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Der Eddersheimerin Stefanie Grüter (rechts) gelangen vier Treffer, die Niederlage in Birkenau konnte sie aber nicht verhindern.

Handball

Nach dem sensationellen Erfolg gegen Leipzig patzt die TSG Eddersheim überraschend in Birkenau

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Nach dem 26:22-Festtag vor einer Woche gegen Spitzenreiter Leipzig wurden die Drittliga-Handballerinnen der TSG Eddersheim in der Ost-Staffel

Nach dem 26:22-Festtag vor einer Woche gegen Spitzenreiter Leipzig wurden die Drittliga-Handballerinnen der TSG Eddersheim in der Ost-Staffel beim TSV Birkenau schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Mannschaft von Trainer Tobias Fischer musste eine 21:26-Niederlage einstecken

Tobias Fischer nahm es mit Fassung: „Das gehört eben auch zu unserem Sport dazu“, akzeptierte der Trainer des Handball-Drittligisten TSG Eddersheim die etwas überraschende 21:26 (12:11)-Niederlage bei den abstiegsgefährdeten Birkenauerinnen. „Diese Mannschaft liegt uns einfach nicht. Wir hätten noch Stunden weiterspielen können und am Ende trotzdem nicht gewonnen“, erklärte Fischer nach der Pleite seines Teams beim TSV Birkenau.

Lena Thoss, die sich im Abschlusstraining den kleinen Finger gebrochen hatte, fehlte den Gästen im Mittelblock. „Trotzdem stand unsere 6:0-Deckung von Beginn an stabil“, lobte der Coach später seine Abwehr. Für Thoss rückte die zuletzt beruflich verhinderte Top-Scorerin Steff Güter zurück ins Team. Fischers größtes Sorgenkind an diesem Abend war dennoch der Angriff. „Dort haben wir über das gesamte Spiel zehn bis 15 freie Chancen liegengelassen. Das rächt sich dann natürlich.“

Schon in der Anfangsphase dominierten die Favoritinnen aus Eddersheim zwar und führten mit 3:1 (5.) und 8:5 (13.), absetzen konnten sich die Handballerinnen der TSG aber nicht wirklich. „Ob es Siebenmeter waren, die wir nicht genutzt haben, oder Tempogegenstöße von außen oder aus den Halbpositionen. Es wollte einfach nichts rein“. benannte Fischer die Schwachpunkte. Zu den eigenen Unkonzentriertheiten gesellte sich die Tatsache, dass Birkenau mit einer extrem offensiven 3:2:1-Deckung jeglichen Spielfluss erstickte. „Sie haben unserer Angriffsspiel nur zerstört. Das ist aber legitim.“

Beim knappen Halbzeitstand von 12:11 appellierte Fischer in der Kabine noch an seine Spielerinnen, „galliger und konzentrierter“ vor dem gegnerischen Tor zu sein. In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit ging dies auch noch gut. Spätestens beim 17:16 für die Hausherrinnen in der 40. Minute nahm die Partie aber eine Wende; mit einem unschönen Ende für die Gäste. „Ihre Torfrau war schon im Hinspiel die überragende Spielerin“, meinte Fischer. Katharina Leinert entnervte die Eddersheimer Angreiferinnen eins ums andere Mal mit ihrer ruhigen und abgezockten Art. So konnten sich die um den Klassenerhalt kämpfenden Außenseiterinnen bis zur 55. Minute auf 23:19 absetzen. „Am Ende haben wir dann eine doppelte Manndeckung gespielt und alles riskiert“, schilderte Fischer die Schlussphase, in der seine Mannschaft alles auf eine Karte setzte. Birkenau wackelte aber nicht mehr und verdiente sich den 26:21-Sieg.

„Solche Spiele gibt es eben auch. Gegen Leipzig war gefühlt noch jeder unserer Würfe ein Treffer, jetzt ging es mal in die andere Richtung. Das müssen wir akzeptieren, die richtigen Schlüsse daraus ziehen und dann in drei Wochen gegen Ober-Eschbach positiv weitermachen“, meinte der Eddersheimer Übungsleiter nach der sechsten Saisonniederlage seiner Mannschaft. Erst am 9. März steht für die TSG Eddersheim die nächste Aufgabe an: Mit dem Duell beim Tabellenzehnten in Ober-Eschbach.

TSG Eddersheim: Tor: Priester, Kirchner. Schweikart 5 Tore, Güter 4/3, König 3, Brocke, Flebbe, Özer, Kempf alle 2, Gempp 1, Krämer.

(awo)

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