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Kampfstark: Adrienn Zsigmond (TSG Oberursel, r.).

Handball, Hochtaunus

Erster "richtiger Prüfstein" für TSGO-Damen

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Wenn Bensheim/Auerbach im Taunus antritt, sagen sich Handball-Fans: "Das gab's doch schon mal." Stimmt aber nicht ganz.

Die HSG Bensheim/Auerbach sorgte für den bis dato einzigen Makel in dieser Saison. Die südhessischen Handballerinnen brachten der TSG Oberursel eine Niederlage bei. Die fiel mit 11:43 auch noch überdeutlich aus. Allerdings hatten die Hessenmeisterinnen aus dem Taunus mit einer Abfuhr gerechnet. Denn zur Partie in der 2. Runde des DHB-Pokals gab immerhin ein Bundesligist (aktuell auf Tabellenplatz sieben) seine Visitenkarte ab, rund 400 Zuschauer wurden in der EKS-Sporthalle Zeuge davon.

Längst abgehakt haben das die Orschels Handballerinnen. Aber Erinnerungen werden schon wach, wenn die 2. Mannschaft der "Flames" am Samstag um 19.30 Uhr der Gegner sein wird. Im Kader der Spielgemeinschaft wird jedoch nur eine Akteurin erwartet, die auch beim Pokalerfolg mit dabei war. Rugile Bartaseviciute heißt die Dame. Der schwer auszusprechende Name ist Frauenhandball-Kennern ein Begriff, weil deren Mutter Ingrida noch mit über 40 Jahren die Fäden im Spiel der Bensheimerinnen zog. In diesem Jahr läuft der frühere Bundesliga-Profi aber wohl nicht mehr auf.

"Sie hat 30 oder 40 Prozent der Leistungsfähigkeit ihrer Mannschaft ausgemacht", zieht Oberursels Trainer Paul Günther, gleicher Altersklasse angehörig, den Hut. Um gleich anzufügen: "Die vielen jungen Spielerinnen der HSG stehen jetzt mehr in der Pflicht, und sie machen das sehr gut."

Dreimal knapp unterlegen

Die Tabelle lügt ja eigentlich nicht, sagt man sich unter Mannschaftssportler, aber nach vier Spieltagen ist sie zumindest nicht sonderlich aussagekräftig. Bisher 2:6 Punkte lassen die 2. Mannschaft des Bundesligisten nur auf dem Papier schlecht aussehen. Nach dem 34:28-Auftakterfolg gegen Böddiger folgten lauter knappe Niederlage: 27:29 in Hüttenberg, 24:25 in Kriftel und 22:23 gegen Kirchhof II. Alles Teams, die weit vorne erwartet werden. "Das ist eine technisch und taktisch sehr gut ausgebildete Mannschaft, die unser erster richtiger Prüfstein sein wird", sagt Günther. Bisher hatte es sein Team in der Liga mit drei Aufsteigern und dem Absteiger aus Weiterstadt zu tun gehabt, der sich noch im Negativstrudel seiner Null-Punkte-Saison in der 3. Liga befindet.

Der Titelverteidiger, der sich in der höchsten hessischen Spielklasse mit vier Siegen gleich wieder an die Spitze gesetzt hat, bereitete sich mit angezogener Handbremse auf den Tempohandball des Gegners vor. Die Leistungsträgerinnen Nadine Okrusch und Viktoria Heilmann erhielten von Günther am Montag trainingsfrei. Selina Walde, Rabea Wehrum und Sasha Müller konnten wegen einer Erkältung nicht trainieren. Nicht nur wegen der Nominierung der erfahrenen Elfi von der Wehl sei aber, so Günther, genügend Qualität vorhanden, um auch am Samstag zu gewinnen.

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