Blieb beim Eschborner Erfolg in Karlsruhe ohne Satzverlust: Silvia Ambrosio. FOTO: marcel lorenz
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Blieb beim Eschborner Erfolg in Karlsruhe ohne Satzverlust: Silvia Ambrosio.

Tennis, Damen

8:1-Erfolg hilft Eschborn ungemein

  • VonAlexander Wolf
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Der Regionalliga-Aufsteiger kommt in Karlsruhe seinem Ziel näher

Eschborn -Durch den zweiten Sieg im dritten Spiel kamen die Regionalliga-Spielerinnen von Tennis 65 Eschborn dem Klassenverbleib in der Südwest-Staffel einen großen Schritt näher. Beim 8:1 in Karlsruhe profitierten sie auch von einem Ausfall beim Gegner, der sich nicht von einem Spielervermittler erpressen lassen wollte.

"Als wir in Karlsruhe ankamen und sahen, dass der Gegner nur zu fünft da war, hatten wir ein Einzel und ein Doppel kampflos gewonnen", erklärte Archibald Pflug die für Regionalliga-Verhältnisse außergewöhnliche Situation. Eschborns Trainer deutete an, dass die ukrainische Nummer eins, Marianna Zakarlyuk nicht für Post Südstadt Karlsruhe antrat, weil deren Berater mehr Geld für einen Einsatz gefordert hatte und die Südstädter darauf nicht eingegangen waren. So reiste die Nummer 406 der WTA-Rangliste nicht an und verschaffte den Gästen so einen Vorteil.

In der ersten Einzelrunde taten Silvia Ambrosio mit ihrem 6:2, 6:2-Sieg gegen Karlsruhes Nummer zwei Maja Jekauc und Jil Engelmann gegen Nina Lalovic auch sportlich alles für einen verdienten Sieg. Als wäre die Causa Zakarlyuk nicht kurios genug, hatte auch Jil Engelmann eine besondere Situation zu lösen. Ihr Vierer-Einzel hatte sie mit einem 6:0-Sieg im ersten Satz perfekt begonnen, lag dann in Durchgang zwei 0:3 hinten und kam auf 4:5 heran. "Dann kam der große Regen, und Jil musste zweieinhalb Stunden warten, bis sie in der Halle wieder ran durfte", berichtete Archibald Pflug von den geringen Hallen-Kapazitäten in Karlsruhe und Engelmanns schlussendlichem 7:6-Erfolg im Tiebreak. Auf den zwei Indoor-Plätzen hatten zuvor Sarah Gronert und Fabienne Gettwart die zweite Einzelrunde schon begonnen. Neuzugang Gronert schaffte im Spitzenspiel gegen die Tschechin Aneta Laboutkova ihren ersten Einzelsieg, musste beim 7:5, 2:6 und 13:11 aber wieder hart kämpfen. "Sarah hatte bei 9:7 im Champions-Tiebreak schon zwei Matchbälle, vergab sie und musste bei 9:10 einen von der Gegnerin abwehren. Am Ende hat sie es aber gepackt", lobte Pflug seinen neuen Schützling. Auch die übrigen beiden Einzel gingen an Eschborn, sodass beim 6:0 alles klar war. Klar war auch, dass die Karlsruher Gastgeberinnen ein Doppel stark stellen würden. Tatsächlich fügten Laboutkova und Jekauc dem Tennis 65-Erfolgsduo Gronert/Engelmann die erste Niederlage zu - 6:7, 6:3, 9:11. Mehr als der Ehrenpunkt war für Karlsruhe aber nicht drin, weil Ambrosio mit Gettwart beim 6:4, 7:5 zu nervenstark für Leder/Lalovic waren. "Wir rechnen mit bis zu drei Absteigern und sind trotzdem guter Dinge, dass wir schon zu Hause gegen Heidelberg den Klassenerhalt klarmachen können", meinte Pflug nach dem höchsten Saisonsieg. Weiter geht es am Samstag gegen Schlusslicht TSG Heidelberg und am Sonntag beim TC Ludwigshafen II.

Ergebnisse Einzel: Aneta Laboutkova - Sarah Gronert 5:7, 6:2, 11:13; Maja Jekauc - Silvia Ambrosio 2:6, 2:6; Jana Leder - Fabienne Gettwart 4:6, 6:2, 6:10; Nina Lalovic - Jil Engelmann 0:6, 6:7; Emily Raidt - Carolin Nonnenmacher 2:6, 1:6; sechstes Einzel kampflos an Eschborn. Doppel: Laboutkova/Jekauc - Gronert/Engelmann 7:6, 3:6, 9:11; Leder/Lalovic - Ambrosio/Gettwart 4:6, 5:7; drittes Doppel kpfl. an Eschborn . Außerdem spielten: TSG Heidelberg - SSC Karlsruhe 4:5, TC Bernhausen - TV Reutlingen 7:2, TC Leonberg - TC Ludwigshafen II 3:6. Tabelle: 1 TC Bernhausen 6:0 Punkte/21:6 Matchpunkte, 2. TC Leonberg 4:2/17:10/38:23, 3. TC Ludwigshafen II 4:2/16:11/35:25 Sätze, 4. Tennis 65 Eschborn 4:2/16:11/34:26, 5. TV Reutlingen 2:4/12:15, 6. SSC Karlsruhe 2:4/11:16, 7. Post Südstadt Karlsruhe 2:4/9:18, 8. TSG Heidelberg 0:6/6:21. awo

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