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Kollektiver Dietkircher Torjubel nach dem 3:1.

Fußball-Hessenliga

Die "Festung" Reckenforst hält

In der Fußball-Hessenliga hat die Mannschaft von Trainer Thorsten Wörsdörfer die Punkte acht bis zehn auf eigenem Platz  eingefahren. Gegen den SV Steinbach siegte der TuS aufgrund einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang absolut verdient mit 3:1 und vergrößerte damit den Vorsprung zu den gefährdeten Plätzen.

VON PATRICK JAHN

TuS Dietkirchen – SV Steinbach 3:1 (1:1). Steinbachs Trainer Petr Paliatka monierte nach 25 Minuten völlig zu recht: „Jungs, spielt mehr Fußball.“ Das sollte für beide Mannschaften zutreffen. Dietkirchen versuchte es in einer faden ersten Hälfte meist mit „Langholz“ auf Maximilian Zuckrigl, kam damit aber ebenso wenig zu Torgelegenheiten wie die Osthessen. Lediglich Michael Wiegand setzte mit seinem 18-Meter-Schuss, der aber vorbei ging, ein erstes offensives Lebenszeichen für die Steinbacher. Ansonsten stand viel Mittelfeldgeplänkel auf der Tagesordnung, auch weil beide Defensivreihen sicher wirkten. 

Effektiv präsentierte sich hingegen der TuS: Nach einer Flanke von Kevin Kratz auf den zweiten Pfosten köpfte Marvin Rademacher Richtung Tor, Keeper Vladan Grbovic reagierte prächtig, wurde dann aber von seinen Vorderleuten im Stich gelassen, als Maximilian Zuckrigl zum 1:0 abstaubte (26.). In dieser Phase gewannen die Schwarz-Roten kurzzeitig Oberwasser, doch der Treffer fiel auf der Gegenseite: Kevin Kratz brachte Lukas Gemming im Strafraum zu Fall, und der Gefoulte selbst verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 1:1-Pausenstand. 

Dietkirchen kam mit mächtig Dampf aus der Kabine und durfte nach nicht einmal 120 Sekunden jubeln: Steinbachs Lukas Hildenbrand köpfte einen strammen Freistoß von Kevin Kratz unglücklich und ebenso unhaltbar für Vladan Grbovic zum 2:1 in die eigenen Maschen (47.). Steinbach wirkte geschockt und hätte nur Sekunden danach beinahe den nächsten Gegentreffer gefangen, doch Robin Dankofs Abschluss war zu harmlos (48.). Harmlos war im Übrigen das richtige Stichwort für den SV Steinbach. TuS-Torhüter Raphael Laux musste nicht ein einziges Mal ernsthaft eingreifen. Klar, Dietkirchen verteidigte im Kollektiv gut, für eine Mannschaft, die auswärts noch unbesiegt angereist war, kam offensiv aber viel zu wenig. 

Anders die Reckenforstler, die Pech hatten, dass Torhüter Vladan Grbovic das Eins-gegen-Eins mit dem stark in Szene gesetzten Colin Schmitz für sich entschieden hatte (54.). Wie gut Dietkirchen auch Fußballspielen kann, zeigte das entscheidende Tor zum 3:1. Über die Stationen Marco Müller, Maximilian Zuckrigl und Nicola Meloni, der mit toller Übersicht querlegte, nahm „Zucker“ den Steinbachern die allerletzte Resthoffnung auf einen Punkt – 3:1 (72.). Steinbach war geschlagen und hatte keine Chance mehr, gegen konsequente Dietkircher zurückzukommen. 

„Ich bin sehr glücklich, weil Steinbachs bisherige Ergebnisse kein Zufall sind. Es macht Spaß, unseren jungen Leuten dabei zuzusehen, wie sie sich in alles reinwerfen“, meinte TuS-Cheftrainer Thorsten Wörsdörfer mit Blick auf die tadellose Leistung des jungen Marco Weis. Und weiter: „Zu Hause sind wir mehr als im Soll, ich würde mir wünschen, dass wir nun auch auswärts punkten.“ 

Dietkirchen: Laux, Nickmann, Rademacher, Hautzel, Kratz, Dankof, Zuckrigl (89. Stahl), Müller (79. Cakir), Böcher, Weis, Schmitz (65. Meloni) –Steinbach: Grbovic, Gemming (64. Hofmann), Wiegand, Neacsu, Wittke, Hütsch, Zvekic, Uth, Stadler (46. Kücükler), Hildebrand, Manns (56. Körner) –SR: Wecht (Heppenheim) – Tore: 1:0 Maximilian Zuckrigl (26.), 1:1 Lukas Gemming (38./FE), 2:1 Lukas Hildenbrand (47./ET), 3:1 Maximilian Zuckrigl (72.) -Zuschauer: 180.

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