Stark durchgesetzt: Franziska Feick kommt im Testspiel gegen Leverkusen zum Abschluss, während Lena Thoß (rechts) vorsichtshalber den Weg nach hinten antritt. FOTO: heinen (rscp)
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Stark durchgesetzt: Franziska Feick kommt im Testspiel gegen Leverkusen zum Abschluss, während Lena Thoß (rechts) vorsichtshalber den Weg nach hinten antritt.

Erst am Ende geht die Luft aus

  • Volker Hofbur
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HANDBALL Eddersheimer Damen halten gegen Bundesligist Leverkusen gut mit

Eddersheim -Am Ende waren alle zufrieden. Die Eddersheimer Drittliga-Handballerinnen hatten lange Zeit gegen Bundesligist Bayer Leverkusen gut mitgehalten, erstmals seit langer Zeit einmal wieder vor immerhin 120 Zuschauern gespielt und bei der 19:30 (9:14)-Niederlage eine achtbare Leistung gezeigt. Trainer Tobias Fischer war Zeuge eines "richtig schönen Events" und lobte vor allem die Abwehrleistung seiner Mannschaft.

Und auch der Gast war zufrieden. Die Leverkusener Damen übernachteten in einem direkt gegenüber der Sporthalle am Karl-Eckel-Weg liegenden Hotel. Sie traten mit zahlreichen Nationalspielerinnen sympathisch auf, grillten anschließend mit den Eddersheimerinnen und saßen mit ihnen vor der Halle zusammen. Am gestrigen Vormittag nutzten sie das Angebot der Eddersheimerinnen und trainierten noch eine Stunde in der Halle, ehe sie sich verabschiedeten. "Der Trainer Martin Schwarzwald kam zu mir, bedankte sich und war von den Bedingungen so angetan, dass er meinte, dass sie ihren Aufenthalt in Eddersheim bei einem weiteren Besuch ausbauen könnten", freute sich Fischer, der seinen Trainerkollegen aus dessen Zeit in Bretzenheim und Bensheim kennt. Und erstmals freuten sich auch 120 Zuschauer darüber, dass sie wieder mit dabei sein durften. Vorher hatten sich die Eddersheimerinnen der Aktion "Handballer helfen" angeschlossen und 50 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe gespendet.

Das gesteckte

Ziel fast erreicht

Die Eddersheimerinnen hatten am Vormittag vor dem Spiel zwei Stunden trainiert und trafen auf einen komplett besetzten Bundesligisten. "Ich hatte nur vier Rückraumspielerinnen und eine Kreisläuferin, auf Außen war ich gut besetzt mit vier Spielerinnen", erläuterte Fischer, "dabei haben wir von Anfang an gut mitgehalten. Die Tore von Leverkusen sahen durch die körperliche Überlegenheit des Gegners leichter aus, aber wir haben dagegengehalten. Es ging hin und her. Wir haben uns die Tore erarbeitet und die haben gespielt". Bis zum 8:9 (22.) hielt Eddersheim mit, dann wechselte der Gegner frische Kräfte ein und zog bis zur Pause auf 14:9 weg. "Unsere Abwehr hat recht gut gestanden. Wir hatten uns vorgenommen, unter 40 Gegentoren zu bleiben und mehr als 20 Tore zu schießen", erklärte Fischer.

In der Abwehr gelang es seinem Team eindrucksvoll, im Angriff war sein Team auch nach der Pause lange auf einem guten Weg. "Wir haben uns wieder herangearbeitet", freute sich Fischer über Resultate von 16:18 (45.) und 18:21 (49.).

Fischer sieht nur

einen Kritikpunkt

Dann wurde Franziska Feick gefoult und schied für den Rest des Spieles aus. "Da war bei uns der Stecker gezogen, denn wir waren wirklich platt. Leverkusen hat die erste Sechs gebracht, aber wir hatten keine gute Körpersprache und kassierten nur noch freie Gegentore aus Gegenstößen. Dennoch überwiegt das Positive. Ich finde es ehrenwert, so lange so gut mitzuspielen. Aber im Abschluss haben wir acht freie Chancen nicht genutzt. Da haben wir gegen zwei starke Torhüterinnen zu viel liegenlassen. Das ist mein einziger Kritikpunkt - und das auf sehr hohem Niveau. Deshalb machen wir ja auch solche Spiele". Volker Hofbur

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