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Durchgesetzt: Bad Homburgs Nerea Garmendia visiert den Korb an, bedrängt Majda Ghariani (Bergische Löwen).

Basketball

Falcons geben im Topspiel alles – 72:74

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Die Falcons ereilt die dritte Niederlage in den jüngsten vier Spielen. Und die Erkenntnis, dass es nicht einfach wird, in der 2. Basketball-Liga Nord die Playoffs der besten vier Teams zu erreichen.

Hochspannung pur ist am Samstagabend im Feri-Sportpark geboten worden, wo sich die Basketballerinnen der Elangeni Falcons Bad Homburg am 7. Spieltag in der 2. Bundesliga Nord der SG Bergische Löwen aus Bergisch Gladbach knapp mit 72:74 (42:40) geschlagen geben mussten.

Dass die Gäste nach einem ausgeglichenen 40-Minuten-Duell um ein Quäntchen die Nase vorn hatten, lag in erster Linie an ihrer Spielerin mit der Nummer 25 auf dem Trikot. „Sie hat einen unglaublichen Tag erwischt und war ausschlaggebend dafür, dass es für uns am Ende nicht ganz gereicht hat“, lobte Bad Homburgs Coach Jay Brown Tatiana Ariel Tenorio. Die war nicht nur mit 33 Punkten bei einer Einsatzzeit von knapp 30 Minuten (ohne Dreier!) die mit Abstand erfolgreichste Spielerin, sondern verwandelte auch sieben ihrer zehn Freiwürfe. Davon die beiden letzten von insgesamt vier in der letzten Minute der Partie, in der die Gastgeberinnen – mit großartiger Unterstützung ihrer Fans – einen 58:64-Rückstand im letzten Viertel bis 34 Sekunden vor dem Ende in eine 72:71-Führung umgewandelt hatten.

So eng wie beim „Countdown“ bis hin zur Schlusssirene war es während der gesamten Partie zugegangen. Nach dem ersten Abschnitt hatte es 16:18 gestanden, zur Pause 42:40 und nach 30 Minuten 56:58. Auch die Zahl der Rebounds war nahezu identisch (32 aufseiten der Falcons, 34 bei den Löwinnen).

Das mit Spannung erwartete Duell zwischen der Bergischen Topscorerin Marquisha Harris und Gergana Georgieva endete unentschieden. „Geri“ war mit 26 Punkten erfolgreichste Werferin der HTG (allein 15 in der ersten Halbzeit) und Harris sammelte 12 Punkte (10 in Durchgang eins).

Rotation kaum möglich

Dass die Partie hauptsächlich von Aktionen unter dem Korb geprägt war, belegte die Tatsache, dass die Falcons nur einen Dreier verbuchen konnten (Alexandra Polishchuk im zweiten Viertel zum 25:25-Ausgleich) und es ansonsten viel Gerangel mit einem Höchstmaß an erlaubter Aggressivität gab.

„Wir haben in kämpferischer Hinsicht alles gegeben“, lobte Brown die Einstellung seines Teams. Gerade in den umkämpften Phasen (und davon gab es diesmal einige) machte sich der kleine Kader der Kurstädter negativ bemerkbar. Weitere Rotationsmöglichkeiten hätten da Abhilfe schaffen können, aber mit Sarah Kuschel und Jordis Wächter fallen derzeit zwei gute Alternativen noch ein paar Wochen verletzungsbedingt aus. Kristin Annawald stand diesmal wegen einer Grippe nicht zur Verfügung. Die Nachwuchskräfte Lejla Jugo und Emma Rhein wollte Brown in einem solchen Spiel nicht ins kalte Wasser werfen.

„In der Nordgruppe der 2. Bundesliga wollen gleich vier Mannschaften aufsteigen. Da weht vergleichsweise sportlich ein anderer Wind als im Süden“, lautet die Bilanz von Falcons-Co-Trainer Bernd Betz nach drei Niederlagen in den letzten vier Spielen. Im Auswärtsspiel bei GiroLive Panthers Osnabrück haben es die Bad Homburgerinnen am Sonntag um 16 Uhr bereits mit dem nächsten Aufstiegs-Aspiranten zu tun.

Falcons: Gergana Georgieva (26), Nerea Garmenida (18), Stephanie Furr (10), Leah McDerment (6), Isabel Gregor (5), Alexandra Polishchuk (4)1, Anna Krentz, Lejla Jugo (n.e.), Emma Rhein (n.e.).

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