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Packende Angelegenheit: Samurai Markus Seifert (links) im letzten Kampf des Abends und in der Ersten Liga gegen Vinzenz Dotzler.

Judo

Mit erhobenem Haupt

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Das Abenteuer Bundesliga ist für Samurai Offenbach seit dem frühen Samstagabend erst mal vorbei. Immerhin, das ist ein schwacher Trost, das Team steigt nicht als Tabellenletzter in die Zweitklassigkeit ab.

Am Ende ging der Lärmpegel in der Bürgeler Sportfabrik noch einmal in die Höhe. Zunächst verkürzte Lorenz Fuchs mit Waza-ari auf 5:6, kurz darauf stellte David Tsokouris im Eilverfahren wieder den Anschluss her (6:7). Und im letzten Kampf der Saison 2018 rettete Talent Markus Seifert dem JC Samurai Offenbach gegen den TV Erlangen noch ein Unentschieden. Als sich die Emotionen wieder geglättet hatten, sagte Francesco Liotta, Cheftrainer und Vorsitzender des Judo-Clubs: „Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir abgestiegen sind. Aber wir konnten erhobenen Hauptes aus der Halle gehen.“

Da das JT Heidelberg/Mannheim seinen Kampf gegen den KSV Esslingen verlor, gaben die Offenbacher die Rote Laterne noch an die Kurpfälzer ab. Den Schwaben half indes auch der 14:0-Erfolg nicht weiter, denn dem TSV Großhadern reichte ein Unentschieden gegen den JC Leipzig, um als Zweiter der Südstaffel nach Spitzenreiter TSV Abensberg ebenfalls ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen.

Aus dem Norden schaffte neben dem ungeschlagenen Titelverteidiger Hamburger JT noch das Judoteam aus dem niedersächsischen Holle den Sprung in die Knock-out-Phase.

Für Offenbach fing der finale Kampftag mit Misstönen. Salim Kasabaki drehte ein. Laut Liotta habe Kamil Grabowski erfolgreich gekontert, doch die Kampfrichter entschieden auf zweiten Waza-ari für den Erlangener. Nach knappen Niederlagen von Brian-Miles Smith und Felix Herbst lag Samurai schon 0:3 zurück, ehe bis zur Pause auf 3:4 verkürzt werden konnte.

Als dann Grabowski in seinem zweiten Kampf mit Kasabaki „kurzen Prozess“ machte, wie Liotta betonte, war erstmals der Gleichstand hergestellt. Die heiße Phase war eingeläutet, die schließlich mit einem leistungsgerechten Unentschieden endete.

Die Kämpfe, erster Durchgang, über 100 kg: Grabowski – Kasabaki 0:10 (1:00). – bis 60 kg: Smith – Röder 0:7 (6:44). – bis 100 kg: Herbst – Hollmann 0:7 (4:00). – bis 73 kg: Gleim – Tokhirov 10:0 (3:41). – bis 66 kg: Puzik – Himmelspach 0:10 (1:22). – bis 81 kg: Tsokouris – Werner 10:0 (1:18). – bis 90 kg: Seifert – Schneider 7:0 (4:00).

Zweiter Durchgang, über 100 kg: Grabowski – Kasabaki 10:0 (1:40). – bis 60 kg: Smith – Röder 0:10 (5:42). – bis 100 kg: Gerber – Hollmann 0:10 (2:43). – bis 73 kg: Fuchs – Bauhofer 7:0 (4:14). – bis 66 kg: nicht besetzt (0:10). – bis 81 kg: Tsokouris – Ilschner 10:0 (0:53). – bis 90 kg: Seifert – Dotzler 10:0 (0:38).

(fri)

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