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Was wie eine artistische Einlage per Hackentrick aussieht, ist der Kopfball zum 1:0 für die SG Eintracht Feldberg. Drilon Hoxha (weißes Trikot) erzielt die Führung für die Gäste.

Spiel der Woche

Spiel der Woche: Etwas ins Straucheln geraten

Der 1. FC Oberursel bleibt zu Hause ungeschlagen. Die SG Eintracht Feldberg ist in der Fußball-Kreisliga A aber die erste Mannschaft, die auf der Stierstädter Heide einen Punkt entführt. Die Teams trennen sich im Verfolgerduell 1:1 – und sie haben dabei mit einem weiteren „Gegner“ zu kämpfen.

Zwar begrüßte der 1. FC Oberursel als Vierter der Kreisliga A die drittplatzierte SG Eintracht Feldberg, doch so wirklich kam am Sonntagmittag auf der Stierstädter Heide kein Topspiel zustande. Das lag auch daran, dass sich beide Mannschaften immer wieder mit kleinen Nickeligkeiten bedachten und die Partie deswegen regelmäßig unterbrochen werden musste. Hauptsächlich war aber der Rasenplatz in Oberursel schuld daran, dass der Ball nicht richtig ins Rollen kam beim 1:1 zwischen den beiden Aufstiegsanwärtern.

Der arg in Mitleidenschaft gezogene Platz erlaubte eigentlich kein feines Kurzpassspiel, doch die Gäste probierten es in der gegnerischen Hälfte immer wieder mit diesem Stilmittel. Dabei kämpften die Kicker der Eintracht dann eben nicht nur gegen die Verteidiger des FCO an, sondern auch gegen Hubbel und Löcher im Geläuf. Die Hausherren probierten es dagegen vermehrt mit langen Schlägen. Besonders die punktgenauen Abschläge von Keeper Özkan Albayrak waren hilfreich, um Raum gutzumachen.

Weckruf in der 18. Minute

In der Anfangsphase führte aber weder die eine noch die andere Methode zum Erfolg. Erst in der 18. Minute tat sich was. Die Eintracht hatte den Ball nahe der Mittellinie aufgenommen, und dann lief das Spielgerät plötzlich wie am Schnürchen. Aus dem rechten Halbfeld wanderte die Kugel mit zwei schnellen Pässen über die Zentrale auf den linken Flügel. Von dort aus erreichte Julian Müller-Braun eine flache Flanke, doch seine Verarbeitung dieser wurde von einem Verteidiger ins Toraus abgewehrt. Den Eckball verlängerte Müller-Braun am ersten Pfosten auf Drilon Hoxha, der aus kurzer Distanz zum 1:0 für die Gäste einnickte. Es war der 16. Saisontreffer für den Mann, der im letzten Jahr noch das Tor der SGE verteidigte. Gegen Oberursel pendelte das Kraftpaket aber stets zwischen Mittelfeld und Sturmspitze, war dabei häufig lediglich mit vereinten Kräften zu stoppen und nicht selten auch nur durch ein Foul. Mit diesen Mitteln schaffte es Oberursel allerdings recht gut, den Torjäger vom Kasten fernzuhalten.

Neben dem Treffer nach der Ecke gab es nicht viele Möglichkeiten für die SGE, die aber dennoch im ersten Durchgang spielbestimmend war. Der Frust bei den Hausherren war Kapitän Özcan Hotaman zum Pausenpfiff anzusehen. Auf dem Gang in die Kabine ließ er sich auf Wortgefechte mit den rund 25 Fans der Eintracht ein.

In der zweiten Hälfte ließ der FCO dann den Worten Taten folgen und zeigte sich deutlich besser. Speziell der nun immer wieder aufrückende Ömer Hotaman hatte gute Gelegenheiten, die jedoch meist von SGE-Schlussmann Christian Bös, der in dieser Saison auch schon mehrfach im Sturm zum Einsatz kam, vereitelt wurden. In der 64. Spielminute schaffte es Ömer Hotaman dann aber doch, den erfahrenen Torwart zu besiegen. Nach einem Freistoß am eigenen Strafraum spielte der FCO schnell in die Spitze, und keine 15 Sekunden später schob Hotaman aus halblinker Position zum 1:1 ein.

Kurz vor Schluss sah Selimi Prezart dann noch die Rote Karte. In der gegnerischen Hälfte stieg er gegen seinen Gegenspieler von schräg hinten ein. Ein Foul, keine Frage. Eine Gelbe Karte hätte es aber wohl auch getan. Am Ende waren sich zumindest beide Trainer einig, dass das Ergebnis gerecht war. „Wir sind zu Hause weiterhin ungeschlagen“, freute sich FCO-Coach Eray Balkan. „Wir sind die erste Mannschaft, die hier nicht verloren hat“, entgegnete SGE-Trainer Manfred Klug

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