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Alles im Griff: Namanja Petkovic und der FSV Friedrichsdorf.

Gruppenliga

Friedrichsdorf dominiert Königstein

Das Hochtaunus-Derby in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West nimmt einen einseitigen Verlauf.

FSV Friedrichsdorf – 1. FC-TSG Königstein 3:0 (2:0): In Abwesenheit der Führungsspieler Eric Bueno Oliva (Urlaub) und Adrian Bitiq (Trainingsrückstand) konnte der FSV den vierten Sieg in Serie einfahren. Per Handelfmeter traf Sabit Zejnullahu früh zum 1:0 (8.). Kurz vor der Pause verwandelte Burak Sahin einen Abpraller zum 2:0 (41.). Das 3:0 nach knapp einer Stunde besorgte Denis Crecelius nach einem Lattentreffer von Sahin (61.). Fünf Minuten vor Schluss sah Benjamin Celikci wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot, doch am Ausgang der Partie änderte der Platzverweis nichts mehr. „Der Sieg von Friedrichsdorf geht in Ordnung“, so Königsteins Coach Bayram Mechmet, „die effektivere Mannschaft hat gewonnen. Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn es noch höher ausgeht.“

FSV-Trainer Metin Yildiz und seine Truppe erobern damit den vierten Tabellenplatz. „Jetzt haben wir noch vier Spiele bis zur Winterpause und wir wollen zusehen, dass wir in diese als bestes Hochtaunus-Team gehen“, so Yildiz. Forsche Worte des Vorjahresaufsteigers. Die Leistungen lassen solche Ziele aber durchaus zu. rk

Bosnischer SV Frankfurt – TuS Merzhausen 3:2 (1:1): Euphorie und Ernüchterung können im Fußball sehr dicht aufeinanderfolgen. In der 88. Minute kam Merzhausens Perica Zrakic beim Stand von 1:2 im gegnerischen Strafraum zu Fall. Den anschließenden Elfmeter verwandelte Patrick Berschick souverän links unten zum 2:2. Doch der Ausgleich hatte nicht lange Bestand. In der 90. Minute setzten sich die Gastgeber nochmals über den linken Flügel durch, Adis Pita traf nach Flanke zum 3:2 für die Bosnier und vermieste Merzhausen den Abend. „In der Offensive muss es bei uns noch besser laufen, aber hinten haben wir eigentlich gut gestanden“, so TuS-Sprecher Pedro Ribeiro, „nur bei den Gegentoren haben wir was zugelassen, was der Gegner eiskalt ausnutzte.“ Berschicks frühes 1:0 (8.) konnte Irhan Hadzimehmedagic nach Ecke freistehend egalisieren (1:1, 13.), Branislav Glamocanin bestrafte einen Ballverlust und zu behäbiges Umschalten Merzhausens (2:1, 70.). rk

DJK Bad Homburg – FC Kalbach 3:1 (0:1): Endlich – möchte man aus Sicht der DJK sicherlich sagen – belohnt sich das Team des Trainergespanns Stefan Bodenröder und Jürgen Bornschein für ihre guten Leistungen. Nachdem sie vergangene Woche sicherlich etwas überraschend, obgleich nicht unverdient, beim Tabellenprimus Spvgg. Oberrad (3:2) gewann, legte die DJK zu Hause gegen Kalbach nach; allerdings auch begünstigt durch einen frühen Platzverweis seitens der Gäste. „Wir machen jetzt endlich die Tore aus den Chancen, die wir auch vorher schon hatten“, erklärte Bodenröder, der selbst in Zeiten der Misserfolge seinem Team aufgrund anständiger Spielweise den Rücken deckte. Jetzt stehe man zudem defensiv besser und habe es geschafft, individuelle Fehler abzustellen – ausgeklammert sei hier der 0:1-Gegentreffer, bei dem sich die DJK-Innenverteidigung schlichtweg verschätzt hatte. Glücklicherweise bewiesen Bodenröder und Bornschein mit Yassin Belfkih ein glückliches Händchen bei den Wechseln. „Er hat gleich gezündet, war sofort präsent und hat uns gutgetan“, umschrieb Bodenröder seine Nummer 10 treffend, die erst zum Ausgleich abstaubte, dann „mehr als ansehnlich“ (O-Ton Bodenröder) den Gäste-Keeper per Lupfer aus der Distanz überwinden konnte. – Tore: 0:1 Erkmen (35.), 1:1, 2:1 Belfkih (51., 62.), 3:1 Stoss (89.). – Rote Karte: Gegen Rossbach (19./Kalbach, wegen Notbremse). rku

FV Hausen – FC Neu-Anspach 2:0 (1:0). „Wenn’s ruppig wird, ziehen wir den Kürzeren.“ Anders, als mit diesen Worten, wusste der spürbar enttäuschte Rico Henrici die Niederlage seiner Mannschaft nicht zu umschreiben. Sinnbildlich hierfür steht sicherlich das erste Gegentor: Im Vorwärtsgang verlor man einen entscheidenden Zweikampf in Höhe der Mittellinie und lief in einen Konter, den letztlich Amin Anedam erst im dritten Anlauf zum 1:0 abstaubte und die physisch agierenden Hausherren in Front brachte (22.). Körperliche Gegenwehr kam einmal mehr keine von den Gästen – sehr zum Leidwesen ihres Trainers. Und trotzdem erspielte sich Neu-Anspach gute Chancen, doch Christian Kaus scheiterte gleich drei Mal, Niklas Kraus ein Mal am stark parierenden FV-Schlussmann Marc Sieber. Stattdessen umkurvte Sina Shakouri – „der beste Mann auf dem Platz“ (Henrici) – in bester Robben-Manier drei Neu-Anspacher und schlenzte dann ins lange Eck; nur von der linken Seite. „Wir haben uns absolut den Schneid abkaufen lassen. Sie haben uns niedergerungen und wir haben uns niederringen lassen“, ärgerte sich Henrici ob der Lethargie.

Tore: 1:0 Anedam (22.), 2:0 Shakouri (88.). rku

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