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Lockerungen im NNP-Sport-Land

Es geht wieder los - aber mit Bedacht!

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Der Hessische Fußball-Verband hat den Spielbetrieb offiziell wieder freigegeben, und ab sofort dürfen im Kreis Limburg-Weilburg auch die Kontaktsportler wieder in voller Mannschaftsstärke ins Training einsteigen. Nach siebenmonatigem Lockdown ist dies allerdings mit Gefahren verbunden, wie DFB-Fußballlehrer Hans-Dieter te Poel aus Hadamar weiß. Er gibt Tipps und Ratschläge, wie man möglichst heil und zielführend ins Training starten kann.

Natürlich liegt die Versuchung nahe, wieder sofort in die Vollen zu gehen und Wettkämpfe zu bestreiten, doch Hans-Dieter te Poel rät: „Nutzen wir die kommende Zeit für einen langfristigen Leistungsaufbau. Die Qualität unseres Spiels und die geringe Verletzungsrate wird uns alle sehr erfreuen.“

Muskulatur und Sehnen. Insbesondere unsere Muskulatur und die Sehnen benötigen einen langfristigen Aufbau. So erfordert das sogenannte Sehnentraining einen circa sechswöchigen Aufbau, um danach wieder einen maximalen „Impact“ (Wirkung) auf die Sehnen geben zu können. Diesbezügliche zwei bis dreimalige Einheiten zum normalen Training im Mikrozyklus des Leistungsbereichs dienen hier als echte präventive Maßnahmen.

Nachwuchstraining. Im Nachwuchs(leistungs)bereich sind bei einem Wiederbeginn weniger Wettkämpfe und mehr Erholung angezeigt. Auch das ist Bestandteil eines langfristigen Aufbautrainings nach einem langen Lockdown.

Trainingsplanung. Kurzfristige Zielstellungen bei einer Länge von sieben bis zehn Tagen machen bei einer Trainingsplanung Sinn: Wer weiß, wann die nächste Unterbrechung erfolgen muss, und wir leben als Teamspieler auch vom tatsächlichen Erreichen von gesteckten Zielen. Kleine moderate Challenges können hier helfen, die Motivation für einen notwendigen langfristigen Leistungsaufbau hoch zu halten.

Die Methoden. Virtuelle Trainingscamps, die sich zu einem großen Teil als bewährte digitale Instrumente gezeigt haben – man denke nur beispielhaft an Hertha BSC oder auch Holstein Kiel – können im Sinne der Variation von Zeit zu Zeit eingesetzt werden. Hier bietet sich auch der langfristige Einsatz von kognitivem Training an. Von Zeit zu Zeit sollten in einem langfristigen Aufbautraining Entlastungsperioden eingebaut werden. Die Anzahl der Trainingseinheiten kann hochgehalten werden, wobei insbesondere im Juniorentraining auch einmal andere Sportarten (zum Beispiel Crosstraining) zum Tragen kommen können. HANS-DIETER TE POEL + MARION MORELLO

Kreis Limburg-Weilburg rutscht in die Stufe 2 der Landesregelungen

Auf diesen Tag haben viele Tausend Sportler im Landkreis Limburg-Weilburg gewartet. Nach mindestens fünf Tagen in Stufe 1 mit einer Inzidenz unter 50 – die Inzidenz beschreibt die innerhalb von sieben Tagen neu aufgetretene Anzahl an Infektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner – wird breitflächig geöffnet. Der Landessportbund Hessen gibt für die Stufe 2 der Landesregelungen für Outdoor-Sport folgende Richtlinien an: „Individualsport (zum Beispiel Joggen, Rudern, Gymnastik) ist in Gruppen von maximal 10 Personen möglich. Geimpfte und Genesene zählen nicht mit, ebenso Kinder bis einschließlich 14 Jahre. Für Mannschaftssportarten (z. B. Fußball) gibt es keine Personenzahlbegrenzung; Negativnachweis wird empfohlen.“

Sogar indoor geht im Kontaktsport wieder ziemlich alles: „Individualsport (z. B. Tanzen, Karate) ist in Gruppen von maximal 10 Personen möglich. Geimpfte und Genesene zählen nicht mit, ebenso Kinder bis einschließlich 14 Jahre.“ Auch hier gibt es für Mannschaftssportarten keine Personenzahlbegrenzung mehr.

Die Sportstätten sind prinzipiell geöffnet. Die Zuschauerzahl im Freien ist auf 200 begrenzt, in geschlossenen Räumen – je nach Größe – auf bis zu 100. mor

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