+
Der Rodheimer Levi Flott überwindet den Eintracht Block. Stefan Comis streckt sich vergebens.

Volleyball-Regionalliga

SG Rodheim operiert verstärkt mit flachen Pässen und hat die Eintracht sicher im Griff

  • schließen

Der Kampf um die Führungsrolle geht unter den Regionalligisten im Rhein-Main-Gebiet munter weiter. Die SSG Langen (siehe Extratext) und die SG Rodheim liegen gleichauf, Eintracht Frankfurt ist nach der Pleite in Rodheim etwas den abgefallen.

Die SG Rodheim gewann in der Volleyball-Regionalliga Südwest nach dem 3:2-Hinspielerfolg nun auch das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Diesmal mit 3:0 (25:16, 25:12, 25:23) sogar unerwartet klar. Durch den Sieg kletterten die Wetterauer in der Tabelle auf Rang drei hinter der punktgleichen SSG Langen, lediglich vier Zähler hinter Spitzenreiter TV Feldkirchen. Die Adlerträger mussten nach vier Siegen in Folge wieder einmal erfahren, wie bitter eine Niederlage schmeckt. Sie haben nun vier Punkte Rückstand auf Rodheim.

„Der Sieg war absolut verdient. Auch in dieser Höhe“, bekannte Eintracht-Trainer Andreas Petrocchi. Während bei seinem Team kaum etwas zusammenlief – „Unsere Fehlerquote war in den ersten beiden Durchgängen unterirdisch“ – attestierte er dem Gegner eine tadellose Leistung. „Rodheim spielte nicht spektakulär, aber fast fehlerfrei. Überragend waren Robert Stodtmeister und Tim Wacker, die von Andreas Zander gut eingesetzt wurden und von uns nicht in den Griff zu bekommen waren. Unser Block, sonst unsere größte Stärke, hat diesmal komplett versagt.“

Der angesprochene Robert Stodtmeister sah bei seinem Team noch andere stark: „Libero Morris Liebster hat eine überragende Leistung gezeigt. Und in der Mitte ist Levi Flott der beste Mann der Liga.“ Flott kehrte zum Jahreswechsel von einem halbjährigen Aufenthalt in China zurück. Er trainiert aktuell beim Zweitligisten TG Rüsselsheim mit und ist für die Rodheimer eine enorme Verstärkung. Den Hauptgrund für den Sieg seines Teams sieht Stodtmeister aber in der Systemumstellung. „Wir spielen jetzt wesentlich schneller, mit flachen Pässen können wir oft dem gegnerischen Block zuvorkommen. Die Umstellung fruchtet langsam.“ Das sieht auch Trainer Johannes Voeske so: „Mein Team hat die Anweisungen sehr konsequent umgesetzt.“

Während die Rodheimer auf bewährte Kräfte bauen konnten, musste Petrocchi seine Anfangsformation diesmal verändern. Dominik Winter fehlte wegen einer grippalen Erkrankung, Oliver Wirth arbeitsbedingt. Für Winter kam der erst vor kurzem von der DSW Darmstadt gekommene Routinier Matthias Niegel zu seiner Premiere im Eintracht-Trikot. „Wenn es bei allen schlecht läuft, hat es ein Neuling im Team immer schwer“, erklärte Petrocchi, der den Mittelblocker nach zwei Sätzen durch Stefan Comis ersetzte, der als einziger Frankfurter eine ordentliche Leistung bot. Außen begannen Steffen Bekiersch und der brasilianische Neuzugang Jefferson Santos Pereira, für den später Robert Breitbarth kam. „Egal, wer auf dem Feld stand: Unsere Annahme war schwach“, erklärte Petrocchi, der als einziges Plus sah, dass seine Mannschaft nicht aufgab, sondern im dritten Satz alles versuchte, um die Niederlage noch abzuwenden. Im Angriff überzeugte auch Diagonalspieler Sven Panz, der jedoch, auch der schlechten Annahme geschuldet, zu selten angespielt wurde.

Schon am Samstag steht für die Eintracht die nächste schwere Aufgabe an: Der Spitzenreiter gastiert am Riederwald (20 Uhr). „Ich finde es gut, dass wir nun gegen Feldkirchen spielen“, meint Petrocchi. „So braucht man sich mit der Niederlage nicht lange zu beschäftigen und kann sofort darangehen, gegen einen starken Gegener Wiedergutmachung zu betreiben.“

Die Rodheimer hingegen sind spielfrei und stehen dann am 9. Februar beim Tabellenvorletzten VSG Kassel-Wehlheiden vor einer lösbaren Aufgabe.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare