+
Auf der Suche nach der freien Mitspielerin: Topscorerin Elizabeth Laken James (rechts) von den Falcons Bad Homburg.

Basketball, 2. Bundesliga Süd

Falcons fantastisch: Schon wieder mehr als 100 Punkte für Bad Homburg

Die Falcons der HTG Bad Homburg gewinnen mit 102:58 (32:16, 32:11, 19:19, 19:12) gegen die BSG Basket Ludwigsburg und setzen ihre Erfolgsserie in der 2. Bundesliga Süd fort. Im Pokal kommt jetzt ein Erstligist.

Wenn einer weiß, wozu die Falcons Bad Homburg in dieser Saison in der Lage sind, dann ist das Jay Brown. Der Coach hat das Team schließlich zusammengestellt und mit einem Spielkonzept, das auf Hochgeschwindigkeit ausgerichtet ist, versehen. Doch vom Beginn der Zweitliga-Partie gegen die BSG Basket Ludwigsburg, die am Ende mit 102:58 gewonnen wurde, war selbst er überrascht.

"Der Sieg kam in der Höhe unerwartet", erklärt der Coach, "weil wir in der ersten Halbzeit fantastisch gespielt haben. Es war Basketball wie aus einem Guss." Dabei deutete sich an, dass Ludwigsburg ein härterer Prüfstein werden würde, als es zuletzt die Saarlouis/Dillingen Diamonds (108:36) oder die Rhein-Main-Baskets (93:78) waren. Drei Siege und vier Niederlagen standen auf dem Konto der Schwäbinnen. Doch die Basketballerinnen der HTG Bad Homburg machten einfach weiter, wo sie am Wochenende zuvor aufgehört haben. Es war ihr fünfter Sieg in Serie.

In der Verteidigung zeigten sich die Falcons im heimischen Feri-Sportpark enorm aggressiv. Abermals stellte Guard Isabel Gregor die Speerspitze dar. "Sie hat die gegnerische Aufbauspielerin Leonie Elbert, die schon in der 1. Liga spielte, extrem unter Druck gesetzt", lobt Brown. Die Ballverluste bei Ludwigsburg summierten sich auf 34, viele davon wurden durch die Falcons erzwungen.

Selbst leistete sich die Heimmannschaft nur zwölf Ballverluste, was im Klartext bedeutet: Bad Homburg war fast durchgehend in der Offensive. Das allein ist noch kein Versprechen auf Erfolg, schließlich müssen auch die Wurfquoten stimmen. Und das taten sie. Aus dem Feld trafen die Falcons starke 47 Prozent, von jenseits der Dreipunktelinie 40 Prozent und von der Freiwurflinie 72 Prozent.

Besonders effektiv am Korb war die Spanierin Nerea Garmendia, die sieben ihrer neun Versuche (77 Prozent) einnetzte. Zu diesen 17 Punkten gesellten sich 14 Rebounds. Damit war Garmendia mit Abstand die beste Verwerterin von Abprallern ihres Teams.

Kämpf steigt wieder ein

"Der Gegner hatte eine richtig gute Qualität unter den Körben", meint Brown. Dass Ludwigsburg sogar mehr Rebounds holte als Bad Homburg (33:32), fiel aufgrund vieler Ballverluste und schwacher Wurfquoten allerdings nicht ins Gewicht. Brown freut sich schon auf diese Woche, wenn in Lisa-Marie Kämpf eine weitere "Große" das Training nach auskurierter Verletzung wieder aufnimmt. Zuletzt mussten Garmendia und auch Gergana Georgieva (17 Punkte) ordentlich Minuten schultern. Auf lange Sicht dürfte das Spiel der Falcons noch besser werden, wenn das Duo sich während der Partien mehr Ruhepausen auf der Bank nehmen kann. Zur besten Werferin avancierte Laken James, die auf 25 Punkte kam. Kaum zu glauben, dass es erst ihr drittes Spiel im Jersey der Falcons war.

In der nächsten Partie wartet auf die Korbjägerinnen aus der Kurstadt nun ein dicker Brocken. Genau zur rechten Zeit, will man meinen. Im Achtelfinale des DBB-Pokal stellt sich mit TK Hannover der Tabellenzweite der 1. Bundesliga im Feri-Sportpark vor. Los geht es am Sonntag um 16.30 Uhr.

HTG: James (25), Huggins (24), Garmendia, Georgieva (je 17), Gregor (10), Janovsky (5), Rhein (4), Gonzalez Lopez.

ROBIN KUNZE

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare