische Chancen auf die ersten Punkte in Fremde. Mit einem Erfolgserlebnis könnte das Bel Hassani-Team in die Erfolgsspur kommen – so wie die TSG Eppstein.

Diese kann dem Liga-Neuling als Vorbild dienen. In der Vorsaison brachte der damalige Aufsteiger Eppstein sein Potenzial auch noch zu selten auf die Platte und schwebte lange in Abstiegsgefahr. Immel und seine Schützlinge fingen sich aber rechtzeitig und zählen nun zu den positiven Überraschungen ihrer zweiten Landesliga-Saison. „Ich glaube schon, dass das auch in uns steckt. Wir müssen nur schauen, dass wir – vor allem mental – nicht in diese komplette Negativspirale reinkommen“, schließt Bel Hassani seine Ausführungen. Dazu täten die ersten Auswärtspunkte der Saison am 13. und letzten Spieltag der Hinrunde gut…..

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