Auge in Auge. Der neue Kapitän des SV Rot-Weiß Hadamar, Jerome Zey (links), und Marco Müller, der dem TuS Dietkirchen wieder zur Verfügung stehen wird.
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Auge in Auge. Der neue Kapitän des SV Rot-Weiß Hadamar, Jerome Zey (links), und Marco Müller, der dem TuS Dietkirchen wieder zur Verfügung stehen wird.

Fußball-Hessenliga, Gruppe B

Es knistert wieder: Derby in Hadamar

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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Welch eine schöne, aber vermutlich auch seltene Momentaufnahme: In der Fußball-Hessenliga trifft der Tabellen-Erste auf den -Zweiten. Wenn der SV Rot-Weiß Hadamar und der TuS Dietkirchen am Samstag, 15 Uhr, an der Faulbacher Straße die Klingen kreuzen, spielt diese Tatsache aber gewiss keine bedeutende Rolle mehr, denn das Tableau hat noch keinerlei Aussagekraft.

Vor gerade einmal drei Wochen waren sich die beiden Kontrahenten im Kreispokal-Finale der letzten Saison begegnet. Damals war das 4:0 der Hadamarer eine klare Angelegenheit. Doch Zahlen und Statistiken können sich schnell ändern. Gefühlt vermochten die Fürstenstädter gar nicht mehr gegen die Elf vom Reckenforst zu gewinnen. Die letzten beiden Partien allerdings gingen ohne Gegentor an die Rot-Weißen. Zuvor hatte viermal der TuS gewonnen. Es scheint wieder einmal alles offen zu sein, auch wenn Hadamar vom Papier her favorisiert ist.

Das sieht auch Thorsten Wörsdörfer so: „Sie haben drei Regionalliga-Spieler geholt und ohnehin einen ganz starken Kader. Das sind ganz andere Voraussetzungen als bei uns. Natürlich sind sie der Favorit.“ SVH-Coach Stefan Kühne will davon nichts wissen: „Dietkirchen hat doch insgesamt die bessere Bilanz gegen uns. Ich gehe von einem knappen Ergebnis und vor allem einem ganz anderen Spiel als vor drei Wochen aus.“ Damit dürfte er Recht haben, denn der 2:0-Sieg gegen Bad Vilbel hat den Reckenforstlern das Gefühl des Siegens zurückgebracht. Thorsten Wörsdörfer weiß aber: „Ich lasse mich von dem Ergebnis nicht blenden, denn es ist kein Geheimnis, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben.“

Zufrieden war auch Stefan Kühne: „Wir haben in Griesheim ein gutes Spiel gemacht und zu null gespielt. Auch wenn beileibe nicht alles geklappt hat und wir nicht so recht wussten, wo wir stehen, kann man auf dieser Leistung aufbauen.“ Dieses Aufeinandertreffen hat für beide Vereine einen hohen Stellenwert. Das weiß auch Stefan Kühne: „Sowohl für die Zuschauer als auch für uns ist das ein wichtiges Prestige-Spiel. Wir wollen in jedem Fall gewinnen.“ Damit es mit einem „Dreier“ klappt, mahnt der Rot-Weiß-Übungsleiter vor den Dietkircher Tugenden: „Sie kommen über eine geschlossene Mannschaft, da müssen wir dagegenhalten, weil sie das sehr gut machen. Meinen Jungs ist klar, dass es viele Zweikämpfe geben wird, und dass sie dauerhaft hellwach und konzentriert sein müssen. Dass wir spielerisch die bessere Elf haben, wissen wir, aber das alleine wird nicht reichen.“

So ziemlich in die gleiche Kerbe schlägt Thorsten Wörsdörfer: „Wichtig ist, dass wir mutig sind und so lange wie möglich die Null halten. Wenn wir die individuellen Fehler gering halten und taktisch diszipliniert sind, haben wir eine Chance. Wir nehmen einen Koffer mit nach Hadamar, in den auf jeden Fall mindestens ein Punkt passt.“

Hadamar-Coach Kühne hatte mehrfach betont, dass sich jeder Spieler in jedem Training anbieten muss, um in die Startelf zu kommen. Daher scheinen ein, zwei Änderungen nicht ausgeschlossen. Zum neuen Kapitän wurde übrigens Jerome Zey bestimmt. „Er ist der dienstälteste Feldspieler und hat sich das verdient. Natürlich muss er in diese Rolle hineinwachsen“, meint der Ex-Profi. Beim TuS Dietkirchen ist Marco Müller wieder dabei; Oskar Stahl und Patrick Kuczok fallen aber noch aus. „Wörsi“ lässt die Katze aber noch nicht aus dem Sack. PATRICK JAHN

Freitag:

Rot-Weiß Walldorf - Viktoria Griesheim 19.30

Samstag:

SV RW Hadamar - TuS Dietkirchen 15.00

Sonntag:

Türk Gü. Friedberg - Hessen Dreieich 15.00

FV Bad Vilbel - SC Waldgirmes 15.00

FC Eddersheim - VfB Ginsheim 15.00

Impfaktion auf dem Parkplatz von 14 bis 17.30 Uhr

Es ist eine ebenso geniale wie nachahmenswerte Idee: Vor dem vermutlich zuschauerträchtigen Derby der Fußball-Hessenliga am Samstag, 15 Uhr, zwischen dem SV Rot-Weiß Hadamar und dem TuS Dietkirchen wird es eine Impfaktion auf dem Parkplatz der Sportanlage an der Faulbacher Straße geben. Von 14 bis 17.30 Uhr haben alle Spontan-Entschlossenen völlig unkompliziert die Möglichkeit, sich den Schutz vor dem Coronavirus zu holen.

Wie auch der Landkreis Limburg-Weilburg mitteilt, werden sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen durch ein mobiles Impfteam der Malteser durchgeführt. Mitbringen müssen Kurzentschlossene einzig und allein einen Lichtbildausweis (nur über 16-Jährige), die Krankenkassenkarte (falls vorhanden) und den Gelben Impfpass (falls vorhanden). 12- bis 15-Jährige benötigen zudem die schriftliche Einwilligung eines Erziehungsberechtigten auf dem Aufklärungsbogen für mRNA-Impfstoff (Download auf der Homepage des Landkreises: www.landkreis-limburg-weilburg.de/impfaktionen). Kinder und Jugendliche (12 bis 15 Jahre) müssen sich in Begleitung eines Erziehungsberechtigten zur Impfung vorstellen. In Hadamar wird mit den Impfstoffen der Firmen Moderna und Johnson & Johnson geimpft.

Und der SV Rot-Weiß Hadamar selbst setzt sogar noch einen obendrauf: „Alle, die sich am Samstag impfen lassen, bekommen gratis eine Bratwurst dazu“, verspricht Rot-Weiß-Teammanager Mark Zingel. mor

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