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Wer wird Vizemeister? Allen Gashi mit der SG Eintracht Feldberg (links) oder Kai Politycki (Mitte) mit der SG Oberhöchstadt?

Fußball, Hochtaunus

Fernduelle um Auf- und Abstieg in der Kreisliga A

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Die SG Oberhöchstadt hat vor dem letzten Spieltag in der Kreisliga A die besten Karten – Wird die Relegation zur Kreisoberliga abgesagt?

Am vergangenen Wochenende war die 2. Fußball-Bundesliga ein Beispiel für maximale Spannung, und am kommenden Sonntag lässt sich die Kreisliga A Hochtaunus nicht lumpen. Erst am letzten Spieltag der Saison 2018/19 fallen die letzten Entscheidungen hinsichtlich Aufstieg und Abstieg. Anpfiff aller sieben finalen Partien der zweithöchsten Spielklasse im Kreis ist um 13.15 Uhr.

Entschieden ist die Frage nach dem Meister. Topfavorit SG Eschbach/Wernborn, aktuell bei 74 Punkten und 111:24 Toren angelangt, steht seit dem 30. April als Champion und erster Direktaufsteiger in die Kreisoberliga fest. Die abschließende Partie beim Tabellenvierten 1. FC 04 Oberursel auf der Stierstädter Heide hat lediglich statistische Bedeutung. Erst am Sonntag gegen 15 Uhr steht jedoch fest, wer das Team des scheidenden Trainers Klaus Schöneich nach oben begleitet und welches Team am 31. Mai (20 Uhr) in Mammolshain die Relegation gegen Kreisoberligist FC Weißkirchen bestreitet.

Die besseren Karten im Rennen um Platz zwei und den direkten Sprung nach oben hat die SG Oberhöchstadt, die mit 66 Punkten und 123:35 Toren vor der SG Eintracht Feldberg (65/71:25) steht und mit einem Heimsieg gegen Teutonia Köppern II aus eigener Kraft alles klar machen kann. „Wir müssen nur unsere Hausaufgaben machen und gewinnen“, sieht Spielausschusschef Christian Oppermann sein Team beim Fernduell mit der Eintracht im Vorteil, zumal die Torfabrik von Trainer Joachim Hans um Lars Steier (33 Treffer) und Christian Freissmuth (20) wohl in Bestbesetzung antreten wird. Nur der Einsatz von Kai Politycki (Zerrung) ist noch fraglich.

Ein besonderer Aspekt dieser Partie ist auch die Tatsache, dass die Partie gegen Köppern in der Geschichte der SG Oberhöchstadt das letzte A-Liga-Spiel auf der Sportanlage an der Altkönigstraße sein dürfte. Die Planungen für die neue Heimspielstätte an der Altkönigschule in Kronberg sind in vollem Gange. Oppermann: „Der Umzug wird allerdings voraussichtlich erst im letzten Quartal 2019 erfolgen.“

Sollte es wider Erwarten nur zu Platz drei in der Abschlusstabelle reichen, wäre dies zumindest in personeller Hinsicht kein Problem für die SGO, denn der komplette Kader stünde auch für das Relegationsspiel zur Verfügung.

Das Gleiche gilt für die SG Eintracht Feldberg, deren Coach Manfred Klug sowohl im Heimspiel gegen Absteiger SGK Bad Homburg II als auch bei einer eventuellen Relegation auf alle Leistungsträger zurückgreifen kann. „Es ist an Himmelfahrt keiner von uns auf Mallorca“, kommentierte der Sportliche Leiter Christian Bös mit einem Augenzwinkern diesen Umstand.

Extrem bitter sei gewesen, dass die SGE mit dem 4:4 am Sonntag im Derby beim 1. FC-TSG Königstein II Rang zwei hergeschenkt habe und somit auf Schützenhilfe aus Köppern hoffen müsse. „Wenn man so lange vorne mit dabei ist wie wir, will man natürlich auch aufsteigen“, sagt Bös, „aber wenn es in diesem Jahr wider Erwarten nicht klappen sollte, wäre das kein Beinbruch. Die Planungen für die Saison 2019/20 laufen bei uns schon seit Wochen zweigleisig.“

Relegation: Ja oder nein?

Was auch noch denkbar ist: Die Relegation fällt aus und der Tabellendritte der A-Liga steigt auch direkt auf. Ein zusätzlicher Platz in der KOL Hochtaunus würde noch frei werden, wenn aus der Gruppenliga Frankfurt West nur der FC Oberstedten absteigt, teilte Kreisfußballwart Andreas Bernhardt (Oberursel) mit, da man in diesem Fall unter der Richtzahl an Mannschaften für die KOL liege. Auch die beiden Relegationsspiele für die Kreisligen wären dann nicht notwendig und jeweils beide Teilnehmer würden für die Saison 2019/20 in die höhere Spielklasse eingestuft. Abstiegsgefährdet sind in der Gruppenliga mit der DJK Bad Homburg und TuS Merzhausen aber noch zwei Taunus-Teams. Auch dort fällt die Entscheidung am Sonntag.

Abstiegskampf: und Hundstadt wollen drin bleiben

Sogar noch spannender als das Duell um Platz zwei ist am A-Liga-Tabellenende der Kampf um den Klassenerhalt und die Relegationsteilnahme. Mit dem FC Mammolshain (23 Punkte/40:78 Tore) und der SG Hundstadt (23/38:95) stehen die beiden Kontrahenten vor dem Saisonfinale mit derselben Punktzahl zu Buche. Falls beide Mannschaften auch am Ende der Runde punktgleich sein sollten, hätte der FCM dank des besseren direkten Vergleichs die Nase vorn (3:2/1:1).

Beim Showdown am Sonntag müssen beide Teams auswärts antreten und werden sicherlich von einer großen Anhängerschar begleitet: Mammolshain spielt beim FV Stierstadt II und Hundstadt bei der DJK Bad Homburg II am Kirdorfer Wiesenborn. Mammolshain geht durch den 5:0-Sieg gegen die DJK-Reserve gestärkt ins Rundenfinale. „Das war genau im richtigen Moment das richtige Signal, das von der Mannschaft gekommen ist“, freut sich Spielausschussboss Heiko Weck. Er ist guten Mutes, dass die Elf des im November verpflichteten Trainers Vait Arslanoski es schafft, zur Not eben über die Relegation. Erst nachdem man Planungssicherheit habe, werde am Personal gearbeitet. „Bis dato haben wir noch keinen Abgang.“

Ähnlich wie im Königsteiner Stadtteil laufen auch in Hundstadt die Vorbereitungen. „Zunächst einmal wollen wir bei der Helvetia gewinnen, und dann sehen wir weiter“, hat SGH-Vorstandsmitglied Thorsten Binz die 2:9-Packung gegen Oberhöchstadt schnell abgehakt und erinnert vielmehr an den starken Auftritt beim 3:2-Sieg bei der SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach II eine Woche zuvor. Unabhängig davon, ob man den Klassenerhalt perfekt macht, die Relegation ausfällt (siehe Haupttext) oder man am 1. Juni in Usingen gegen den Tabellendritten der B-Liga noch um den letzten A-Liga-Platz spielt, wird am Sonntagabend auf der Sportanlage in Hundstadt in großem Rahmen mit Freunden und Familienangehörigen der Saisonabschluss gefeiert.

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