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FC Dorndorf dreht das Derby - aber Hadamar hätte wohl sowieso verloren...

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Akrobatik im Oiwernpark: Jura Gros (Hadamar in Rot) und Samim Mansur (FC Dorndorf).
Akrobatik im Oiwernpark: Jura Gros (Hadamar in Rot) und Samim Mansur (FC Dorndorf). © Patrick Jahn

In der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden hat der FC Dorndorf das Nachhol-Kreisderby gegen den SV Rot-Weiß Hadamar 2 trotz 0:1-Pausenrückstandes noch mit 2:1 für sich entschieden.

Was im Dorndorfer Lager schon beim Anpfiff einige wussten: Durch das Mitwirken von Ruben Monteiro-Carvalho, Matthias Neugebauer und Luca Teller war das Spiel für die Hessenliga-Reserve wohl schon verloren. Denn: Nur zwei Akteure, die am 11. Dezember im Hessenliga-Spiel gegen Türk Gücü Friedberg eingesetzt worden waren, hätten spielen dürfen.

FC Dorndorf – SV Rot-Weiß Hadamar 2 2:1 (0:1). Es war das erwartet enge Derby, das auch gut und gerne remis hätte enden können. Das lag mitunter auch daran, dass SV-Coach Heiko Weidenfeller auf insgesamt vier Leihgaben aus dem Hessenliga-Kader zurückgreifen konnte. Und einer davon war gleich für das 0:1 verantwortlich: Nach klugem Pass von Jura Gros ließ Luca Teller im Eins-gegen-Eins mit Torwart Florian Hammel nichts anbrennen – die frühe Führung für die Fürstenstädter (6.). Dorndorf hatte sich gegen sehr diszipliniert auftretende Gäste schwergetan, verlor auch ab und an zu schnell die Bälle. Nach 22 Minuten hätte es aber doch 1:1 heißen können, aber Florian Kröner hatte mit seinem Abschluss nach Zuspiel von Ajmir Koochi nur den Pfosten getroffen (22.). Die Rot-Weiß-Reserve hätte in den letzten zehn Minuten des ersten Akkords die Führung gleich zweimal ausbauen können: Nach Flanke von Leon Ludwig setzte Luca Teller seinen Kopfball freistehend am linken Pfosten vorbei (35.), und Ruben Monteiro-Carvalho bekam nach einer Hereingabe von Larion Kosuchin die Kugel aussichtsreich nicht richtig unter Kontrolle (41.).

Nach Wiederbeginn kamen die Dorndorfer zumindest optisch zu einer leichten Überlegenheit. Über eine Stunde war aber schon vorüber, ehe es im Kasten klingelte. Hatte Fabio Dahlem nach einer unzureichend geklärten Ecke noch zu harmlos abgeschlossen (62.), so war es Sekunden später Ajmir Koochi, der eine stramme Hereingabe von Max Kunz am zweiten Pfosten in die Maschen schoss – 1:1 (63.). Dann stand das häufig unsicher wirkende Schiedsrichtergespann mehrfach im Blickpunkt. Zunächst hatte der Unparteiische ein klares Foulspiel von Mike Schröder an Fabio Dahlem im Strafraum übersehen (70.), um sechs Zeigerumdrehungen danach eine Art Konzessionsentscheidung zu fällen: Felix Horz war die Kugel an den angelehnten Arm gesprungen, es gab unverständlicherweise Strafstoß. Diesen vollendete Florian Kröner sicher zum 2:1 (76.). Dazwischen lag aber auch eine dicke SV-Chance, als Luca Teller nach Kopfballverlängerung von Jura Gros knapp daneben zielte (72.). In den Schlussminuten warfen die tapferen Reservisten noch einmal alles nach vorne, bis auf einen zart am Pfosten vorbefliegenden Monteiro-Carvalho-Schuss passierte aber nichts mehr. PATRICK JAHN

Dorndorf: Hammel, Mansur, Kunz, M. Schneider, Park, Dahlem, Krugel (90.+2 N. Schneider), Koyun (46. Hindic), Tuzlak (74. Cano Cifuentes), Koochi, Kröner – Hadamar: Woloszyn, Neugebauer, Monteiro-Carvalho, Stahl (64. Hetzl), Horz, Burggraf, Kosuchin (53. Rausch), Gros, Ludwig, Teller, Schröder – SR: Tasdemir (Oestrich) – Tore: 0:1 Luca Teller (6.), 1:1 Ajmir Koochi (63.), 2:1 Florian Kröner (76./HE) – Zuschauer: 360.

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