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Einer der Rückschläge für den FSV Friedrichsdorf am Wiesenborn: Sabit Zejnullahu verletzt sich in den Anfangsminuten nach diesem Zweikampf bei der Landung am Fuß und kann nicht weiterspielen.

Gruppenliga

FSV Friedrichsdorf steckt mehrere Rückschläge weg

Nach einem munteren Schlagabtausch trennen sich die DJK Bad Homburg und der FSV Friedrichsdorf 3:3. Die DJK holt damit auch in ihrem fünften Hochtaunus-Derby der Fußball-Gruppenliga mindestens einen Punkt.

Am Ende des Gruppenliga-Derbys bei der DJK Bad Homburg durften die Fußballer des FSV Friedrichsdorf am Wiesenborn den späten Treffer zum 3:3 bejubeln, in der Anfangsphase hatte es allerdings erst einmal drei Rückschläge gesetzt. Der erste war ein „Tiefschlag“: Deniz Güven bekam nach 40 Sekunden den Ball aus nächster Nähe genau dorthin, wo es bei den Herren am meisten schmerzt, konnte aber weitermachen. Eine Minute später landete Sabit Zejnullahu nach einem Kopfballduell unglücklich und konnte den lädierten Fuß nicht mehr belasten. Eine frühe Auswechslung war für Trainer Metin Yildiz unumgänglich. Und der dritte Rückschlag war das 0:1, erzielt von André Stoss und vorbereitet durch eine flache Hereingabe von Christophér Stein (9.).

„Wir haben in der ersten Halbzeit ein ganz schwaches Spiel gemacht“, sagte Yildiz. An diesem Urteil konnte auch das zwischenzeitliche 1:1 durch Patrick Bussian (19.) nichts ändern. Der feine Techniker hatte im Strafraum reichlich Zeit, suchte daher zunächst den besser postierten Mitspieler, und als sich dieser nicht fand, drosch er den Ball in die Maschen. Nach gut einer halben Stunde musste auch Bussian verletzt vom Feld. Da lag sein Team schon wieder zurück. Erneut war es Flügelflitzer Stoss, der von Stein bedient wurde und aus zentraler Position an der Strafraumkante nervenstark einschob (23.).

Als auch noch Marc Reichert angeschlagen in der Kabine bleiben musste, gingen die FSV-Anhänger vom Schlimmsten aus. Doch die Mannschaft fing sich und wurde zusehends besser. Das hatte auch mit den Einwechselspielern zu tun: Francesco Marino, Burak Sahin und allen voran Mustafa Koyun belebten das Spiel und zeigten sich topmotiviert. „Wir haben aktuell 15, 16, 17 Spieler auf einem sehr guten Level“, berichtet Yildiz, der sich daher bei seinen Aufstellungen nie „gegen jemanden, sondern immer für jemanden“ entscheide.

Wenn er fit ist, dann ist Adrian Bitiq immer eine Option, und so war es auch der Offensivmann, der nach einer starken Ecke von Benjamin Celikci freistehend zum 2:2 einköpfte (50.). Danach lieferten sich die Teams einen munteren und temporeichen Schlagabtausch. In der 74. Minute forderte der FSV einen Strafstoß, da Verteidiger Martin Ochmann den Ball im Sechzehner an die Hand bekam. „Es war keine aktive Bewegung zum Ball, aber es gibt Schiedsrichter, die den pfeifen“, sagte Ochmann. Philipp Reich gehörte nicht zu jenen Referees, denn der Offizielle aus Kelsterbach ließ weiterspielen.

Zwei Minuten später ertönte der Elfmeterpfiff dann doch – allerdings auf der anderen Seite. Innenverteidiger Mohamad Mouma stellte gegen Stein die Hüfte raus und brachte ihn so zu Fall. Die Entscheidung war hart, ging aber in Ordnung. Die Gelb-Rote Karte gegen Mouma schien überzogen. Den Elfer vergab Yassin Belfkih gegen Keeper Robert Seifert dann leichtfertig. Dafür stach Joker Ibrahim El Ouahiani, der drei Minuten vor Schluss eine Lücke im Verbund der zuletzt so souveränen FSV-Abwehr nutzte.

„Wir machen kurz vor Schluss das dritte Tor, sind gut im Spiel und zudem ein Mann mehr, und dann kassieren wir am Ende wieder mal so einen Gegentreffer wie eine Schülermannschaft“, ärgerte sich DJK-Coach Stephan Bodenröder. In der zweiten Minute der Nachspielzeit nutzte Bitiq eine weite Flanke von Güven zum 3:3. Sowohl Verteidiger Faruk Cirak als auch Torhüter Kai Klug hätten den Ball wohl klären können, doch sie waren sich nicht einig. Bitiq war der lachende Dritte. Und der FSV Friedrichsdorf schlug nach einigen Rückschlägen selbst zurück.

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