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Er stellt in der Kreisoberliga-Saison bis dato alle(s) in den Schatten: Tim Pelka, Torjäger des FV Stierstadt.

Fußball, Hochtaunus

So fällt unser Zwischenfazit für die Vorrunde in der Kreisoberliga aus

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Nach dem letzten Spieltag in diesem Jahr in der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus bietet es sich an, ein erstes Fazit zu ziehen. An der Spitze zieht eine Mannschaft einsam ihre Kreise.

Hochtaunus.Dem EFC Kronbergsei Dank! Der Mannschaft von Tobias Fleck gelang es über einen langen Zeitraum als einziger der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus, dem souveränen Tabellenführer, ja man ist schon geneigt zu schreiben, dem designierten Meister FV Stierstadt ein Unentschieden abzutrotzen (2:2). Am 1. Dezember legte dann die SG Eschbach/Wernborn  mit einem 1:1 nach. Weitere Teams wie der FC Oberstedten (3:4), die SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg (4:5), Eintracht Oberursel (0:1) und Teutonia Köppern (1:3) waren zumindest recht nah dran, den Oberurseler Stadtteilclub auf dem Weg in die Gruppenliga ein wenig aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Doch der FV Stierstadthat eben einen Tim Pelka. Vorige Saison spielte er noch in der Verbandsliga für die Usinger TSG und würde sicherlich auch eine Etage höher in der Hessenliga noch die eine oder andere Bude erzielen - aber der viel Umworbene entschied sich im Frühling für den Kreisoberligisten FV Stierstadt. Mit 39 Treffern in 16 Partien ist Pelka gewissermaßen die Garantie dafür, dass die "Bullen" sich auch im zweiten Saisonabschnitt nicht einfangen lassen, zumal Marvin Diehl (13 Tore) für Entlastung sorgen kann und das Reservoir an überdurchschnittlichen KOL-Spielern groß ist.

Reporter Stefan Fritschi

Wenn das so weitergeht, dann wird Tim Pelkaeinen Rekord knacken. Seitdem die Taunus Zeitung die Torjäger-Trophäe vergibt (Saison 1976/77), hält Francesco Zaza die Bestmarke. 54 Tore hat der Stürmer in der Saison 1994/95 für den FSV Steinbach erzielt. In der in der Bezirksoberliga müsste das gewesen sein. Ausgezeichnet werden Torjäger erst ab der A-Liga, weshalb die 85 Tore von Benedikt Amrein für den FSV Friedrichsdorf II in der Spielzeit 2013/14 (damals C-Liga) nicht in der Statistik der vergangenen gut vier Jahrzehnte aufgeführt sind.

Noch nie habe man eine so erfolgreiche Hinrunde gespielt, betonte unlängst Rüdiger Rau, der Sportliche Leiter des FC Oberstedten. Trotzdem beträgt der Rückstand auf Ligaprimus und Stadtrivale Stierstadt sieben Punkte. Gelingt es den Schwarz-Weißen, das hohe Niveau - der FCO konnte zudem spielerisch überzeugen - auch im nächsten Jahr zwischen Anfang März und Ende Mai zu halten, könnte es über den Umweg Aufstiegsrunde zur direkten Rückkehr in die Gruppenliga kommen.

Rückschlag in Kronberg

Was haben sich die Teutonen aus Köppernin den vergangenen Wochen ins Zeug gelegt. Auch von einer unglücklichen Niederlage in Stierstadt - bis in die Schlussphase führten die Gelb-Schwarzen gar - haben sie sich nicht beirren lassen. Doch am jüngsten Spieltag gab es einen herben Rückschlag, in Kronberg musste die Teutonia klein beigeben (3:5), und sie verlor sogar den Status, die stabilste Defensive der KOL zu haben.

Wie dem EFC Kronberg (30 Punkte), der zu viele Schwankungen hatte (2:2 gegen Stierstadt und 3:2 in Oberstedten, aber auch 0:4 in Köppern, 2:5 in Oberhöchstadt), wird es dem SV Teutonia Köppern (31) kaum gelingen, in den Kampf um den zweiten Rang noch einzugreifen, dafür hat sich Oberstedten schon ein Polster geschaffen (39).

Ganz vorne mitmischen hatte eigentlich auch die SG Ober-Erlenbachwollen. Dank einer kaum für möglich gehaltenen Aufholjagd schnappten sich die Grün-Weißen im Mai des Jahres noch den zweiten Rang, scheiterten dann aber in der Aufstiegsrunde zur Gruppenliga Frankfurt West. Trotzdem schien die SGO dafür gewappnet, sich wieder in der Spitzengruppe einzureihen. Doch dann zog sich Toptorjäger Adrian Matuschewski (er erzielte 34 Treffer in der Spielzeit 2018/19) in die Zweite Mannschaft zurück und hilft nur sporadisch im KOL-Team aus. Entsprechend fällt die Zwischenbilanz mit Platz fünf und 26 Punkten recht bescheiden aus.

Gebeutelte "Strohmänner"

Wie zuletzt die Ober-Erlenbacher hatten einige Clubs auch mit teils großen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Besonders hart traf es die SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach. Bis zu 14 Akteure fielen gleichzeitig aus. Dies konnte Spielertrainer Gregory Strohmann, der selbst einige Wochen pausieren musste, nicht kompensieren. Anstatt wie vorige Spielzeit für Furore zu sorgen - mit 99 Toren erzielte man die zweitmeisten - befindet sich die SGWP (13 Zähler) im Tabellenkeller.

Kaum besser steht die SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg(15) da. Neben Personalproblemen erschwerten die lange ungeregelten Trainingsverhältnisse wegen der Sanierung des Kunstrasenplatzes die Arbeit von Trainer Ralf Haub. Von Ambitionen, wie 2018/19 vorne mitzuspielen, ist längst keine Rede mehr an der Sandelmühle. Sollten die SGWP und die "Nullfünfer" wieder Fahrt aufnehmen, wird es Aufsteiger SG Eintracht Feldberg(7 Punkte) und dem FC Weißkirchen(8) schwerfallen, die Abstiegszone noch zu verlassen.

FCW-Hoffnungen gedämpft

Zwar ist der FCW nach ganz schwachem Start (acht Spiele, acht Niederlagen) auf dem Weg der Besserung, doch jüngst gab es in der wichtigen Partie bei der SGWP wieder einen Nackenschlag (0:3). Der Tabellenletzte SGE Feldberg muss trotz einiger achtbarer Leistungen einfach spielerisch zulegen, um die Liga noch halten zu können.

Die beiden anderen Aufsteiger sorgten da schon für mehr Alarm. Die SG Eschbach/Wernborn(18) zeigte sich relativ konstant und entschied ihre beiden Aufsteigerduelle spektakulär zu ihren Gunsten (4:3 gegen SGE Feldberg, 8:7 gegen SG Oberhöchstadt). Und die Oberhöchstädter, mit sieben Punkten aus drei Partien furios gestartet, befinden sich mit 23 Zählern als Achter im soliden Mittelfeld.

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