+
Jubel bei der FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach nach dem Sieg. v.li.: Daniel Dietrich (-3-), Louis Presle (-8-)

Fußball, Spiel der Woche

Favoritenstürze sind bei der FSG Weilnau Programm

Die Bilanz von Weilnaus Kreisoberliga Fußballern nach fünf Heimspielen in Folge lautet 2:1, 4:2, 3:2, 3:2 ? und noch einmal 3:2. Die harte Gangart schmeckt indes den Gästen aus Kirdorf gar nicht.

Die FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach arbeitet in der Fußball-Kreisoberliga weiter am Klassenerhalt und stoppt „mit robustem Spiel und gutem Fußball“, wie Trainer Thorsten Crecelius später beschreiben sollte, den Lauf des bisherigen Tabellenzweiten DJK Bad Homburg. Überraschen kann dies Kenner des Hochtaunusfußballs eher wenig. Schließlich entpuppte sich die FSG bereits in der Rückserie der Vorsaison als „Stehaufmännchen der Liga“. Damals holte man dank eines eindrucksvollen Laufes noch Platz neun. Geschichte scheint sich nun zu wiederholen. Auch der DJK Bad Homburg – zuvor selbst fünf Siege in Serie – bekam die „harte Gangart“ der FSG so gar nicht. Eine Gangart die – später geführt von beiden Seiten – den Sport zunächst in den Hintergrund rücken sollte.

Keine Minute war gespielt, da sank DJK-Akteur Mike Schaidreiter nach einem Zweikampf in der eigenen Hälfte zu Boden und verlangte unter Atemnot sofort nach einem Arzt. Nach mehrminütiger Spielunterbrechung und Behandlung am Spielfeldrand durch Stephan Bodenröders Trainer-Kollegen Jürgen Bornschein war klar – für den 26-Jährigen war die Partie beendet, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte. Schaidreiter wurde später ins Krankenhaus gebracht.

(function(d, s, id) {

var js,ijs=d.getElementsByTagName(s)[0];

if(d.getElementById(id))return;

js=d.createElement(s);js.id=id;

js.src="//embed.scribblelive.com/widgets/embed.js";

ijs.parentNode.insertBefore(js, ijs);

}(document, 'script', 'scrbbl-js'));

„Bei Mike besteht der Verdacht auf Rippenbruch, im Krankenhaus wird jetzt abgeklärt, ob die Lunge auch etwas abbekommen hat“, teilte Bornschein nach Spielschluss, immer noch sichtlich besorgt um seine Nummer sechs, mit. 13 Minuten nach dem Ausscheiden Schaidreiters war Bornschein wieder gefordert, als er – noch beschäftigt mit der ersten Verletzung – übers komplette Spielfeld eilen musste. Sören Hofmann hatte Enes Bakan an der linken Außenlinie „völlig unnötig“ hart aus dem Spiel genommen, wie sein eigener Trainer Crecelius schon an der Seitenlinie monierte. Hofmann bekam Gelb, für Bakan ging es weiter. Dann übte sich auch Hofmann im Fallen und Schreien, als er von Yasin Albayrak im Luftduell attackiert wurde (22.). Und richtig – Fußball wurde stellenweise auch gespielt. Mit dem ersten Angriff der DJK steckte Christopher Stein den Ball auf Celil Günay durch, der die Gästeführung markierte (23.).

Die Partie aber blieb zerfahren. Crecelius forderte seine Elf vom Spielfeldrand auf, die Zweikämpfe „mit Hirn“ zu führen. Die nächsten Behandlungspausen aber ließen nicht lange auf sich warten. Zunächst erwischte es DJK-Verteidiger Said Talhaoui nach einem Pressschlag (34.). Dann rauschten Mark Hohmann und Louis Presle, dieses Mal zu Ungunsten der FSG, schmerzhaft zusammen (45. +2). Mit dem Pausenpfiff schlug Bakan dann ein Luftloch im eigenen Sechzehner. Yannik Dietrich hatte auf den Fehler spekuliert und bugsierte das Leder zum 1:1-Pausenstand über die Torlinie der Kirdorfer (45. + 4).

(function(d, s, id) {

var js,ijs=d.getElementsByTagName(s)[0];

if(d.getElementById(id))return;

js=d.createElement(s);js.id=id;

js.src="//embed.scribblelive.com/widgets/embed.js";

ijs.parentNode.insertBefore(js, ijs);

}(document, 'script', 'scrbbl-js'));

Die beidseitige Pausenansprache im Schatten verhalf nur zu zeitweiliger emotionaler Abkühlung. Die FSG kam besser ins Spiel, Hofmann vergab frei vor Gästekeeper Jan Oliver Bieker das 2:1 (52.). Dann schwappten die Gefühle wieder über. Bakan erkundigte sich nach einem Pfiff durch Schiedsrichter Florian Schnorr (Wetzlar), lautstark nach dessen Grund und sah Gelb. Zu wenig, wie Anhänger der FSG monierten, um dann verbal mit DJK-Fans aneinander zu geraten. Und ja – auch in Hälfte zwei wurde noch mal die Sportart um’s runde Leder bemüht. Louis Presle spielte sich in den Vordergrund, als er eine maßgeschneiderte Ecke per Kopf zur FSG-Führung versenkte (55.) und schließlich nur noch via Foul im Strafraum zu stoppen war (77.). Den fälligen Strafstoß durch Hofmann konnten sowohl Bieker als auch das Tornetz nicht aufhalten. Die Folge: 3:1 für die FSG – nächste Unterbrechung, weil nun das Netz versorgt werden musste. Den Materialtest bestand dann nach Eckball das Gehäuse des gegenüberliegenden Tores zweifach, ehe Stein mit seinem Treffer zum Anschlusstor der DJK traf (85.).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare