+
Erfahrung ausgespielt: Martina Beckel erzielte für den BV 77 Frankfurt einen sehr guten Schnitt von über 200 Pins.

Bowling

BV 77 Frankfurt befindet sich auf Meisterschaftskurs

  • schließen

Der BV 77 Frankfurt liegt vor dem Rundenfinale in Berlin bestens im Titelrennen, Lokalrivale und Aufsteiger BC/FTG hat gute Chancen auf Platz drei.

Die Bundesliga-Bowlerinnen des BV 77 Frankfurt sind weiter auf Kurs in Richtung Titelverteidigung. Auf den ihnen vertrauten Bahnen in Langen lagen sie bis zum letzten der neun Spiele in Führung. Nachdem die Abschlusspartie gegen Rivale Radschläger Düsseldorf mit 767:779 verloren wurde, ging der Tagessieg knapp an die nun auch in der Gesamtwertung führenden Rheinländerinnen um Ausnahme-Spielerin Birgit Pöppler.

Dieses Duo hat sich vor dem sechsten und letzten Start in Berlin (24./25. Februar) vom restlichen Feld deutlich abgesetzt. Da in dieser Saison über den Titel erstmals im direkten Duell entschieden wird, ist davon auszugehen, dass Düsseldorf und der BV 77 Frankfurt, also die beiden Teams, die seit 2011 auf die Meisterschaft abonniert sind (fünfmal Frankfurt, zweimal Berlin), sich dann auch im Finale gegenüberstehen werden.

In Langen waren die Routiniers Michaela Göbel-Janka (Schnitt 203,33 Pins) und Martina Beckel (202,56) die Besten im Frankfurter Quintett. Einen höheren Schnitt erzielten lediglich die Düsseldorferinnen Birgit Pöppler (209,33) und Tina Hulsch (207,89). Gut in Form war auch Claudia Sawitzki (197,89). Jeannine Barth (176,00) und Gina-Maria Merkel (174,00) teilten sich die Spielanteile, ohne nennenswert zu punkten.

Das „BOWL for Fun“ in Langen ist an sich für hohe Team-Ergebnisse über 800 Pins gut. Diesmal war es anders. „Die Ölung machte die Bahnen zu einer schweren Piste, auf der man um jeden Pin kämpfen musste“, erzählte Michaela Göbel-Janka. „Wir haben super kommuniziert, uns Infos über die Veränderung der Bahnoberfläche gegeben und Tipps ausgetauscht. Es war wie früher, als wir eine seit Jahren eingespielte Mannschaft waren. Ich hätte nicht gedacht, dass es mit drei neuen jungen Spielerinnen im Team so schnell wieder derart funktionieren würde“, fügte die langjährige Nationalspielerin hinzu.

Der zweite Frankfurter Bundesligist, der BC/FTG, hat gute Chancen auf das „kleine Finale“. Aktuell belegt der starke Neuling Rang drei (82 Punkte), darf sich also nur noch um einen Platz verschlechtern. Und die Lucky Strikers Regensburg (78), BSC Kraftwerk Berlin, Royal Viernheim (je 73) und der VfL Wolfsburg (71) lauern in Schlagdistanz. In Berlin können die Frankfurterinnen aber auf die berufsbedingt fehlende Lea Degenhardt zurückgreifen, aktuell nach der Schnittliste zweitbeste Spielerin der Liga. „Wir haben es nun in der Hand, einen Platz auf dem Podest zu erreichen. Das haben wir vor der Runde nicht für möglich gehalten. Die Mannschaft wird alles daransetzen“, sagt Teamchef Achim Eylardi.

In Langen wurde nach drei erfolglosen Partien eine kleine Siegesserie hingelegt, bei der auch Düsseldorf die einzige Niederlage quittieren musste. Neben Degenhardt fehlte auch Nadja Riffinius, die ein Kind erwartet und ins Geschehen nicht mehr eingreifen wird. In Berlin fehlen wird auch Shirley Lazar, die diesmal mit einem Schnitt von 196,22 Pins beste Spielerin im Team war. Tina Kirsch kam auf 180,57, Saskia Schutte auf 179,00, Bettina Hormann auf 177,00, Lena Wahl auf 171,67 und die nur sporadisch eingesetzte routinierte Klaudija Heine auf 147,00.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare