Friedel Müller – da war doch irgendwas . . .

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Es muss ein Irrtum sein, das kann nicht stimmen – oder vielleicht doch? Jedenfalls wird gemunkelt, dass Friedel Müller, Trainer- und Fußball-Legende aus dem Südkreis, am morgigen Sonntag 65 Jahre alt wird.

Kann eigentlich nicht sein, denn vor wenigen Monaten hat der Nauheimer noch an der Seitenlinie gestanden und dem RSV Würges durch sein schwieriges erstes Jahr in der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden geholfen. Zuvor war er Trainer beim Verbandsligisten FC Dorndorf. 65 Jahre alt? Nie und nimmer.

Ohne Fußball geht’s natürlich auch jetzt nicht bei Friedel, seinerzeit Spieler in den Glanzzeiten des RSV Würges in der Oberliga. Legendär sein Auftritt in der dritten DFB-Pokal-Runde, als die „Roten“ mit 0:1 gegen den VfL Osnabrück, seinerzeit Tabellenführer der 2. Liga, ausgeschieden waren. Inzwischen aber ist Friedel Müller nicht etwa Trainer-Rentner. Nein, keineswegs; er ist sogar Bundestrainer. Und der der Winzer-Nationalmannschaft, der sogenannten „deutschen Weinelf“. Seite an Seite mit Erich Routemöller führte Friedel Müller die kickenden Winzer-Söhne im Sommer zur Vize-Europameisterschaft im slowenischen Maribor.

Ja, die Talente des Friedel Müller sind vielfältig. Ein ganz wichtiger Mann ist er derzeit beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden. In enger Kooperation mit dem aufblühenden Nachwuchs-Leistungszentrum des SVW ist der dem Vernehmen nach Noch-64-Jährige als Scout unterwegs. Mit jungen Spielern arbeitet Friedel gern zusammen, wie die Saison 2009/10 beweist, als der Nauheimer die U19-Bundesliga-Mannschaft des SV Wehen Wiesbaden erfolgreich trainierte. Bewiesen hat er das seinerzeit auch bei den Eisbachtaler Sportfreunden, Seite an Seite mit seinem inzwischen guten Freund Thorsten Wörsdörfer.

Und wenn es tatsächlich stimmt, dass Friedel Müller am Sonntag 65 Jahre alt wird, dann wird mit Sicherheit auch „Wörsi“ vorbeischauen. „Mein Haus ist ab 9.30 Uhr offen“, sagt Friedel Müller.

(mor)

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