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Es wird emotional: „Wörsi“ verabschiedet sich vom Reckenforst

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Einer der schönsten Momente im Trainerleben Thorsten Wörsdörfers: Seine Jungs tragen ihn auf Händen.
Einer der schönsten Momente im Trainerleben Thorsten Wörsdörfers: Seine Jungs tragen ihn auf Händen. © Patrick Jahn

In den Play-offs der Fußball-Hessenliga empfängt der TuS Dietkirchen zu seinem letzten Heimspiel am Samstag mit der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz einen Gegner, der zumindest von den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Südwest träumt (Anstoß: 16 Uhr). Neben der sportlichen Herkulesaufgabe steht aber vor allem der Abschied von Erfolgstrainer Thorsten Wörsdörfer, der nach sechs Jahren „Adieu“ sagt, auf der Agenda. Der SV Rot-Weiß Hadamar ist spielfrei.

VON PATRICK JAHN

Dass es für den TuS Dietkirchen nach der unglaublichen Qualifikation für die Aufstiegsrunde schwer werden würde, die Motivation hochzuhalten, war irgendwie zu erwarten gewesen. Mit nur einem Punkt aus bisher acht Partien und dem 0:3-Tiefpunkt gegen den FSV Fernwald läuft es für die Elf von Trainer Thorsten Wörsdörfer aber doch deutlich schlechter als angenommen. Der Coach sagt dazu: „Die Jungs haben körperlich in den letzten Wochen stark abgebaut. Viele müssen spielen, obwohl sie aufgrund ihres Trainingszustands eigentlich gar nicht dürften. Unter solchen Voraussetzungen haben wir gegen Mannschaften wie Fernwald keine Chance. Es fällt uns schwer, die einfachen Tugenden, die uns stark gemacht haben, abzurufen. Hinzu kommen viele einfache technische Fehler.“

Doch Trübsal blasen ist in Dietkirchen verboten, schließlich stehen noch zwei Spiele vor der Tür, die der TuS ordentlich über die Bühne bringen will. Bei aller Kritik gibt „Wörsi“ aber auch noch einmal zu bedenken: „Was wir in der Vorrunde geleistet haben, war überragend. Da hat alles zusammengepasst, und wir durften im Dezember den Klassenerhalt feiern, was für den Verein ein unfassbarer Erfolg ist.“

Mit der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz kommt der Tabellenzweite, der zumindest seinen Rang, der zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen berechtigt, halten möchte, auf den Reckenforst. Da den Osthessen mit dem FC Eddersheim ein weiterer potenzieller Aufstiegskandidat im Nacken sitzt, ist ein Auswärtssieg Pflicht. „Wir wollen ein achtbares Spiel machen oder sogar eine Sensation schaffen. Ich hoffe darauf, dass wir eine andere Körpersprache an den Tag legen und dem Favoriten einen großen Fight liefern“, sagt Thorsten Wörsdörfer. „Entscheidend ist nicht, wie Fulda drauf ist, sondern ob wir uns wieder finden.“ Furchteinflößend ist die Statistik der letzten vier Hessenliga-Spiele der Truppe von Trainer Sedat Gören aber irgendwie schon: vier Siege, 19:0 Tore.

Emotional könnte es aber schon vor dem Anpfiff werden, denn Trainer Thorsten Wörsdörfer wird offiziell verabschiedet. – Redaktionstipp: 2:2.

Samstag:

Hessen Dreieich - FSV Fernwald 15.00

SC Waldgirmes - SV Neuhof 15.00

TuS Dietkirchen - SGB Fulda-Lehnerz 16.00

Sonntag:

FC Eddersheim - FC Erlensee 15.00

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