Handball, 3. Liga Damen

Franziska Feick ist seit vielen Jahren in Eddersheim eine feste Größe

  • Volker Hofbur
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Die Kapitänin des Drittligisten erwartet am Sonntag gegen Königsdorf in Bestbesetzung den zweiten Heimsieg

Eddersheim -Am Sonntag (15 Uhr, Eckel-Halle) erwarten die Drittliga-Handballerinnen der TSG Eddersheim den Aufsteiger TuS Königsdorf. Trainer Tobias Fischer konnte den Gegner nur beim Auftaktspiel in Nieder-Roden per Video verfolgen. Das Spiel gegen Düsseldorf war ausgefallen, weil ein Tor kaputt war und bis zum Spiel kein neues verfügbar war.

Beim Auftaktspiel sah Fischer eine Mannschaft, die eine stabile Abwehr stellte und deren Angriffsspiel sehr auf den Rückraum fixiert war. "Wir müssen schauen, wie wir gegen sie agieren, da bin ich mir noch nicht schlüssig", erläuterte Fischer, "das kann eine spontane Entscheidung werden, und wir können ja auch im Spiel reagieren".

Fischer kann auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, auch wenn er einige angeschlagene Spielerinnen hat und einige Spielerinnen aus beruflichen Gründen nicht trainieren konnten. "Das war keine richtig runde Trainingswoche, aber da jammere ich wohl auf hohem Niveau", weiß der Trainer nach dem Austausch mit vielen Kollegen.

Seit vielen Jahren ist Franziska Feick eine seiner beiden Kapitäninnen: "Das sagt schon viel aus, denn ich bestimme diese Position vor jeder Saison. Sie ist eine hervorragende Handballerin, macht derzeit einen guten Eindruck und hat ihre Torgefahr entdeckt. Zudem ist sie eine gute Blockspielerin im Abwehrzentrum."

Seit Ende Mai

wieder im Training

Die Kapitänin freut sich erst einmal, dass sie wieder voll trainieren kann und sie auch nach zwei Operationen den Kreuzbandriss gut hinter sich gelassen hat. Im Herbst des vergangenen Jahres pausierte die Grundschul-Lehrerin: "Ich habe mich dazu entschieden, weil ich in meinem Beruf auch die Verantwortung für meine Klasse habe. Der Sport hat mir gefehlt, aber mein Herz liegt auch an meinem Beruf als Lehrerin." So trainierte sie für sich, absolvierte die Programme und ging alleine joggen. "Ich habe mich wieder auf das erste Training gefreut und bin seit Ende Mai wieder voll dabei", freut sich die 28-Jährige. Auch mit den zwei Siegen zum Saisonstart ist sie zufrieden. "Wir waren in den ersten Spielen nervös. Für die meisten sind diese Gegner Neuland. Um unsere Ziele zu erreichen, müssen wir 60 Minuten kontinuierlich spielen. Das ist uns in Köln nicht gelungen. Wenn einer anfängt, Fehler zu machen, dann versucht der nächste etwas und wir verlieren den Kopf", meint sie mit Blick auf die kritische Phase beim 28:20-Sieg in Köln, als die Eddersheimerinnen eine 19:12- Führung kurzzeitig aus der Hand gaben. "Dann habe ich es hinbekommen. Ich habe versucht, in der Abwehr zu pushen. Wir haben uns über jede gute Aktion gefreut, dazu hat Mona Priester gut gehalten", beschreibt Franziska Feick den 9:2-Lauf ihres Teams, der den letztlich doch sicheren zweiten Saisonsieg brachte. Das Saisonziel ist für sie klar: "Wir wollen oben mitspielen. In dieser Mannschaft steckt viel Potenzial, daher stecken sich Trainer und Spielerinnen hohe Ziele. Unser Trainer ärgert sich, dass wir nicht alles abrufen müssen, das in uns steckt", erläutert Franziska Feick, "ich habe auf jeden Fall Lust, unter die Top 3 zu kommen. Das wollen wir auch alle".

Mit Blick auf die Zukunft gibt Franziska Feick mit ihren 28 Jahren - also im besten Handball-Alter - keine langfristigen Prognosen ab: "Ich schaue von Saison zu Saison. Es muss passen, und ich muss Lust haben zu spielen. Jetzt hoffe ich erst einmal, eine ganze Saison zu spielen."

Für Sonntag zählt aus ihrer Sicht nur ein Sieg: "Wenn wir oben mitspielen wollen, müssen wir gegen diesen Gegner gewinnen." Volker Hofbur

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