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Neu-Anspachs Kapitän Oliver Pauls (3. von links) im Laufduell mit dem Seckbacher Manuel May.

Gruppenliga

5:1 – FSV Friedrichsdorf schon Vierter

Die Mannschaft von Trainer Metin Yildiz holt am letzten Vorrundenspieltag der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West den einzigen Sieg eines Hochtaunus-Vertreters. Auf Abstiegsplätzen stehen der FC Oberstedten und auch die DJK Bad Homburg, die sich in Beienheim klar benachteiligt fühlt.

FC Oberstedten – Bosnischer SV Frankfurt 1:5 (1:3): Die nackten Zahlen lassen eine klare Klatsche für den FCO vermuten. „Das Ergebnis täuscht jedoch, denn so klar waren die Verhältnisse nicht“, betonte Manager Rüdiger Rau nach dem Spiel, in dem der Einstand von Trainer Leo Caic missglückte. Den frühen Rückstand durch Besim Krdzalic (5.) konnte Nouri Jegham in der Folge von gutem Pressing und einem Ballverlust der Gäste egalisieren (36.). Durch einen Doppelschlag vor der Halbzeit geriet Stedten aber unnötigerweise wieder in Rückstand. Dem 1:2 durch Adis Pita (43.) ging ein eigener Eckball sowie ein schneller Konter der Bosnier voraus. Vor dem 1:3 durch Matej Rugle (45.+1) wurde der Ball leichtfertig vertändelt.

Die Möglichkeit zum Anschluss hatte in der 70. Minute abermals Jegham. Doch statt ins freie Tor zu köpfen, versuchte er sich an einem Seitfallzieher. Es blieb beim Versuch, nicht aber beim 1:3. Kurz vor Schluss verwandelte Almir Derdemez noch einen Foulelfmeter (1:4, 87.) und Edin Kitic veredelte einen Konter (1:5, 90.+1). Vor dem nächsten Spiel gegen den FV Hausen hat Caic nun zwei Wochen Zeit, um die guten Ansätze zu verbessern. rk

FC Neu-Anspach – FG Seckbach 1:1 (0:0): Der Sieg nach zuletzt zwei Niederlagen blieb für den FCNA zwar aus, doch Coach Rico Henrici sah „eine deutliche Leistungssteigerung gegen einen starken Gegner“. Für den Fußballlehrer ist die FG Seckbach aus dem Frankfurter Osten zurzeit sogar die spielerisch stärkste Mannschaft der Gruppenliga Frankfurt West. Diese Klasse führte in der 63. Minute zum Torerfolg. Nach einer langgezogenen Flanke vom rechten Flügel wurde es am zweiten Pfosten unübersichtlich. Laut Spielbericht war wohl FCNA-Verteidiger Vladislav Fomin zuletzt am Ball. Unstrittig war der Torschütze zum 1:1 (74.). Christian Kaus verwandelte souverän einen Strafstoß, nachdem der wendige Ahmad Mohabat zuvor nur noch mit einem Foul gestoppt werden konnte.

„Es gab kurze Phasen, in denen die Seckbacher dem Sieg näher waren, dafür hatten wir am Schluss noch eine Chance durch Kaus. Am Ende ist das Ergebnis wohl gerecht“, lautete das Fazit von Henrici. Beide Teams haben nun in der Tabelle 27 Punkte und somit sechs Zähler Rückstand auf Rang zwei. rk

TuS Merzhausen – Spvgg. Fechenheim 2:2 (0:1). Es war eine Unaufmerksamkeit auf der rechten Außenbahn, die dazu führte, dass die Hausherren wieder einmal einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Den egalisierten sie auch vor dem Pausenpfiff nicht mehr. Trainer Slobodan Turjacanin brachte zur zweiten Halbzeit mit Damjano Demasi und Kyle Howie zwei frische Kräfte, die zündeten. Ersterer führte nach gut einer Stunde die Merzhausener auf die Siegerstraße, nachdem Perica Zrakic nur Minuten zuvor bereits ausgeglichen hatte (55.). Doch unerklärlicherweise nahmen die Gastgeber – trotz Führung und Überzahl – die Ausfahrt Richtung Remis.

„Mit einem Mann mehr wurde unser Spiel schlechter statt besser“, ärgerte sich Turjacanin über seine Elf, die partout nicht von der Tätlichkeit des Fechenheimers Pompeo De Angelis an Zrakic (62.) profitieren wollte. „Ich hatte gehofft, dass wir nach der Roten Karte das Ding nach Hause fahren“, erzählte der Trainer, „doch im Gegenteil: Wir kassieren den Ausgleich und fast noch das 2:3 nach Freistoß.“ Das Spielgeschehen passe jedenfalls ins Bild der letzten Wochen. Jetzt dürfe man nicht den Anschluss ans Mittelfeld verlieren. „Wir müssen ackern und mit Herz spielen“, lautet Turjacanins Rezept für die vier Spiele bis zur Winterpause.

Tore: 0:1 Tuzgar (32.), 1:1 Zrabic (55.), 2:1 Demasi (59.), 2:2 Remhof (68.). rku

SKV Beienheim – DJK Bad Homburg 6:2 (0:2). DJK-Trainer Stefan Bodenröder wollte sich gar nicht mehr einkriegen. „Es klingt immer blöd, wenn man verliert und sagt, der Schiri war schuld“, schickte Bodenröder voraus. Dennoch sei die 2:6-Pleite in der Wetterau schlichtweg nicht anders zu erklären.

„Wir waren heute klar die bessere Mannschaft, aber das Gespann hat uns keine Chance gelassen“, ärgerte sich Bodenröder. Er führte den umstrittenen Platzverweis gegen Mark Hohmann, der sich eine obszöne Geste gegenüber den Zuschauern geleistet haben soll, den verweigerten Strafstoß nach Handspiel eines Beienheimers, dem doppelt zurückgepfiffenen 3:0-Treffer – erst wegen Abseits, dann wegen eines vermeintlichen Handspiels des Stürmers – und den Elfmeterpfiff für den SKV an. „Der Spieler rutscht einfach weg“, meinte DJK-Trainer Bodenröder.

Tore: 0:1 Belfkih (12.), 0:2 El Ouahian (30.), 1:2 Paradzik (53./FE), 2:2 Heck (57.), 3:2 Suarez (65.), 4:2 Michalak (74.), 5:2 Hirzmann (78.), 6:2 Mouzong (90.). – Rote Karte: Gegen Hohmann (18./DJK, wegen einer unsportlichen Geste). rku

TSG Nieder-Erlenbach – FSV Friedrichsdorf 1:5 (1:2). Für die nun auf dem vierten Tabellenplatz als bestes Hochtaunus-Team rangierenden Gäste war das Auswärtsspiel eine der einfacheren Aufgaben – zumindest auf dem Papier. Die Hausherren stehen mit lediglich acht Zählern auf dem letzten Rang. Umso überraschender, dass der FSV in Rückstand geriet. Andreas Eifert bestrafte die halbherzige Art zu verteidigen, doch nur zwei Minuten später glich Friedrichsdorf aus und drehte vor der Pause die Partie.

„Wir haben uns auch von dem Gegentreffer nicht aus der Ruhe bringen lassen, einfach weitergespielt und wurden dafür belohnt“, analysierte FSV-Trainer Metin Yildiz das Spiel seiner Elf, für die er kräftig rotieren lassen hatte. Mehrere Spieler aus der zweiten Reihe erhielten so eine Chance, wie der A-Jugendliche Denis Schäfer, den Yildiz nicht nur aufgrund seines „Doppelpacks“ hervorhob.

Tore: 1:0 Eifert (12.), 1:1 Mouma (14.), 1:2, 1:3 Schäfer (32., 56.), 1:4 Celikci (65.), 1:5 Bitiq (86.). rku

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