+

Leichtathletik

„Fühle mich gut aufgehoben“

Er ist sicherlich unbestritten der momentan beste und erfolgreichste Leichtathlet im Landkreis Limburg-Weilburg: Maximilian Klink von der LG Dornburg.

Über viele Jahre wurde Maximilian Klink sehr behutsam und durchdacht von Ewald Türk vorbereitet. Vor einigen Jahren dann schaffte er den Sprung in den Landeskader. Damit nicht genug, denn als nächsten absoluten Höhepunkt wurde er in den Nationalkader 1 des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) berufen. Eine große Ehre und tolle Anerkennung seiner kontinuierlichen und gewissenhaften Arbeit sowie der von Ewald Türk und der LG Dornburg.

Maximilian Klink besucht seit eineinhalb Jahren die Carl-von-Weinberg-Schule in Frankfurt und wohnt dort unter der Woche im Internat. Seine Bindung zur Heimat reißt aber nicht ab, sei es bei Kirmesveranstaltungen oder auch bei seiner Treue zur LG Dornburg. Denn für ihn steht fest: „Ich bleibe im Trikot der LG Dornburg auch in 2019.“ Unterstützt wird er dabei nun auch als Mitglied des Süwag-Energie-Top-Teams vom Leichtathletikförderverein mit einer Summe von 1000 Euro im Jahr, um die hohen Kosten für Internat, Training, Trainingslager und so weiter einigermaßen zu kompensieren.

Maximilian Klink selbst schätzt seine Saison 2018 so ein: „Für mich war die Saison ziemlich durchwachsen. Mein Hauptziel, bei den Deutschen Meisterschaften in den A-Endlauf zu kommen, habe ich leider nicht erreichen können. Allerdings sind mein Trainer und ich mit dem Rennen zufrieden gewesen. Ich habe mich für mein erstes Meisterschaftsrennen über 800 Meter gut geschlagen, nur das i-Tüpfelchen, also der Einzug ins Finale, hat dann leider gefehlt. Außerdem kann ich mit meiner neuen 800-Meter-Bestzeit von 1:53,10 Minuten, die ich Anfang der Saison aufgestellt habe, sehr zufrieden sein. Die Nachricht über die Berufung in den NK1-Bundeskader vor einer Woche hat diese Saison für mich positiv beendet.“ Sein Trainer Georg Schmidt ist nun auch DLV-Bundestrainer für die Mittelstrecke der Männer. Die Zusammenarbeit zwischen ihm und Heimtrainer Ewald Türk verlief vorbildlich. Und so gelang ein reibungsloser und geräuschloser Übergang.

Für den Wilsenröther Ewald Türk, früher Torwart beim SV Wilsenroth und jetzt Langläufer, zählt ausschließlich der Athlet. Unterstützt wird das Team übrigens neuerdings vom Dauborner Benjamin Stalf, der im Hessischen Leichtathletik-Verband als Nachwuchslaufkadertraining tätig ist. Angesprochen auf seine kurzfristigen und langfristigen Ziele sagt Maximilian Klink: „Mein Hauptziel für 2019 ist auf jeden Fall die U20-Europameisterschaft in Schweden. Die Qualifikation zu laufen, wird wahrscheinlich nicht einfach, aber mein Trainer und ich halten es für realistisch und durchaus möglich, sich für diese internationale Meisterschaft zu qualifizieren.“ Um dafür einen guten Grundstein zu schaffen, sind bereits zwei Trainingslager im Frühjahr in Planung: ein Höhentrainingslager in Südafrika und danach ein Klimatrainingslager in Italien oder Spanien.

„Mein Ziel für die Zukunft ist es, auch bei den Aktiven auf nationaler Ebene eine Rolle zu spielen und mich mit den ,großen Jungs’ zu messen. Aber das größte Ziel wird weiterhin die Teilnahme an einer internationalen Meisterschaft im deutschen Trikot bleiben“, so Maximilian Klinks Vision. Die sogenannten „duale Karriere“ spielt dabei für ihn schon in der Schulzeit ein große Rolle. Er besucht die einzige Eliteschule des Sportes in Hessen. Die Carl-von-Weinberg-Schule ist hier Vorreiter, nicht nur in der Leichtathletik sondern auch im Fußball und vielen anderen Sportarten. Was bedeutet ihm diese Möglichkeit? „Ich bin jetzt seit eineinhalb Jahren auf der Eliteschule des Sports in Frankfurt. Hier habe ich die besten Möglichkeiten, meinen Sport so professionell wie möglich auszuüben. Durch die sogenannte Schulzeitstreckung, bei der ich mein Abitur von drei auf vier Jahre ziehe, habe ich anders als andere in meinem Alter nur 18 Stunden Schule in der Woche. Dadurch ist mein Alltag viel entspannter, und es bleibt mehr Zeit fürs Training.“

Bei Erfolgen locken auch die hessischen Großvereine – wie geht Maximilian Klink damit um? „Ich werde auch weiterhin meinem Heimatverein, der LG Dornburg, treu bleiben. Ich fühle mich dort immer noch gut aufgehoben.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare