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Fabrice Stutzer bei einem Ausflug in den Hamburger Hafen.

NNP-Serie: Die Kapitäne

Fabrice Stutzer: Verliebt in den Reckenforst

  • Yannick Wenig
    vonYannick Wenig
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Sie genießen den Respekt ihrer Mitspieler und der Trainer, tragen die Binde am Arm mit Stolz und haben etwas zu sagen: die Kapitäne. Im Vereinsdress auf dem Platz kennt man sie als „Leader“ ihrer Mannschaft. Wir wollen wissen, wer der Mensch ist, der in diesem Trikot steckt. Heute lernen wir Fabrice Stutzer vom Kreisoberligisten TuS Dietkirchen 2 etwas näher kennen.

Er ist 23 Jahre jung und bereits einer der erfahrensten Spieler in der Hessenliga-Reserve des TuS Dietkirchen: Die Rede ist von Fabrice Stutzer. Der Spielführer im Dienste der Schwarz-Roten wechselte in der A-Jugend von den Sportfreunden Eisbachtal an den Reckenforst und ist aus dem Vereinsumfeld nicht mehr wegzudenken. „Klassenkameraden von mir haben mich bei den A-Junioren von einem Wechsel nach Dietkirchen überzeugt“, berichtet Fabrice Stutzer von seinem Weg zum Reckenforst, dem legendären „Fußball-Hügel“, wo er nicht nur seine sportliche Heimat gefunden hat.

„Dietkirchen ist mein Lebensmittelpunkt“

Denn inzwischen ist der ursprünglich aus Hahnstätten stammende Defensivspieler, der bis zu den D-Junioren für seinen Heimatverein die Fußballschuhe geschnürt hatte, so sehr im TuS Dietkirchen verankert, dass er sogar nur wenige Meter vom Sportzentrum entfernt wohnt. „Man kann schon sagen, dass der Fußball und vor allem der TuS in meinem Leben eine große Rolle spielen. Schließlich habe ich in Dietkirchen meinen Lebensmittelpunkt mit meiner Freundin und meinem Freundeskreis gefunden“, so Fabrice Stutzer.

Seit gut anderthalb Jahren wohnt er nun mit seiner Lebensgefährtin Pauline Bardenheier – bestens bekannt durch ihre Erfolge als Kunstradfahrerin beim FC Dorndorf – in einer gemeinsamen Wohnung.

Auch beruflich ist der 23-Jährige der Region fest verbunden. Aktuell absolviert er ein Duales Studium der Betriebswirtschaftslehre (BWÖL) bei der Privatärztlichen Verrechnungsstelle Limburg-Lahn (PVS), für das er blockweise den Standort Limburg der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) besucht; beziehungsweise die Veranstaltungen der THM aufgrund der Corona-Pandemie per Livestream mitverfolgt.

„Das Studium von zu Hause aus hat natürlich Vor- und Nachteile. Manche Dozenten lösen die Situation besser, andere schlechter“, sagt Fabrice Stutzer. „Aber es erfordert natürlich schon ein gute Portion Selbstdisziplin, um alles aufmerksam zu verfolgen und nachzuarbeiten.“ Dass der Fußball einen besonderen Platz in seinem Leben einnimmt, steht für den Spielführer der TuS-Reserve außer Frage. „Vieles, was ich in meiner Freizeit tue, hat mit Fußball zu tun“, so der bekennende Bayern-Fan. Zu den Highlights der aktuellen Situation zähle es, die Bundesliga und die Champions League regelmäßig zu verfolgen. „Das Schöne ist ja, dass aktuell fast jeden Tag Spiele übertragen werden.“

Durch die vermehrte Berichterstattung im deutschen Free-TV sei in den letzten Jahren aber auch eine weitere Leidenschaft hinzu gekommen: American Football. Mit seinen Freunden vom TuS verfolgt er akribisch die Spiele der nordamerikanischen Profiliga NFL. Dabei fiebert Fabrice Stutzer insbesondere mit dem Team der „Arizona Cardinals“ mit. „Mittlerweile bin ich da echt voll im Thema. Durch die Corona-Zeit, in der man oft von daheim aus studiert und arbeitet und dementsprechend morgens etwas später raus muss, kann man die Spiele bis tief in die Nacht verfolgen“, sagt Fabrice Stutzer, der ansonsten „selbstverständlich“ auch viel Zeit mit Freundin Pauline verbringt.

Möglichst oft an der frischen Luft

„In der Corona-Zeit ist das Gefühl, nichts machen zu können, wirklich deprimierend. Deshalb versuchen wir, zusammen so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft zu verbringen“, erzählt der TuS-Kapitän. „Da müssen die Jungs und der Fußball dann schon mal zurückstecken.“ Wenn der Spiel- und Trainingsbetrieb wieder geregelt läuft, will Fabrice Stutzer als Spielführer der jungen TuS-Elf wieder vorangehen. „Es geht für mich nicht darum, als Kapitän der Beste der Mannschaft zu sein. Ich möchte den jungen Spielern gerade in puncto Trainingsbeteiligung ein gutes Vorbild sein und zeigen, dass man mit Training und der richtigen Einstellung in unserem Verein die Chance bekommt“, sagt er. „Sogar bei ,Wörsi’ in der Ersten.“ Gemeint ist natürlich der Trainer der Dietkircher Hessenliga-Mannschaft, Thorsten „Wörsi“ Wörsdörfer. Mit Anfang 20 bereits die Verantwortung als Kapitän zu übernehmen sei ihm zunächst schwer gefallen. „Gerade als noch ältere und deutlich erfahrenere Spieler mit dabei waren“, sagt er. Inzwischen habe er sich den Respekt aber verdient und sei in der Lage, den Ton anzugeben: „Ich kann natürlich trotzdem noch total viel mitnehmen und lernen.“

Unsere nächste Folge dreht sich um einen 27-Jährigen, der seine Liebe zum afrikanischen Kontinent entdeckt hat.

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