Sina Elter (Mitte) in Aktion: Nun muss die Außenspielerin ihre Laufbahn beenden. FOTO: marcel lorenz
+
Sina Elter (Mitte) in Aktion: Nun muss die Außenspielerin ihre Laufbahn beenden.

Handball, 3. Liga

"Es ist hier wie in einer kleinen Familie"

  • Volker Hofbur
    VonVolker Hofbur
    schließen

Sina Elter muss beim Drittligisten TSG Eddersheim verletzungsbedingt aufhören

Eddersheim -13 Jahre hat Sina Elter bei der TSG Eddersheim Handball gespielt. Vom TV Breckenheim kam sie schon als B-Jugendliche nach Eddersheim und spielte schon damals unter ihrem jetzigen Trainer Tobias Fischer sowie Andreas Pohle in den Jugend-Mannschaften, die damals in der Regionalliga gespielt hatten. Nach der abgelaufenen Saison wollte sie auch aus beruflichen Gründen noch als Standby-Spielerin im aktuellen Drittliga-Kader bleiben. Nun aber siegte die Erkenntnis, ihre Karriere als Spielerin zu beenden: "Ich wollte eigentlich in diesem Rahmen weitermachen. Aber es geht nicht mehr. Ich habe Probleme mit meinem linken Knie, wo ein Knorpelschaden festgestellt wurde. Es tut schon weh, aber ich denke, es ist die richtige Entscheidung."

In der Jugend spielte sie damals schon mit einigen jetzigen Teamkolleginnen aus der Damen-Mannschaft zusammen: Mona Priester, Franziska Feick und Julia Krämer. Mit ihnen wechselte sie nach einem großen personellen Umbruch in der damaligen Oberliga-Mannschaft unter Trainer Tobias Fischer in den Damenbereich.

Zwei Meisterschaften

mitgefeiert

Sie erlebte tolle Zeiten bei der TSG Eddersheim, als die Mannschaft in die Dritte Liga aufstieg und dort in der West-Gruppe sogar den sportlichen Aufstieg in die Zweite Bundesliga schaffte - der dann aber vorwiegend aus wirtschaftlichen Gründen nicht realisiert werden konnte.

"Ich blicke hier auf eine wunderschöne Zeit zurück. Es ist hier immer wie in einer kleinen Familie", erklärt die 28-jährige Außenspielerin.

Ihr Trainer hat von ihr eine hohe Meinung: "Sie war immer durchtrainiert, daher verstehe ich eigentlich gar nicht, wie sie sich immer wieder verletzen konnte. Ich kam immer wieder gut klar, weil sie eine klare Meinung hat, die sie auch vertritt."

Als Sina Elter vom TV Breckenheim zur TSG wechselte, spielte sie zunächst im Rückraum. "Ich habe sie zur Außenspielerin umfunktioniert, die ich auf beiden Seiten einsetzen konnte. Ich fand sogar, dass sie als Rechtshänderin auf Rechtsaußen noch stärker war als auf Linksaußen. Und sie hat ein hervorragendes Gespür, wann sie zum Tempogegenstoß abgehen muss. So etwas haben nur Wenige", lobte ihr Trainer.

Sina Elter wurde in Eddersheim aber auch immer wieder vom Verletzungspech getroffen. "Ich hatte zwei Kreuzbandrisse im linken Knie und eine langwierige Ellenbogenverletzung mit Bänderrissen sowie einen Fingerbruch, der operiert werden musste", blickte sie zurück. Ihr Trainer Tobias Fischer sieht ihre Entscheidung als richtig an: "Ihr Körper machte das nicht mehr mit. Sie wollte es noch einmal probieren. Ich denke aber, dass sie es jetzt richtig gemacht hat. Es ist schade, wenn sie mit 28 Jahren mit dem Sport aufhören muss, den man liebt, aber es macht keinen Sinn mehr. Ich musste auch mit 28 Jahren aufhören."

Wichtig für beide ist, dass Sina Elter bei der Mannschaft bleibt. "Sie macht die Mannschaftskasse weiter", bestätigt Fischer, "und sie ist weiter dabei".

Sina Elter hat schon einen Plan für die Zukunft gefasst: "Ich möchte eine Lizenz als Fitnesstrainerin und dann das Athletiktraining machen. Ich mache jetzt auch noch das Athletiktraining mit." Auch Tobias Fischer könnte sich das gut vorstellen: "Sie will jetzt diese Ausbildung zur Athletiktrainerin machen. Dann schauen wir, wie wir sie dort bei uns einbinden können. Wir würden uns freuen, wenn sie dabeibleiben würde." vho

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare