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Bayram Mechmet, Trainer des 1. FC-TSG Königstein.

Fußball

Der Favoritenschreck zum Dritten?

Der FC Oberstedten will im Hochtaunus-Duell mit der DJK Bad Homburg endlich Fahrt aufnehmen. Der 1. FC-TSG Königstein könnte gegen Tabellenführer FC Kalbach hingegen erneut seiner Rolle als Favoritenschreck gerecht werden. Die Fußball-Gruppenliga in der Vorschau.

Vier Punkte stehen für den FC Oberstedten aus den ersten drei Partien zu Buche. Fragt man Trainer Artur Rissling nach seiner Einschätzung zum Start in die Gruppenliga-Saison, bekennt er: „Bisher bin ich gar nicht zufrieden. Weder mit den Ergebnissen, noch mit unseren Leistungen.“ Beim 2:2 gegen den FSV Friedrichsdorf sei der Gegner eigentlich besser gewesen und der FV Hausen sei trotz des 3:2 für seinen FCO nicht schlechter gewesen.

„Es fehlt uns momentan noch das letzte Bisschen“, erklärt Rissling. Gemeint ist das letzte Bisschen Glück wie auch das letzte Bisschen Spritzigkeit. Gegen die DJK Bad Homburg (Sonntag, 15 Uhr) wird sich entscheiden, ob der Saisonstart als Erfolg oder Misserfolg gewertet werden darf. „Gewinnen wir, dann stehen wir mit sieben Zählern im Mittelfeld, was absolut okay wäre“, sagt Rissling, „verlieren wir aber, dann hängen wir erst einmal unten drin.“

Mit dem Abstieg wollte man beim FC Oberstedten in der dritten Gruppenliga-Saison erstmals nichts zu tun haben. Einem anhaltenden Negativlauf möchte man nun vorbeugen. Gegen Bad Homburg stehen dem Trainer 20 Spieler zur Verfügung. Einzig Nouri Jeghams Einsatz ist aufgrund einer Rippenprellung momentan fraglich. Doch Rissling kündigt an, nur drei Spieler auf die Bank zu nehmen. Der Rest wird für die Reserve, die in der Kreisoberliga gegen die FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach antritt, abgestellt.

Den eigenen Gegner aus Kirdorf sieht Rissling als spielstarke Mannschaft. „Wir müssen der DJK die Lust am Spielen nehmen“, sagt er, „es soll weiterhin unangenehm sein, bei uns antreten zu müssen.“

Unangenehm war es zuletzt auch für die Gegner des 1. FC-TSG Königsstein. Der Aufsteiger schlug zuletzt die Spvgg. Oberrad (3:2) und die FG Seckbach (2:1). „Für uns sind das Meisterschaftsfavoriten oder zumindest Aufstiegsfavoriten“, sagt Sportchef Till Sommerfeld, „insofern freuen uns die Siege schon, auch wenn sie uns überrascht haben.“ Im läuferischen und taktischen Bereich macht es Königstein schon sehr gut, doch Bayram Mechmet nennt noch einen weiteren Faktor für die beiden unerwarteten Erfolge. „Wir hatten teilweise mehr Glück als Verstand“, sagt der Coach und weist daraufhin, dass nun der aktuelle und verdiente Tabellenführer kommt. Gegen den FC Kalbach (Sonntag, 15 Uhr) will sich Mechmet diesmal nicht auf das Fortune verlassen.

Für Sommerfeld wird die Partie zum Wiedersehen mit alten Bekannten. Sowohl Kalbachs Kapitän Luca Jerome Labonte als auch Verteidiger Daniel Roth trainierte er einst bei seiner ersten Station beim SV Heddernheim. „Das Team zeichnet sich nicht über Tiki-Taka à la FC Barcelona aus, sondern kommt über den Kampf ins Spiel“, berichtet er über den FC Kalbach.

Verletzungs- oder urlaubsbedingt nicht dagegenhalten können Nemanja Petos, Vincent Schandry, Omid Esmatulahi, Stefano Basanisi und Murat Özbek. Gerade die beiden letztgenannten Leistungsträger sind nicht so leicht zu ersetzen. Vielleicht muss also doch wieder das Glück herhalten. Aber wenn auf diesem Wege der nächste Favorit geschlagen werden sollte, dann würde sich wohl auch Bayram Mechmet nicht beschweren.

Weiterhin spielen: FC Neu-Anspach – SC Dortelweil, TuS Merzhausen – Türk. SV Bad Nauheim (beide Sonntag, 15 Uhr) rk

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